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Kostenverteilung WEG

12.08.2016 20:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


In unserer WEG wurde auf Eigentümer-Versammlungen beschlossen, das die Kosten für den Austausch und Reparatur von Fenstern vom jeweiligen Eigentümer zu tragen sind, da hinsichtlich der finanziellen Mittel in der WEG kein
Spielraum war. Über lange Zeit hin funktionierte dieses Arrangement.
Nach einem Eigentümerwechsel einer Wohnung bestand der neue Eigentümer
darauf, das ein defektes Fenster Gemeinschaftseigentum sei und von der WEG
bezahlt werden müsse. Was dann auch geschah.
Da mittlerweile in der WEG, bestehend aus 23 Eigentümern, inzwischen mind.
die Hälfte der Fensteranlagen ausgetauscht wurden auf Kosten des jeweiligen Eigentümers, kam man dann zu der Entscheidung, das künftig die Kostenverteilung für den Austausch von Fenstern vom jeweiligen Eigentümer zu tragen seien.
Das wurde dann auch im Beisein eines Notars beurkundet.
Das ist nur die Vorgeschichte.
Während der Beurkundung kam dann ein Eigentümer auf die Idee, das man doch auch mit den vorhandenen Garagen so verfahren könnte, das Kosten, die im
Zusammenhang mit der Garage stehen (Tor z.B.) auch von dem Garageneigentümer zu zahlen seien. Da in der Vergangenheit die Garagenbesitzer ohnehin neue Garagentore und deren Instandhaltung selbst bezahlt haben, hat man dann zugestimmt aus Angst, die Fenstersache könne
platzen, da hier schon von einigen Eigentümern insges.ca. 200.000€ investiert wurden.
In der WEG befinden sich auf dem Hof Stellplätze und es befinden sich im Haus 12 Garagen.
Für die Garagen besteht je ein Miteigentumsanteil von 72/10.000, für die Wohngeld sowie eine zusätzliche Verwaltungsumlage gezahlt wird.
Für die Garage brauche ich keinen Strom (läuft über die Wohnung), kein Wasser.
Ich bezahle in diesem Jahr monatlich 17€ Umlage plus Verwaltungskosten.
Die Höhe ist variabel und richtet sich nach dem Wirtschaftsplan für das kommende Jahr.
Ich zahle also für die Garage und bekomme dafür nichts.
Die Garagenzahlungen fallen in den Umlagen-Topf für alle.
Meine Frage: Muß man das so akzeptieren.

12.08.2016 | 21:54

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrte Mandantin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Grundsätzlich werden zwar sowohl die Verwaltungskostenregelung als auch die genaue Verteilung der Miteigentumsanteile sowohl in Ihrer Teilungserklärung, als auch unter Umständen ergänzend in weiteren Beschlüssen aus den Eigentümerversammlungen geregelt worden sein.

Dennoch kann beides durchaus auch voneinander losgekoppelt geregelt werden. Bestes Beispiel hierfür sind die Fenster in Ihrer WEG. Diese sind - wie Sie korrekter Weise anmerken - gemeinschaftliches Eigentum der WEG. Dennoch war es wirksam möglich, die hierfür anfallenden Kosten auf die jeweils betroffenen Eigentümer umzuwälzen.

Was die Garagen angeht, kann ähnliches gelten, sofern Sie das durchgesetzt bekommen.
Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Regelung aber durch die Rechtsgrundlagen Ihrer WEG wirksam abgesichert und besteht - sicherlich in diskutabler Weise - auch dann fort, wenn Sie durch die Verwaltungsumlage für Ihre Garage eigentlich gar keinen Vorteil haben.
Nun mag man Ihnen entgegen halten, dass die so geschaffene zusätzliche Rücklage ja der gesamten WG und damit indirekt auch wieder Ihnen zugute kommt.

Dennoch können Sie natürlich versuchen, die Situation zu beeinflussen, indem Sie einen entsprechenden Vorschlag in der nächsten WEG Versammlung einbringen und gegebenenfalls einen Vorschlag für eine entsprechende Abstimmung machen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass Sie für die Frage, wie (reicht ein Beschluss? Ist eine Änderung der Teilungserklärung notwendig? Welche Mehrheit benötigen Sie?) Sie dies vornehmen lassen können, zuvor die Teilungserklärung überprüfen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen eine rasche Klärung der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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