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Krank Probezeit Kündigung nicht fristgerecht

| 04.09.2018 11:34 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


13:55
Hallo,

ich bin seit dem 16.8.2018 in Teilzeit beschäftigt. Am 22.8.2018 wurde ich krank und bin auch weiterhin krankgeschrieben. (Mein Arbeitgeber hat 1,5 Stunden nach der telefonischen Krankmeldung bereits das Stellenangebot online wieder geschaltet.)
Am 1.9.2018 habe ich ein Einwurfeinscheiben, (geschrieben am 27.8.2018) mit der Kündigung erhalten.
Wortlaut:
"hiermit kündigen wir das bestehende Arbeitsverhältnis fristgemäß zum 10. September 2018".
Ich habe mich bei der ARGE und der Krankenkasse erkundigt. Man riet mir dringend, eine nochmalige Kündigung anzufordern, da diese unwirksam sei. Dieses habe ich sofort per E-Mail gemacht.

Frage 1: Muss mir der Arbeitgeber eine erneute und fristgerecht Kündigung zukommen lassen, oder muss ich auf die erhaltene Kündigung die weiteren Tage bis zur entsprechenden Frist hinzurechnen?

Frage 2: Besteht die Krankheit weiter, also über die 28 Tage der Krankengeldzahlung der Krankenkasse hinaus, muss dann der Arbeitgeber bis zum Kündigungseintritt weiter Gehalt zahlen? Wenn er es nicht tut, zahlt dann die Krankenkasse?
04.09.2018 | 12:13

Antwort

von


(1009)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie sagen nicht, welche Kündigungsfrist in der Probezeit arbeitsvertraglich vereinbart worden ist. Deshalb gehe ich davon aus, dass für Sie eine Kündigungsfrist von zwei Wochen besteht. Das hat zur Folge, dass die Kündigung nicht rechtmäßig ist, weil der Arbeitgeber die Kündigungsfrist nicht eingehalten hat.

Der Arbeitgeber muss also neu und fristgerecht kündigen. Die jetzige Kündigung gilt nicht und sie müssen auch nichts hinzurechnen.


2.

Der Lohnanspruch besteht bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. D.h., wenn der Arbeitgeber fristgerecht eine neue Kündigung ausspricht, muss er den Lohn bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses zahlen.

Nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses käme Krankengeld in Betracht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2018 | 13:21

Danke für die Antwort.
Aber wie gehe ich vor, wenn der Arbeitgeber die Kündigung nicht erneuert und auch das Gehalt nach den 28 Tagen Wartefrist nicht zahlt? Kündigungsschutzklage auch bei Probezeit?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2018 | 13:55

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Bislang besteht das Arbeitsverhältnis ungekündigt fort. Der Arbeitgeber wird das Gehalt also nur bis zum 10.09.2018 zahlen. Also müssten Sie das Gehalt, das nach dem 10.09.2018 geschuldet wird, ggf. einklagen.

Empfehlenswert dürfte es deshalb sein, den Arbeitgeber am 09.09.2018 schriftlich darauf hinzuweisen, dass das Arbeitsverhältnis mangels rechtmäßiger Kündigung fortbesteht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 06.09.2018 | 10:41

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" Die Antwort hat mir bei meiner weiteren Vorgehensweise geholfen. Die Informationen, die allgemein im Internet angeboten werden, hatten mich letztendlich nur verunsichert. So bin ich mit meinem Arbeitgeber tatsächlich zu einer Lösung gekommen."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.09.2018
4,4/5,0

Die Antwort hat mir bei meiner weiteren Vorgehensweise geholfen. Die Informationen, die allgemein im Internet angeboten werden, hatten mich letztendlich nur verunsichert. So bin ich mit meinem Arbeitgeber tatsächlich zu einer Lösung gekommen.


ANTWORT VON

(1009)

Aachener Strasse 585
50226 Frechen
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