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Kostenvoranschlag


| 28.05.2007 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



im April 2007 hat man mein Fahrzeug ( Nissan ) beim einparken beschädigt.(Stoßstange, Radkasten. hintere Beifahrertür)
Der Verursacher hat mir seine Adresse hinterlasssen. Die Werksfeuerwehr hat die Schäden beider Fahrzeuge dokumentiert.
Ich habe einen Kostenvoranschlag bei Nissan machen lassen. Dieser belief sich auf 1891 €( ohne Mehrwertsteuer ), die Kosten für den Voranschlag betrugen 40 €.
Nun hat die gegnerische Versicherung Concordia Abzüge gemacht, speziell in den Lohn und Ersatzteilkosten.
Sie hat mir jetzt 1691 € überwiesen.( ohne Nutzungsausfall und die Kosten für den Voranschlag)
Ebenfalls reduziert: Verbringungskosten ( was ist das ? )

Da ich bald in Urlaub fahren will: Kann ich den Wagen reparieren lassen oder muss ich erst einen Sachverständigen und Rechtsanwalt einschalten ?

1. Darf die Versicherung so kürzen ?
2. Muss sie die Kosten für den Voranschlag übernehmen?
3. Steht mir ein Nutzungsausfall auch zu , wenn ich selbst repariere?

4. kann ich selbst einen Sachverständigen aufsuchen ( nicht den der Versicherrung?
Was raten sie mir ?

Gruß
J.E.
Duisburg

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte haben Sie Verständnis, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:

Soweit die Schuldfrage klar ist - hieran besteht nach Ihren Ausführungen kein Zweifel - hat die gegnerische Haftpflichtversicherung Ihren Schaden in voller Höhe zu ersetzen. Hierzu gehören auch die Kosten eines Rechtsanwalts. Dazu weiter unten.

Bei einem Schaden in der von Ihnen angegebenen Höhe handelt es sich nach der ständigen Rechtsprechung nicht mehr um einen sog. Bagatellschaden. Sie können folglich zur Ermittlung der Schadenhöhe ein Kfz-Sachverständigengutachten anfertigen lassen. Den Sachverständigen können Sie selbstverständlich selbst wählen. Sie müssen gerade nicht den Sachverständigen der gegnerischen Versicherung akzeptieren. Zu letzterem würde ich Ihnen auch nicht raten. Ein Sachverständiger wird im Zweifel immer tendenziell zugunsten seines Auftraggegners beurteilen. (Soweit zu Ihrer Frage 4.)

Die Kosten für den Kostenvoranschlag muss die gegnerische Versicherung ebenfalls tragen. Das oft angebrachte Argument, der Geschädigte erhalte im Fall der Reparatur die Kosten des Voranschlags angerechnet, kann nicht greifen. Der Geschädigte kann nämlich statt der Reparatur den hierfür erforderlichen Geldbetrag verlangen. Und hierzu gehören ja auch die Kosten des Voranschlags.

Anders verhält es sich mit der Mehrwertsteuer, die Sie nur verlangen können, wenn sie tatsächlich angefallen ist. Nach Kostenvoranschlag oder Gutachten (also fiktiv) können Sie nur ohne Mehrwertsteuer abrechnen. Wenn Sie reparieren lassen und im Anschluss die Rechnung vorlegen, erhalten Sie auch die Mehrwertsteuer.

Nutzungsausfall steht Ihnen zu, wenn er tatsaächlich anfällt. Wenn Sie z. B. in Eigenregie reparieren, reicht als Nachweis ein aktuelles Foto von dem beschädigten Fahrzeug (am besten mit einer aktuellen Tageszeitung auf der Motorhaube), so dass die Versicherung sehen kann, dass tatsächlich repariert wurde.

Die Dauer des Nutzungsausfalls sollte jedoch besser von einem Sachverständigen ermittelt werden. Oder Sie lassen sich im Fall der Reparatur die Dauer von Ihrer Werkstatt bestätigen. Die Höhe der Tagessätze des Nutzungsausfalls errechnet sich nach Fahrzeugmodell und zuweilen dem Alter.

Ihnen steht außerdem noch eine Kostenpauschale zu.

Die sog. "Verbringungskosten" muss die Versicherung ebenfalls tragen. An dieser Stelle sparen viele Versicherungen. Es sind die (fiktiven) Kosten einer Werkstatt, das Fahrzeug z. B. zum Lackierer zu "verbringen", weil heutzutage die Werkstätten kaum noch eigene Lackiereien betreiben.

Da die gegnerische Haftpflichtversicherung im Fall der 100 %-igen Eintrittspflicht auch die Kosten eines Rechtsanwalts zu tragen hat, empfehle ich Ihnen den Gang zum Rechtsanwalt. Hierfür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Die Entfernung spielt hierbei keine Rolle.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung; mittels Rückfragefunktion in diesem Forum oder Sie entnehmen meine Daten dieser Seite.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Hilfe geben.

Mit freundlichen Grüßen

Brudermann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2007 | 20:13

was ist, wenn ich das Auto nur lackieren möchte, die Restarbeiten selbst übernehme. Wenn ich also nur lackieren lasse, ohne Teile auszutauschen, kann die Versicherung das restliche Geld zurückverlangen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2007 | 08:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben als Geschädigter grundsätzlich das Recht, fiktiv abzurechnen. D. h. Ihnen obliegt die Entscheidung, ob Sie reparieren lassen oder sich den Schaden auszahlen lassen. Mit dem Geld gemäß der ermittelten Schadenhöhe können Sie also frei verfügen. Sie können z. B. gar nicht reparieren und von dem Geld in den Urlaub fahren. Oder Sie lassen teilreparieren und behalten den Rest für etwas anderes. Für die Teilreparatur können Sie die Mehrwertsteuer geltend machen, wenn Sie diese mittels Rechnung nachweisen.

Es gibt bei der Schadensabwicklung viele zu beachtende "Kleinigkeiten", die hier nicht vollumfänglich aufgezählt werden können, weil sie u. a. von Fall zu Fall unterschiedlich sind.

Sie haben die Alternative, selbst mit der Versicherung abzurechnen. Für diesen Aufwand erhalten Sie allerdings keinerlei Entschädigung. Bezahlen muss eine Haftpflichtversicherung nur den Rechtsanwalt, soweit er tätig wird.

Aus diesen Gründen empfehlen wir im Fall eines Verkehrsunfalls (gleichgültig wie hoch der Schaden ist) immer den Gang zum Anwalt.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Brudermann
Rechtsanwalt

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