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Kostentragung innerhalb einer Eigentümergemeinschaft

| 17.05.2014 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um die Kostentragung innerhalb einer Eigentümergemeinschaft.

Hallo und guten Tag,

Zur Sache.
In unserem Haus gibt es drei Miteigentümer. Die dritte Miteigentümerin ist verstorben und ein Architekt hat das Miteigentum erworben. Da das Haus einen ziemlich verwahrlosten Zu-stand macht sind natürlich jetzt erhebliche Mittel aufzuwenden um es eingermaßen wieder in Ordnung zu bringen.Nun hat uns besagter Architekt die Pistole auf die Brust gesetzt
indem er sofort alle Reparaturen durch seine Handwerker ausführen lassen will. Meiner
Schätzung nach würden sich die Kosten auf ca. 100000 Euro summieren. Ich selbst bin seit 10 Jahren Miteigentümer und habe in jeder Eigentümversamlung eine Rücklagenbildung
gefordert wurde aber immer Überstimmt. Der verstorbenen Miteigentümerin war es egal da sie das Haus schon 60 Jahre ausgesaugt hat, und die Türkische Miteigentümerin hat nur gejammert das sie 4 Kinder hat.

Frage: Kann ich ein von mir beauftragten Handwerksbetrieb mit einem zweiten Kostenvoranschlag beauftagen? Zur ersten Eigentümerversammlung brigt er auch schon seinen Verwalter mit!

Frage: Ich war der erste Miteigentümer und im Teilungsvertrag steht das jeder Miteigentümer eine Stimme hat. Also nach Kopfteilung. Kann es sein das der neue Miteigentümer (Architekt) einen neuen Teilungsvertag mit der verstorbenen geschlossen hat? Sein Miteigentumsanteil beträgt 59,7%. Also dann würde sich jede Eigentümerversammlung erledigen, und wir wären nur die Zahlesel!

Frage: Ist es zulässig das alle Arbeiten auf einmal gemacht werden müssen oder kann dies nicht durch eine ab sofort zu bildende Rücklage Teil für Teil erledigt werden?

Frage: Muß sich der Herr Architekt an den oben genannten Gesamtkosten von ca.100000 mit 59,7% be-
teiligen, oder kann er sagen" Damit habe ich nichts zu tun ich bin erst 2013 Miteigentümer geworden!

Für die Beantwortung dieser Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
H.F.

17.05.2014 | 17:04

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die konkreten Unterlagen, insbesondere die Teilungserklärung nicht möglich ist.

Zunächst einmal wäre zu prüfen, welche Kosten für welche Arbeiten der Architekt als Wohnungseigentümer veranschlagen will. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass sie von drei Wohnungseigentümern sprechen. Wenn die Kosten ausschließlich sein Wohnungseigentum betreffen, dann kann er sich grundsätzlich hinsichtlich der Kosten gar nicht an Sie halten. Lediglich hinsichtlich der Gemeinschaftsflächen und –räume, deren Miteigentümer Sie alle sind, können die Kosten anteilig auf andere Wohnungseigentümer aufgeteilt werden.

Grundsätzlich können Sie einen von Ihnen beauftragten Handwerksbetrieb mit dem Erstellen eines Kostenvoranschlags beauftragen und darlegen, dass es günstigere Angebote gibt. Im Rahmen einer Eigentümergemeinschaft muss grundsätzlich möglichst wirtschaftlich gehandelt werden. Sein Verwalter kann ja gerne zur Versammlung kommen, er ist aber nicht der Verwalter der Eigentümergemeinschaft, soweit ich Sie richtig verstanden haben, so dass er im Hinblick auf Ihr Eigentum erst einmal nichts zu melden hat.

Dass der Architekt einen neuen Teilungsvertrag abgeschlossen hat, ist eher unwahrscheinlich, da in der ursprünglichen Teilungserklärung sicherlich eine Zustimmung aller Wohnungseigentümer festgelegt wurde, wenn die Teilungsklärung geändert werden sollte.

Wenn Arbeiten dringend sind und die Gefahr besteht, dass weiterer Schaden entsteht, dann kann es durchaus sein, dass Arbeiten unverzüglich beauftragt werden müssen. Wenn eine solche Gefahr nicht besteht, dann müssen Sie nicht auf einmal erledigt werden, können es aber. Eine Rücklagenbildung ist mit Sicherheit eine gute Idee für die Zukunft. Dann wird der einzelne Wohnungseigentümer nicht unvorhergesehen durch hohe Kosten überrumpelt.

Ob sich der Architekt beteiligen muss, hängt ebenfalls davon ab, welche Arbeiten in welchen Bereichen vorgenommen werden müssen. Betreffen die Arbeiten ausschließlich sein Eigentum, muss er grundsätzlich die Kosten dafür tragen und Sie sind vollständig entlastet.

Wie Sie sehen, können Ihre Fragen nur schwer beurteilt werden, wenn die Kenntnis Ihrer Teilungserklärung fehlt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch bei der Entscheidung hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich gegebenenfalls Unklarheiten ausräumen kann.

Ich kann Ihnen bei direkter Beauftragung meiner Person anbieten, die Teilungserklärung zu prüfen, um Ihre Fragen zu beantworten. Meine Kontaktdaten finden Sie bei Bedarf in meinem Profil.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 17.05.2014 | 21:20

In der Teilungserklärung ist kein Passus erwähnt, wie und mit
welcher Stimmenmehrheit die vorhandene Teilungserklärung aufgehoben werden kann, sie wird nicht erwähnt.
Was nun?
Für die Beantwortung meiner Frage bin ich Ihnen dankbar.
Mit Freundlichen Grüßen
F.F.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.05.2014 | 22:41

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Wenn rein gar nichts in der Teilungserklärung erwähnt ist, dann bedarf die nachträgliche Änderung der Teilungserklärung bei mehreren Wohnungseigentümern der ausdrücklichen Zustimmung und Vereinbarung aller Eigentümer. Selbst ein Mehrheitsbeschluss ist nicht ausreichend.

Nach § 25 Abs. 2 WEG hat jeder Wohnungseigentümer eine Stimme.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen, würde mich über eine positive Bewertung freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Pilarski
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 18.05.2014 | 11:20

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Schade das der Anwalt nicht um die Ecke wohnt. Ich würde Ihn zu meinem Hausjuristen machen!
Nochmals herzlichen Dank!
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Mit freundlichen Grüßen
H.F.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.05.2014
5/5,0

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