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Kostenvoranschlag

01.07.2008 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Ein Installateur hat einen Kostenvoranschlag für Rohrverlegungs-
arbeiten in Höhe von 12.710,63 € erstellt (Materialkosten 7.791,17€ ,Lohnkosten 4.919,46 €).
Nach Auftragserteilung und durchgeführter Arbeit beträgt der
Rechnungsbetrag 15.316,62 € (Materialkosten 5.772,55 € = minus 26%,
Lohnkosten 9.544,07 € = plus 94%).
Obwohl die Gesamtdifferenz zwischen Voranschlag und Rechnung "nur" ein Plus von 20,5% ergibt und die Materialkosten niedriger
ausgefallen sind, sind die Lohnkosten fast um das Doppelte
gestiegen.
Während der durchgeführten Arbeiten ist ein Hinweis des Installateurs, dass sich die Arbeitsstunden erhöhen werden, nicht
erfolgt.
Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich als Auftraggeber?
Sind nur die 20,5% Gesamterhöhung zu beanstanden oder kann
separat die Verdoppelung der Lohnkosten beanstandet werden oder
beides?
Ich bitte um eine möglichst schnelle Antwort.
Vielen Dank

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Der Kostenvoranschlag kann verschiedene Ausgestaltungen haben. Das Gesetz geht jedoch davon aus, dass in einer solchen Berechnung lediglich die voraussichtlichen Kosten der Erstellung des gesamten Werkes dargestellt werden. Sofern hierbei nicht über die einzelnen Posten wie Material und Arbeitsstunden explizit verhandelt worden ist, ist der Kostenvoranschlag als Gesamtberechnung zu betrachten.

Sofern der Bauunternehmer die Arbeitsstunden, z.B. auf Grund fehlerhafter Recherche falsch berechnet bzw. eingeschätzt hat, stünde Ihnen ein Schadensersatz hinsichtlich der entstandenen Mehrkosten zu. Insofern könnte eine gesonderte Betrachtung der Arbeitsstunden in Betracht gezogen werden.

Hinsichtlich der Überschreitung der Gesamtkosten hätten Sie bei Information durch den Bauausführenden bei erheblicher Überschreitung ein Recht zur Kündigung gehabt.

Eine erhebliche Überschreitung nimmt die Rechtsprechung unter Einbeziehung der Umstände des Einzelfalls bei einer Überschreitung der veranlagten Summe um 15-20% an.

Da der Bauausführende der ihm obliegenden Verpflichtung zur Anzeige nicht nachgekommen ist, ist Ihnen die Möglichkeit zur Kündigung verloren gegangen. Sofern Sie das fertiggestellte Werk behalten wollen, wovon ich ausweislich Ihrer Schilderungen ausgehe, wären Sie bei einer erheblichen Überschreitung lediglich verpflichtet, die Rechnung in Höhe des Kostenvoranschlags zuzüglich der zulässigen Überschreitung zu zahlen.

Dies sollten Sie dem Werkunternehmer schriftlich anzeigen und lediglich den angemessen geminderten Betrag überweisen. Sofern Sie die Rechnung bereits beglichen haben, sollten Sie den überzahlten Betrag unter Fristsetzung schriftlich zurückverlangen.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2008 | 20:46

Danke für Ihre Antwort.

Bitte teilen Sie mir mit, in welcher Höhe sich die von
Ihnen erwähnte z u l ä s s i g e Überschreitung des
Kostenvoranschlags bewegt.
Bitte antworten Sie mir heute (02.07.08) bis 15 Uhr.

Herzlichen Dank.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2008 | 16:03

Sehr geehrter Fragesteller/in,

leider war es mir nicht möglich, Ihre Nachfrage innerhalb der von Ihnen gesetzten Frist zu beantworten.

Eine eindeutige Einordnung läßt sich nur unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls vornehmen, was im Rahmen dieser Plattform leider nicht möglich ist.

Sofern Sie sich jedoch an den durchaus üblichen Rahmen von 15-20% halten, dürften Ihnen hieraus keine Nachteile entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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