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Krank-Urlaub-Krank bei Minijob

| 12.11.2020 13:45 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Auch Minijobber haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Guten Tag Herr Rechtsanwalt/in,

ich bin seit 01.12.2019 in ein Minijobverhältnis tätig. Ich arbeite NUR Wochenenden bei einer
43 Stunden Soll im Monat, so wurde es vertraglich vereinbart.

Von 22.08.2020-20.09.2020 (5 Wochen wegen Psyche) war ich krankgeschrieben. 26.09.-27.09.2020 hatte ich dann Urlaub was im Februar 2020 schriftlich genehmigt wurde.

Von 28.09.2020-31.10.2020 (5 Wochen) war ich wieder krankgeschrieben aber wegen eine andere Krankheit ; Handgelenk Operation.

Die Lohnfortzahlung wegen Krankheit habe ich September erhalten jedoch für Oktober verweigert meine Arbeitgeber die Zahlung. Er sagt die 2 Tagen Urlaub 26.09-27.09.2020 würden die ersten 5 Wochen(22.08.2020-20.09.2020) Krankheit , die 2 Krankheit( 28.09.2020-31.10.2020) nicht unterbrechen sondern verbinden. Ich bin sozusagen 10 Wochen durchgehend krankgeschrieben.

Jetzt meine Frage habe ich Anspruch auf Lohnfortzahlung wegen Krankheit im Oktober(5Wochen)? Wenn ja, welchen Paragraphen unterstützt dies?

Herzlichen Dank .


Mit freundlichen Grüßen

S.Mohamed
12.11.2020 | 19:19

Antwort

von


(108)
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
Web: http://www.12anwalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Jetzt meine Frage habe ich Anspruch auf Lohnfortzahlung wegen Krankheit im Oktober(5Wochen)? Wenn ja, welchen Paragraphen unterstützt dies?

Ja Sie haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für Oktober.

Rechtsgrundlage ist § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz:

§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn
1.
er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war oder
2.
seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.
(2) Als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Absatzes 1 gilt auch eine Arbeitsverhinderung, die infolge einer nicht rechtswidrigen Sterilisation oder eines nicht rechtswidrigen Abbruchs der Schwangerschaft eintritt. Dasselbe gilt für einen Abbruch der Schwangerschaft, wenn die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt abgebrochen wird, die schwangere Frau den Abbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff von einer anerkannten Beratungsstelle hat beraten lassen.
(3) Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.
Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen



Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 12.11.2020 | 19:40

Liebend Dank für die Antwort Herr Bergmann.

Nochmal für fürs Verständnis für mich. Ohne diese 2 Urlaubstagen (26.09 und 27.09.) hätte ich keine Lohnfortzahlung im Oktober?

Danke und bleiben Sie gesund Herr Bergmann , ich werde Sie weiterempfehlen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.11.2020 | 20:24

Als Arbeitnehmerhaben Sie für einen Zeitraum von sechs Wochen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Befällt Sie eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer neuen Krankheit, so besteht der Lohnanspruch über die sechs Wochen hinaus.

Die Ausnahme hiervon bildet die Einheit des Verhinderungsfalls. Demnach entsteht kein erneuter Anspruch, wenn während einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit eine neue Krankheit auftritt, welche auch zu Arbeitsunfähigkeit führt. In einer solchen Situation besteht ein Anspruch auf Lohn nur für sechs Wochen. Nur wenn der Arbeitnehmer zwischen den zwei Krankheiten tatsächlich arbeitsfähig war, kann ein erneuter Anspruch überhaupt erst entstehen. Wenn Sie an den 2 Urlaubstagen arbeitsfähig waren haben Sie weiterhin Anspruch auf Lohnfortzahlung

Bewertung des Fragestellers 14.11.2020 | 08:40

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.11.2020
5/5,0

Ich bin mit Herr Bergmann sehr zufrieden. Meine Frage wurde in vollen Umfang beantwortet. Danke schön!


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