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Kostenübernahme für manuelle Erektionshilfe bei Erektilen Dysfunktion durch die AOK


| 27.11.2017 20:54 |
Preis: 35,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Guten Tag
Seit einigen Jahren ist bei mir, durch verschiedene Kassenärzte, eine Erektile Dysfunktion diagnostiziert worden.
Dabei ist mir unter anderem auch die Verschreibung einer manuellen Erektionhilfe (Vakuumpumpe) angeboten worden.
Dies habe ich bisher abgelehnt, da die Anwendung nur Hilfe beim Geschlechtsverkehr, aber keine Heilung versprach.
Da die kassenärztlichen Möglichkeiten wohl erschöpft waren, besuchte ich einen Spezialisten am Universitätsklinikum Hamburg, auf eigene Rechnung. Mit viel umfangreicheren Diagnosemöglichkeiten als sie mir bisher zugänglich waren, wurde die alte Diagnose bestätigt und ein Behandlungsprocedere erarbeitet, welches auf Heilung ausgerichtet ist. Unter anderem wurde mir ein Privatrezept für eine manuelle Erektionhilfe ausgestellt.
Nach dem Kauf eines solchen Gerätes, habe ich die Rechnung über 235 Euro (eher unterdurchschnittlich) und das Rezept zur Erstattung an die AOK gesendet. Anbei ein Schreiben von Hand, wie es zu diesem Rezept kommt und mit dem Hinweis, daß ich wenn es nötig wäre auch ein Rezept eines Kassenarztes nachreichen würde.
Die AOK teilte mir darauf mit, daß eine Kostenübernahme nicht möglich sei und begründete diese Entscheidung wörtlich wie folgt:
"Eine Kostenerstattung kommt in Betracht, wenn die AOK PLUS die Versorgung mit Hilfsmitteln zum Versorgungszeitpunkt zu Unrecht abgelehnt hat und Ihnen dadurch Kosten für die selbstbeschaffte Leistung entstanden sind. Hieran fehlt es in Ihrem speziellen Versorgungsfall, weil Sie sich vor der Selbstbeschaffung der Vakuumpumpe nicht mit einem entsprechenden Antrag an die AOK PLUS gewandt haben."
Ein für mich komplizierter Text, der wohl darauf abzielt, mir einzureden, daß mein Anspruch erlischt, weil ich einen Fehler in der Beantragung der Leistung gemacht habe.
Ist dem so? Und wie kann ich gegebenen Falls vorgehen bzw. argumentieren um meinen Anspruch durchzusetzen.
29.11.2017 | 08:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen kein positives Feedback geben.
Ein Anspruch auf Kostenerstattung ist nur dann gegeben, wenn die Krankenkasse die Übernahme von Kosten für eine notwendige Behandlung rechtswidrig ablehnt und der Versicherte sich die Leistung daraufhin selbst beschafft. Hieran fehlt es, wenn die Krankenkasse vor Inanspruchnahme einer vom Versicherten selbst beschafften Leistung nicht mit dem entsprechenden Vorgang befasst wurde, obwohl dies möglich gewesen wäre. (Urteil des BSG vom 22.3.2005, B1 KR 3/04 R und vom 28.2.2008 Az. B 1 KR 15/07 R)

Die einzige Möglichkeit die Sie haben wäre Widerspruch gegen die Ablehnung einzulegen, sollte das nichts bringen, verbleibt nur der Klageweg. Leider sind die Erfolgsaussichten hierfür sehr gering wie oben bereits geschildert.

Das ich Ihnen kein besseres Ergebnis liefern kann, bedaure ich sehr.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2017 | 23:16

Sehr geehrte Frau Neubert,
vielen Dank für Ihre Antwort. Da Ihre Antwort einen zum Teil ähnlich komplizierten Wortlaut hat wie das Schreiben der AOK muß ich noch mal nachfragen.
Es wird mir also auf Grund eines Formfehlers bei der Beantragung der Leistung, diese womöglich zu recht gestrichen? Weil ich aus Unkenntnis die falsche Reihenfolge bei der Beantragung gewählt habe, wird mir die ansonsten übliche Kassenleistung versagt?
Mit freundlichen Grüßen,
der Nachfrager ;)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2017 | 09:59

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn man es nüchtern betrachtet, dann ja, genau so ist es.

Mit freundlichen Grüßen


V. Neubert

Bewertung des Fragestellers 09.12.2017 | 14:25


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.12.2017
4,4/5.0

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