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Kostenübernahme Zahnersatz durch Gastronomie


13.12.2007 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einer Weihnachtsfeier letzte Woche Mittwoch habe ich mir beim ersten Gang ein Stück vom Zahn durch einen kleinen Stein im Griebenschmalz abgebrochen. Diesen Schaden habe ich dem Wirt nicht gemeldet, weil ich den "Schaden" als gering eingestuft habe und die Feier nicht unterbrechen wollte. Zeugin ist meine Tischnachbarin, das Steinchen und mein Zahnstück habe ich gefunden und in meiner Handtasche verwahrt. Am Freitag erklärte mir mein Zahnarzt, dass dieser Zahn überkront werden muss. Dies wird vorraussichtlich 420 Euro kosten.
Meine Frage: kann ich den Gastronom nachträglich bitten, dies seiner Haftpflichtversicherung zu melden, um die Kosten zu übernehmen? Oder bleibe ich allein auf den Kosten sitzen?

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Einen Anspruch auf Schadensersatz gegen die Gastronomie haben Sie nur, wenn diesem eine Pflichtverletzung zu Last gelegt werden kann.

Dabei kommt es in Ihrem Fall entscheidend darauf an, ob den Betreiber der Gastronomie ein Verschulden hinsichtlich des Steins im Griebenschmalz trifft.

Wenn das Schmalz nicht aus eigener Produktion stammt, wird es dem Wirt wohl schwer zuzumuten sein, alle von ihm angebotenen Speisen auf "Gefahrenfreiheit" zu untersuchen, insbesondere wenn diese sich in geschlossenen Behältnissen befinden. Daher erachte ich in Ihrem Fall den Nachweis der Pflichtverletzung als relativ schwierig.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Ihnen ein Mitverschulden angerechnet werden könnte, da Sie den Stein unter Umständen hätten erkennen können. So erstaunlich dies anmuten mag, existiert hierzu jedoch eine entsprechende Rechtsprechung (vgl. AG Waldkrich, Urt. v. 27.01.2000, Az.: 1 C 397/99).

Sie sollten daher zunächst den Schaden beim Wirt anzeigen und nachfragen, wie das Schmalz hergestellt und verpackt wurde. Unter Umständen könnte dann eine Schadensmeldung an den Hersteller des Schmalzes als erfolgversprechender anzusehen sein.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt
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