Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankengeld-Neuberechnung nach erneutem Auftreten derselben Erkrankung

15.04.2019 13:15 |
Preis: 33,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Bitte die Fragen nur beantworten wenn man sich absolut sicher ist, da die daraus folgenden Entscheidungen große Unterschiede bedeuten können.

Jetzt zum Fall an sich:
1. Jemand ist seit dem 05.11.2018 krankgeschrieben aufgrund einer OP, seit 17.12.2018 zahlt die Krankenkasse Krankengeld. In den ersten 6 Wochen wurde ganz normal Lohnfortzahlung von dem Arbeitgeber gezahlt.
2. Für die Krankengeldberechnung wurden die letzten 3 Monatslöhne herangezogen, da es sich um einen variablen Monatslohn handelt.

Jetzt gesetzt den Fall, man geht wieder ab dem 01.05.2019 bei demselben Arbeitgeber arbeiten und dieselbe Krankheit tritt wieder auf. Wie lange müsste man arbeiten, damit das Krankengeld komplett neu berechnet wird? Bei der Neuberechnung soll ausschließlich der "neue" Lohn für die Berechnung des Krankengeldes herangezogen werden und soll nichts mit der alten Berechnung zu tun haben!
Bei einer eventuellen Neuberechnung wäre das Krankengeld erheblich höher. Deshalb meine Frage.

Also, meine Frage lautet: Welche Kriterien müssen für eine Neuberechnung des Krankengeldes, mit dem Monatslohn den man zuletzt nach Wiederaufnahme der Arbeit erhalten hat, erfüllt werden?
Reicht ein voller Monat aus, also vom 01.05. - 01.06.2019, oder muss wegen des schwankenden Monatslohns länger gearbeitet werden für die komplette Neuberechnung?
20.04.2019 | 23:15

Antwort

von


(435)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn Ihr Arbeitsentgelt nach Monaten bemessen ist, „gilt [für die Berechnung des Krankengeldes] der dreißigste Teil des im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Kalendermonat erzielten und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderten Arbeitsentgelts als Regelentgelt." (§ 47 Abs. 2 Satz 3 SGB V ). In § 47 Abs. 3 SGB V ist allerdings vorgesehen, dass die Satzung der Krankenkasse „bei nicht kontinuierlicher Arbeitsverrichtung und -vergütung abweichende Bestimmungen zur Zahlung und Berechnung des Krankengeldes vorsehen [kann], die sicherstellen, daß das Krankengeld seine Entgeltersatzfunktion erfüllt."

Bitte teilen Sie mir über die Nachfragefunktion oder per e-mail Ihre Krankenkasse mit, damit ich Ihnen anhand der Satzung der Krankenkasse Ihre Frage beantworten kann!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2019 | 15:35

Hallo,

bei der ersten Krankengeldberechnung wurden aufgrund von schwankendem Monatslohn die letzten 3 Monate zur Berechnung herangezogen. Wie wird jetzt das Krankengeld neu berechnet, wenn man wieder arbeiten geht und dann wegen derselben Krankheit krankgeschrieben wird?

Beispiel 1: Jemand geht einen Monat arbeiten und wird wieder krank. Wird dann der eine Monat und die letzten beiden Monate vor der ersten Krankschreibung für die Krankengeldberechnung verwendet oder nur der eine Monat nach der ersten Krankschreibung?

Beispiel 2: Jemand geht nur 2 Wochen arbeiten und wird wieder krank. Bekommt man dann das gleiche Krankengeld wie vorher oder wie wird dann berechnet?

Es geht, wie ich schon schrieb, um dieselbe Erkrankung bei demselben Arbeitgeber.

Es geht auch darum herauszufinden, ob man eventuelle Nachteile hinnehmen muss, wenn man arbeiten geht und dann wieder erkrankt, da ein erneutes MRT vom Knie erst in 3 Monaten vorgesehen ist.

Gehen Sie bitte genau auf meine 2 Beispiele ein, wenn möglich.

Die Krankenkasse ist die IKK BB.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.04.2019 | 20:18

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

das Bundessozialgericht hat in seinem Urteil vom 30.05.2006 - B 1 KR 19/05 R –festgestellt:

„Ist - wie vorliegend - bei Eintritt der AU Arbeitsentgelt noch nicht für mindestens vier Wochen erzielt und abgerechnet worden, muss das Arbeitsentgelt geschätzt werden. Ausgangspunkt sind dabei in erster Linie die von den Arbeitsvertragsparteien getroffenen und praktizierten Vereinbarungen über die Höhe des Arbeitsentgelts. Bei hinreichender Aussagekraft kann zB ein fest vereinbartes Monatsgehalt zu Grunde gelegt werden."

Dies beantwortet Ihre Nachfrage zu 2. und kann gleichermaßen zur Beantwortung von Ihrer Nachfrage zu 1. herangezogen werden. Da der Bemessungszeitraum von drei Monaten, der bei schwankendem Arbeitseinkommen laut § 22 der Satzung der IKK Berlin-Brandenburg zugrundezulegen ist, nicht erfüllt ist, ist das Arbeitseinkommen zu schätzen. Dabei wird der neue – erhöhte – Lohn zugrunde gelegt.

Sicherer ist es, wenn zumindest eine Abrechnung nach dem neuen Lohn vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(435)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67491 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Frage wurde schnell und leicht verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wöhler hat meine Nachfrage umfassend, detailliert und gut verständlich beantwortet. Ich fühle mich sehr gut und kompetent beraten. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Nichts auszusetzten. Alles ok. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen