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Kostenübernahme Grundstückspflege/Gartenarbeiten

| 08.03.2021 18:27 |
Preis: 48,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


19:45

Nachdem ich zu 50% ein nicht bebaubares Grundstück geerbt habe, werde ich von der langjährigen Besitzerin der anderen Grundstückshälfte, die das gesamte Grundstück persönlich und im Zuge von Zimmervermietungen nutzt, mit Forderungen zur hälftigen Beteiligung an den Gartenarbeiten (Rasen mähen, Heckenschneiden, Laub rechen und Gartenabfälle entsorgen) konfrontiert.
Das Grundstück grenzt ohne Einfriedung an die Wohnimmobilie der Mitbesitzerin an. Sie vermietet dort Zimmer und eine Ferienwohnung, ebenfalls ein Gartenhaus, das sich auf dem gemeinsamen Grundstück befindet.
Es besteht kein Nutzungsvertrag für meinen 50% Anteil, die kostenlose Nutzung wird von mir grundsätzlich toleriert, da ich diese aufgrund der räumlichen Entfernung nicht ausübe.
Sicherheitsrelevante Maßnahmen wie notwendige Baumfällungen und Ersatzpflanzungen wurden selbstverständlich von mir hälftig übernommen.
Meiner Auffassung nach hat die Nutzerin des Grundstücks die Instandhaltungskosten zu tragen und es besteht kein rechtlicher Anspruch auf hälftigen Ersatz. Richtig?

08.03.2021 | 19:12

Antwort

von


(54)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage, wie folgt:

Sie geben an, dass Sie beide Miteigentümer der nicht bebauten Grundstücksfläche sind; dementsprechend besteht zwischen Ihnen eine sogenannte Bruchteilsgemeinschaft. Gem. § 748 BGB ist jeder Teilhaber den anderen Teilhabern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Gegenstands sowie die Kosten der Erhaltung, der Verwaltung und einer gemeinschaftlichen Benutzung nach dem Verhältnis seines Anteils zu tragen. Zu solchen Kosten zählen insbesondere Reparatur- und Umbaumaßnahmen, aber eben auch Unterhaltungsmaßnahmen.

Dass Sie die kostenlose Nutzung Ihres Anteils dulden, spielt dabei keine Rolle.

Insofern muss ich der anderen Miteigentümerin beipflichten.

Sie sollten daher unbedingt eine Regelung festhalten, wie die Nutzung und Verwaltung des Miteigentums künftig vonstatten gehen soll; die kostenfreie Nutzung müssen Sie nicht einräumen, ggf. sollte hiefür eine Nutzungsentschädigung verlangt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage etwas näher bringen; gerne können Sie die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 08.03.2021 | 19:36

Besteht meinerseits ein Anspruch auf vorherige Absprache der Pflegemaßnahmen (Häufigkeit, Umfang, Kosten) und die Vorlage der Aufträge/Rechnungen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.03.2021 | 19:45

Guten Abend,


ja, selbstverständlich müssen SIe zu Umfang und Kosten etc. eine Einigung finden, bzw. muss eine Absprache mit Ihnen erfolgen. Gemäß § 744 Abs. 2 BGB ist jeder Teilhaber berechtigt, die zur Erhaltung des Gegenstands notwendigen Maßregeln ohne Zustimmung der anderen Teilhaber zu treffen, was bedeutet, dass bei nicht notwendigen Maßnahmen die Zustimmung erforderlich ist. Auch darüber, welche Maßnahmen ggf. von welcher Firma und zu welchen Kosten ausgeführt werden sollen, müssen Sie gemeinsam absprechen.

Beste Grüße,

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 08.03.2021 | 19:49

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5/5,0

Vielen Dank, die Antwort kam schnell und verständlich!


ANTWORT VON

(54)

Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
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RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Familienrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht