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Krankengeld - Blockfristen

| 23.10.2009 16:37 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit dem dem 01.07.2008 ununterbrochen arbeitsunfähig und habe Anspruch auf Krankengeld.
Anbei Verlauf meiner Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit:
17.10.2005- 21.10.2005 (1.Mal)
03.02.2007 - 09.02.2007
20.07.2007 - 26.07.2007
10.01.2008-20.02..2008
15.04.2008 -02.05.2008
01.07.2008 -12.07.2008 (Reha)
13.08.2008- bis jetzt - Krankengeld.

1.Ist es richig, dass ich 2 Blockfristen habe :

Erste Blockfrist 17.10.2005 - 16.10.2008
Zweite Blockfrist 17.10.2008 - 16.10.2011

2. Im ersten Dreijahreszeitraum habe ich nicht wegen derselben Krankheit für 78 Wochen Krankengeld bezogen. Habe ich in dem 2. Blockfrist wieder ein Anspruch auf Krankengeld für 78 Wochen? Seit wann besteht dieser Anspruch?

Danke.


Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Krankengeld wird im Falle der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von je drei Jahren gezahlt. Für die Berechnung des Anspruchs werden daher, wie Sie wissen, Blockfristen gebildet.
Die erstmalige Arbeitsunfähigkeit setzt für die ihr zugrunde liegende Krankheit eine Kette aufeinander folgender Blockfristen von jeweils drei Jahren in Gang. Hierbei ist zu beachten, dass für jede Krankheit, die Arbeitsunfähigkeit verursacht eine eigene Blockfrist gebildet wird.
Die von Ihnen angegebenen Blockfristen sind daher richtig berechnet, wenn die Krankheit aufgrund dessen Sie nun Arbeitsunfähig sind und Krankengeld beziehen wollen, die Arbeitsunfähigkeit am 17.10.2005 verursacht hat.

Wenn wegen derselben Krankheit Krankengeld für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren bezogen wurde, besteht nach Beginn einer neuen Blockfrist ein Neuanspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit nur, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Diese Voraussetzungen können Sie § 48 Abs. 2 SGB V entnehmen.

Haben Sie jedoch in der vorhergehenden Blockfrist nicht für 78 Wochen Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit aufgrund derselben Krankheit bezogen, sondern beruhte der Krankengeldbezug auf einer anderen Krankheit, so besteht mit Beginn der neuen Blockfrist ein neuer Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld, ohne dass die besonderen Voraussetzungen des § 48 Abs. 2 SGB V vorliegen müssen.

Die Krankengeldzahlung kann dann bereits ab dem ersten Tag des Beginns der neuen Blockfrist erfolgen. Sollten also bei Ihnen die Voraussetzungen aus § 48 II SGB V gegeben sein oder der Bezug des Krankengelds für 78 Wochen in der ersten Blockfrist nicht auf derselben Krankheit beruht haben, so hätten Sie ab dem 17.10.2008 wieder Krankengeld beziehen können, da nach Ihren Angaben zu diesem Zeitpunkt Arbeitsunfähigkeit vorlag.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2009 | 17:45

Sehr geehrte Frau Götten,

verstehe ich richtig :

falls ich in dem 1. Blockfrist nicht für 78 Wochen Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit aufgrund derselben Krankheit bezogen habe, besteht dann mit Beginn der neuen Blockfrist ein neuer Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit auch aufgrund derselben Krankheit (wie im 1. Blockfrist)?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2009 | 08:52

Sehr geehrte Fragestellerin,
wenn Sie die Blockfristen wie oben beschrieben berechnet haben und klar erkenntlich ist, dass die Krankengeldzahlung für 78 Wochen nicht auf derselben Krankheit beruhte, ergibt sich in der zweiten Blockfrist ein Anspruch auf Krankengeld ab dem ersten Tag. Sie haben dies also in Ihrer Nachfrage richtig dargestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 13.11.2009 | 15:24

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