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Kostenverteilung beim Baumfällen


| 01.12.2009 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Wir beabsichtigen einen Baum auf unserem Grundstück fällen zu lassen. Der Baum steht direkt an der Grundstücksgrenze aber noch auf unserer Seite. Gibt es eine rechtliche Grundlage der Kostenteilung mit dem Nachbarn, z.B. Baumfällen ist unser Thema, für das Entfernen der Wurzeln ist jeder selber zuständig. Hintergrund, durch die Wurzeln des Baumes sind sowohl bei uns als auch beim Nachbarn die Pflastersteine der Auffahrt angehoben worden.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


eine rechtliche Grundlage gibt es; leider wird diese aber nicht in Ihrem Sinne sein. Denn die Kosten werden Sie als Grundstückseigentümer und damit Eigentümer des Baumes allein zu tragen haben.

Dieses ergibt sich aus § 1004 BGB, da aufgrund des Wurzelwuchses Sie als Störer anzusehen sind und damit die Unterlassung - und die notwendigen Kosten für die Umsetzung dieses Unterlassungsanspruches - durchzuführen haben. Durch diese Wurzeln wurde das Eigentum des Nachbarn beschädigt; daher haben Sie auch alle notwendigen Kosten für die Beseitigung zu tragen (BGH, Urteil vom 02.12.1988, Az.:V ZR 26/88).

Denn anch Ihrer bisherigen Sachverhaltsdarstellung ist auch kein grund erkennbar, warum der Nachbar diese ursprüngliche Störung zu dulden hätte, so dass ich eine solche Duldung derzeit ausschließe. Dann aber bleibt die Kostentragungspflicht allein bei Ihnen infolge der Störereigenschaft.

Dieses gilt aber nur, soweit durch den Wurzelwuchs die Pflasterung beschädigt (angehoben) worden ist. Andere, davon unabhängige Beschädigungen der Pflasterung (z.b. Absacken durch Befahren, Frost, etc) sind davon ausgenommen, was dann aber genau vorab festgestellt werden muss.

Eine Einigung mit dem Nachbarn, um eben dieses alles auszuschließen, wäre also ratsam.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Bewertung des Fragestellers 03.12.2009 | 17:58


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