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Kostenrehnung Anwalt

03.12.2012 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben soeben einen Nachbarschaftsstreit mittels Einigung beigelegt.
Wir wurden verklagt, 4.587,22 € zu zahlen.
Hiergegen wehrten wir uns mittels Anwalt und es wurde ein von uns zu zahlender Betrag in Höhe von 1.500,- € vereinbart. (Güteverhandlung)
Unser Anwalt übergab uns mit der Klageerwiderung eine Rechnung.
Schlüssel 3100 - Ansatz 1,3 - Bezeichnung Verfahrensgebühr - Wert 4.587,22 € -
Betrag 391,30 €
Schlüssel 3104 - Ansatz 1,2 - Terminsgebühr - 361,20 €
Schlüssel 7002 - Pauschale für Post etc. - 20,- €
Gesamtabschlagsrechnung: 772,50 € netto = 919,28 € brutto
Dieser Betrag wurde sofort überwiesen.
Nach der Güteverhandlung erhielten wir noch eine Rechnung:
1003 - Ansatz 1,0 - Bezeichnung Einigungsgebühr im anhängigem gerichtlichen Verfahren -
Wert: 4.587,22 € - Betrag: 301,00 € = Brutto: 358,19 €

Ist es korrekt, dass wir sowohl eine Verfahrensgebühr als auch eine Einigungsgebühr zahlen müssen? Zusammen 1.277,47 € bei einer Einigunssumme von 1.500,- €?
Wieviel erhalten wir vom Gegner zurück?
Besten Dank für eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:




Frage 1:
"Ist es korrekt, dass wir sowohl eine Verfahrensgebühr als auch eine Einigungsgebühr zahlen müssen? Zusammen 1.277,47 € bei einer Einigunssumme von 1.500,- €?"



Das ist soweit korrekt und nicht zu beanstanden.


Die Verfahrensgebühr entsteht mit der Beauftragung des Anwalts zur Führung des Prozesses. Mit einem Wert von 1,3 ist die Gebühr auch angemessen.


Die Einigungsgebühr entsteht für die Mitwirkung bei Abschluss eines Vertrages, durch den der Streit oder die Ungewissheit zwischen den Parteien über ein Rechtsverhältnis beseitigt wird. Da Sie auf insgesamt 4587,22 € verklagt wurden, Ihr Anwalt in der Güteverhandlung einen Vergleich über 1500 € erzielte, hat er sich diese Gebühr ebenfalls zu Recht verdient. Der Ansatz von 1,0 ist insoweit ebenfalls nicht zu beanstanden.


Im gerichtlichen Verfahren darf der Rechtsanwalt auch keine geringeren Gebühren berechnen. Die unterste Grenze ist durch das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) vorgegeben. Daran hat sich Ihr Anwalt hier auch orientiert.






Frage 2:
"Wieviel erhalten wir vom Gegner zurück?"



Es stellt sich vorliegend eher die Frage, ob Sie überhaupt etwas von dem Gegner zurück erhalten. Maßgeblich dafür ist der in der Güteverhandlung abgeschlossene Vergleich.


Dieser ordnet entweder eine quotenmäßige Aufteilung der Kosten an oder es steht dort " die Kosten werden gegeneinander aufgehoben".

Letzters ist der Regelfall und bedeutet, dass jeder trägt seine eigenen Kosten trägt, also vereinfacht: Der Kläger zahlt seinen Anwalt, Sie zahlen Ihren.

Bei Unklarheiten über die Kostentragungsklausel fragen Sie am besten den Kollegen, der den Vergleich für Sie abgeschlossen hat, was konkret im Vergleich zu den Kosten vereinbart wurde.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt


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