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Kostenverteilung


31.08.2006 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir sind drei von vier Eigentümern, die sich in ein Anwesen mit Wohnhaus und Nebengebäuden eingekauft haben. Das Wohnhaus hat fünf Wohnungen, zwei davon gehören noch dem Eigentümer Nr. 1, von dem wir drei je eine Wohnung gekauft haben. Zu den Nebengebäuden gehört eine Scheune sowie Garagen mit darüber liegendem Lagerraum.
In der Teilungserklärung ist genau festgelegt, dass Eigentümer Nr. 1 für die Scheune und den Lagerraum samt Dach über den Garagen sämtliche Kosten alleine trägt. Sie sind sein Sondereigentum. Für die Garage kommt jeder Eigentümer selbst auf.
Für das Wohnhaus ist keine spezielle Regelung getroffen. Es heißt unter dem Punkt Gemeinschaftsordnung, dass anfallende Kosten unter den Eigentümern nach "Miteigentumsanteil zu tragen sind, sofern sie nicht durch Messeinheiten festgelegt werden können."
Wir drei Eigentümer haben lt. TE zusammen 256/698 Anteile. Eigentümer Nr. 1 hat 442/698 Anteile.
Nun haben wir einen Erdgasanschluss für unser Wohnhaus legen lassen. (Nr. 1 hat zusätzlich einen weiteren Anschluß für die Scheune legen lassen, die er ausbauen will. Diesen Anschluss zahlt er alleine.)
Nun unsere Frage: Werden die Anschlusskosten für unser Wohnhaus nun nach den 698 Anteilen berechnet, oder nach Quadratmetern Wohnfläche im Verhältnis zur Gesamtwohnfläche des Hauses? Damit käme er weitaus besser weg. Andererseits muss er dann für Anteile zahlen, die gar nicht von dem Anschluss profitieren.
In der TE steht aber nichts von Aufteilung nach Quadratmetern.

Vielen Dank für Ihre Antwort
Sehr geehrte Ratsuchenden,


nach der gesetzlichen Vorgabe des § 16 Abs. 1 und 2 WEG muss jeder Wohnungseigentümer der Gemeinschaft (unter anderem) die Kosten des gemeinschaftlichen Gebrauchs entsprechend seinem im Grundbuch eingetragenen Miteigentumsanteil tragen. Hierunter fallen sowohl die Anschlusskosten als auch die laufenden Verbrauchskosten.

Soweit aber eine wirksame Teilungserklärung oder Vereinbarung unter den Wohnungseigentümern einen hiervon abweichenden Verteilungsschlüssel vorsieht, ist nur dieser maßgeblich.

In Bezug auf die Kosten des Erdgasanschlusses für das Wohnhauses liegt nach Ihren Angaben jedoch keine vom Gesetz abweichende Regelung vor, insbesondere keine Verteilung der Kostenlast nach der Wohn- oder Nutzfläche, so dass es bei der Verteilung nach Miteigentumsanteilen bleibt. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Heizkostenverordnung, wie § 3 Satz 3 HKV klarstellt.

Lediglich in Bezug auf die später anfallenden Kosten der Heizungs- bzw. Warmwasserversorgung liegt nach Ihren Angaben eine abweichende Vereinbarung vor, nach der die Kosten verbrauchsabhängig berechnet werden sollen, sofern dann auch Verbrauchszähler eingerichtet werden (vgl. § 3 Satz 2 HKV).

Eine Änderung der Kostenverteilung ist gegebenenfalls auch durch Mehrheitsbeschluss möglich, aber nur, wenn ein solcher bereits in der Teilungserklärung oder Vereinbarung ausdrücklich zugelassen ist.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

Sollten meine Ausführungen noch Unklarheiten enthalten, nützen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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