Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
482.008
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kran wird wegen Schulden des Bauunternehmens nicht abgeholt


30.11.2017 04:43 |
Preis: 25,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff



Guten Tag allerseits!
Ich baue mein Haus barrerefrei um. Der von mir beauftrage Bauunternehmer hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Kran gemietet und auf mein Grundsrück gestellt. Nachdem er diesen nun nicht mehr braucht, hat er ihn wieder zur Abholung beauftragt. Dem kam man aber nicht nach. Gestern rief nun ich selbst beim Kranverleih an und da wurde mir mitgeteilt, dass man verzögere, weil der Bauunternehmer seine Rechnungen nicht zahle. Man hole zwar den Kran, aber halt exorbintant verzögert.
Der Kran muss aber vor dem Haus weg, damit ich mit der Dämmung und der Errichtung des rollstuhlgerechten Zugangs beginnen kann.
Die Kranaufstellung erfolgte wahrscheinlich mit meinem konkludenten Einverständnis im Sinne der §§ 862, 858 BGB. Die verbotene Eigenmacht dürfte sicherlich entfallen, wenn ich als Grundstückseigentümer die Kranentfernung verlange, allderdigs handelt es sich bei der Abholung ja um eine Leistung, wobe ich mich frage, ob der Kranverleiher insoweit zur Verweigerung berechtigt ist.
Nach dem Telefonat gerstern habe ich dem Kranverleiher eine Mail geschrieben und mit Frist von 3 Tagen aufgefordert, den Kran zu entfernen und widrigenfalls Schadensersatz und Selbsthilfe angedroht.
Wahrscheinlich müsste das auch noch per Brief mit Zustellnachweis erfolgen, aber das dauert zu lange, weil ich ansonsten die Möglichkeit verliere, die Arbeiten günstig durch das momentan tätige Bauunternehmen machen zu lassen. Die Sache muss rasch erledigt werden.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller.

Vielen dank für die Schilderung des zugegebener Maßen ärgerlichen Falles.

Einen vertragl.Schadenersatzanspruch gegen den aufsteller des Krans dürfte daran scheitern, dass sie kein Vertragsverhältnis mit dem Verleiher eingegangen sind. Ihr Vertragspartner ist nur das Bauunternehmen.

Der Anspruch Schadenersatz wäre daher nur gegen das Bauunternehmen zu stellen. Selbstverständlich könnten sie die Entfernung auf eigene Kosten durchführen und die Gerätschaften irgendwo zwischen lagern lassen, eventuell durch einen Sequestor oder Gerichtsvollzieher. Das bringt sie natürlich zu dem Problem, dass sie gegebenenfalls in Vorleistung gehen müssen. Bing der Bauunternehmer schon die Rechnung beim Aufsteller nicht bezahlen kann, laufen sie Gefahr, auch auf ihren Kosten sitzen zu bleiben.

Das Problem haben sie bestimmt selber erkannt. Die Vorgehensweise, den aufsteller zu Entfernung aufzufordern war daher das richtige. Gleichzeitig sollte ihr Vertragspartner, der Bauunternehmer ebenfalls mit Nachdruck aufgefordert werden, für die Entfernung zu sorgen.

Es Bedarf nicht unbedingt eines Einschreibens. eine E-Mail, noch besser auch ein Fax können durchaus ausreichendsein, um den Zugang einer Erklärung nachzuweisen.

Den Schadenersatz als verzugsschaden wird ihnen der Unternehmer schulden, daher setzen sie dem auch sei bitte sehr kurzfristige Fristen. Neben E-Mail und Fax kommt auch eine SMS oder ein Einwurf in den Briefkasten in Betracht. Eine bestimmte Form ist nämlich nicht vor geschrieben.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Sie können mich hier gerne über den Fortgang der Angelegenheit unterrichten, damit ich Ihnen dann entsprechend weiter helfen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2017 | 06:03

Sehr geehrter Herr Asthoff!

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Noch kurz nachgefragt?

1.)
Die von mir dem Kranunternhemen zur Beseitigung gesetzte Frist beträgt 3 Tage.
Ist das ausrecheind? Es eilt ja.

2.)
Schadensersatz ist auch wegen der Besitzstörung gegen das Kranunternehmen möglich, oder?

Herzlichen Dank und beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2017 | 06:17

Ihr Ansatz Wegen der Störung des Besitzes ist ein guter Gedanke. Dass ich dich wird es so sein dass sie ihr Einverständnis zur Aufstellung gegeben haben. Auch wenn es in zeitlicher Hinsicht nur bis zur Durchführung der Arbeiten galt, Wie wird eine besitzstörung durch die Verzögerung nicht automatisch eintreten oder wohl noch von der Genehmigung gedeckt sein, da Sie nicht ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit lag.

Die Besitzstörung wäre wohl nicht "widerrechtlich" (a.A.v.)- dennoch sehe ich es als 'gutes Argument' in einem Aufforderungsschreiben, um ihrer Aufforderung Nachdruck zu verleihen.

Die gewählte Frist ist immer! Einzelfallabhängig, auch weniger als 3Tage können nach Umständen angemessen sein. Sie sind hier nicht zu kurz bemessen!

Wichtig auch , dass Sie Beide auffordern.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Ich bezweifle die Richtigkeit resp. Vollständigkeit der Antwort. Konkrete Verweise auf Steuergesetze fehlen. Damit werde ich kaum weiter kommen beim Finanzamt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt konnte deutlich mehr Klarheit in einen rechtlich fuer mich schwer einzuschaetzenden Sachverhalt bringen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Obwohl das Ergebnis für den Betroffenen(den ich berate) niederschmetternd ist, hat mich der Anwalt schnell und gut beraten. MFG ...
FRAGESTELLER