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Kranken Welpen gekauft,

22.02.2021 12:10 |
Preis: 25,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


Am 6.2. haben wir einen Welpen (Bolonka Zwetna) mit 10 Wochen gekauft. Zuhause merkten wir, dass sich der Hund ständig hinter den Ohren kratzt. Also so heftig, dass es nicht mehr normal wirkte. Als ich die Ohren untersuchte, stellte ich fest, dass sie fürchterlich mit Haaren zugewachsen waren. Bei einigen Rassen ist es nötig, die Ohren komplett von Haaren freizuzupfen, damit die Durchlüftung passt und sich die Ohren nicht entzünden. Ich habe dann zwei Tage später vom Hundefriseur die Ohren freizupfen lassen und diese meinte, ich soll sofort zum Tierarzt, weil die Ohren eitrig entzündet sind, total zugeschwollen sind und sie deshalb einen Hörschaden nicht ausschließen kann. Voller Panik habe ich beim Tierarzt um einen Termin am gleichen Tag gebettelt. Konnte dann um 17 Uhr dort hin. Resultat: eitrige Ohrenentzündung, Milbenverdacht, der sich aber als unbegründet herausgestellt hat. Ich muss der Kleinen jetzt täglich 2x Ohrentropfen geben. Dies alles ist nicht gerade förderlich für das Wachsen einer Bindung, die am Anfang zwischen Welpe und neuem Besitzer angelegt wird. Täglich muss ich sie quälen, festhalten und ihr die Tropfen geben. Zwei Tage bevor wir die Kleine beim Züchter abgeholt haben, wurde sie auch geimpft. Spätestens da, hätte doch der Tierarzt sehen müssen, wie schlimm die Ohren zugewachsen sind! Die Züchterin redet sich damit heraus, dass sie aufgrund Corona nicht mit ins Behandlungszimmer durfte und nicht weiß, was der Tierarzt alles untersucht hat. (Ich durfte bei meinem Tierarzt mit Maske mitgehen!) Davon abgesehen, erwarte ich von einem guten Züchter, dass er sich auch selbst um sowas kümmert und einen Welpen nicht in diesem Zustand abgibt. Diese nötige Ohrenpflege ist allgemein bekannt und nichts Neues! Der Welpe hat 2500 Euro gekostet. Die Züchterin will die Tierarztkosten von 70 Euro nicht übernehmen, weil ich ohne ihr Einverständnis einzuholen zum Tierarzt gegangen bin. (Im Kaufvertrag habe ich leider unterschrieben, dass ich die Züchterin informieren muss, bevor ich zum Tierarzt gehe). Ich wusste aber auch nicht, dass dieser Fall sofort eintreten würde, kaum das wir die Kleine zuhause haben! Meinen Hinweis: "ich hatte Panik und war froh an diesem Tag noch einen Termin zu bekommen" ignoriert sie und sagt, ich hätte den Tierarzt auch vermeiden können, indem ich das Ohr mit Kokosöl behandle!!! Sie bittet mir an, den Welpen zurückzunehmen und mir die 2500 Euro wieder zu geben. Das ist keine Option für uns, da wir die Kleine nun schon zwei Wochen haben und sie nicht mehr hergeben würden. Aber ich möchte zumindest, die Tierarztkosten ersetzt haben,bzw. fände ich es gerecht, wenn die Züchterin eine Art Schadensersatz zahlen müsste, da das Vertrauen der Kleinen zu mir erhebliche Komplikationen macht (die vermeidbar gewesen wären), da ich ihr täglich diese Tropfen verabreichen muss. Gibt es eine Möglichkeit?
22.02.2021 | 14:23

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich hier keine erfolgsversprechenden Möglichkeiten sehe, einen Schadensersatzanspruch gegen die Verkäuferin wirksam durchzusetzen.

Rechtlich gesehen sind auf Tiere grundsätzlich gemäß § 90a BGB die für Sachen geltenden Vorschriften anzuwenden.

Insofern hat die Verkäuferin hier leider insoweit recht, als das Sie zunächst selbst die Möglichkeit hätte haben müssen, den Schaden zu beheben. Eine nachträgliche Auferlegung der Kosten scheidet leider aus.

Zudem entspricht das Angebot der Gegenseite, Ihnen ein Rücktrittsrecht einzuräumen und den Kauf rückabzuwickeln ebenfalls der Rechtslage.

Ich bedauere Ihnen keine bessere Einschätzung geben zu können. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt


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