Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krank im neuen Job


29.11.2006 23:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Frau Rechtsanwälting, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich war in diesem Jahr schon sehr lang krank,habe zwischendurch im Hamburger Modell gearbeitet, dies leider wieder aufgeben müssen (krankheitsbedingt).Ende Juli lief mein befristeter Arbeitsvertrag sowieso aus, zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings schon wieder, bzw. immer noch krank geschrieben (Nervverletzung linker Arm)

Im Sommer hatte ich mich auf einen Job beworben, leider zunächst gar nichts gehört und nun plötzlich am 10. 11. das Angebot sofort anfangen zu können.Zu diesem Zeitpunkt war ich krank geschrieben(Bezug von Krankengeld), also bin ich zu meiner Ärztin gegangen, habe ihr die Angelegenheit geschildert. Sie riet mir zwar aus gesundheitlichen Gründen ab, aber ich war diesmal wohl schlauer als Fr. Dr. und so meinte diese dann, entscheiden müsse ich dies selbst. Das habe ich dann auch getan und habe in der Firma angefangen. Und so kam es wie es kommen musste schon nach wenigen Tagen habe ich dies bitter bereut. Es geht mir gesundheitlich weitaus schlechter als jemals zuvor, dazu kommt ein grosser Tablettenkonsum, der mein Befinden ebenso negativ beeinflusst. Die 14tägige Probezeit habe ich überstanden, leider geht es mir von Tag zu Tag ein weniger schlechter und so ringe ich mit mir reumütig zu Fr. Dr. zurückzukehren und zuzugeben, dass sie ja recht hatte. Was mich bislang davon abgehalten hat ist die Ungewissheit über meine finanzielle Zukunft. Ich arbeite jetzt seit drei Wochen in der Firma und denke mal gehört zu haben, dass diese erst nach 4 Wochen LFZ leisten muss. Allerdings gehe ich davon aus, wenn ich so kurz nach Beginn der Arbeit krank werde wird wohl die Kündigung folgen (haben Kollegen erzählt, wer krank ist fliegt). Einen Anspruch auf ALG 1 habe ich nicht, da es sich bei der vorherigen Tätigkeit um ABM gehandelt hat bei der keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt wurden.

Gestz dem Fall ich gehe zum Arzt und bin dann wieder krank, mit welchen finanziellen Leistungen kann ich rechnen? Sollte Krankengeld gezahlt werden, in welcher Höhe, nach dem jetzigen Gehalt, was weitaus niedriger ist als das davor oder nach dem alten?

Ich möchte abschliessend noch erwähnen, dass die Art der Erkrankung leider die unangenehme Eigenschaft hat nur sehr mühsam zu heilen, seitens der mitbehandelnden Neurologin wurde mir Mitte nächsten Jahres als ungefährer Zeitpunkt der Wiederherstellung meiner Gesundheit und Arbeitskraft angegeben.

Ebenso möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich alleinerziehend bin und meinen Sohn ja versorgen muss, somit ist mir der finanzielle Aspekt meiner Zukunft auch wichtig.

Ich bedanke mich vorab für Ihre Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Obwohl Sie (nur) rein rechtlichen Rat erbeten, möchte ich Sie ermutigen, Ihre Gesundheit nicht zu vernachlässigen oder weiter zu gefährden und zu Ihre Ärztin zu gehen. Stolz hilft Ihnen hier nicht weiter.

Aus rechtlicher Sicht:
Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht erst, wenn das Arbeitsverhältnis 4 Wochen bestanden hat. Bei Ihnen würde dieser Anspruch damit in einer Woche entstehen.

In den ersten 6 Wochen der Erkrankung erhält ein kranker Arbeitnehmer eine Lohnfortzahlung von 100 % des Arbeitslohnes (ohne Berücksichtigung etwaiger Überstunden). Der Anspruch endet aber mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Nach Ablauf diesr 6 Wochen erhalten Sie Krankentagegeld. Dieses beträgt 70 % des regelmäßig erzielten Bruttogehaltes. Von dem Krankentagegeld werden dann noch die Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung abgezogen.

Wegen derselben Krankheit wird Krankengeld für höchsten 78 Wochen innerhalb einer Frist von 3 Jahren gezahlt.

Wenn Sie innerhalb der ersten vier Woche des Arbeitsverhältnisses krank werden und Sie daher keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung wegen Krankheits haben, dann haben Sie aber Anspruch auf das o.g. Krankengeld in der o.g. Höhe.

Der Arbeitneher hat die Pflicht seine Krankheit unverzüglich dem Arbeitnehmer mitzuteilen. Nach drei Tagen Krankheit muß der Arbeitnehmer spätestens am darauffolgenden Tage (!) eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Der Arbeitgeber kann aber auch vorher eine solche Bescheinigung anfordern.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER