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Kostenpflichtiger Einsatz eines Servicetechnikers in der Garantiezeit

07.08.2020 12:32 |
Preis: 34,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


14:36

Unsere in der Garantiephase betriebene Heizungsanlage von Buderus zeigt nach dem Einschalten im Display die folgende Fehlermeldung an:
„A32/1010 Es liegt eine Störung innerhalb der Heizungsanlage vor. Bitte informieren Sie Ihre Heizungsfirma".
Die Anlage schaltet nach Auftreten des Fehlers selbsttätig ab, um ca. 30 Sekunden später neu zu starten. Teilweise kommt die Anlage dann in den Betrieb, anderenfalls erscheint die Fehlermeldung und ein weiterer Neustart findet statt.
Aufgrund dieser Fehlermeldung habe ich zunächst mit der Heizungsfirma gesprochen. Diese konnte den Fehlercode nicht interpretieren und verwies mich aufgrund der laufenden Garantie an den Buderus-Werkskundendienst. Dorthin habe ich telefonisch die Fehlermeldung und das Verhalten übermittelt, der Besuch eines Service-Mitarbeiters wurde vereinbart, da auch die Störungsannahme das Verhalten nicht erklären konnte.
Der Service-Mitarbeiter hat die Therme geprüft und festgestellt, dass kein Fehler vorliegt, da die Anlage ja früher oder später in den Normalbetrieb geht. Er hat es mir erklärt, dass die in der Anlage vorhandenen Komponenten nicht richtig aufeinander abgestimmt sind. Der Fehler wird gemeldet, wenn ein Teil der Anlage den regulären Betriebszustand nicht schnell genug an die Therme meldet.
Nun habe ich eine Rechnung über ca. 200€ für den Serviceeinsatz erhalten. Begründung der Fa. Buderus: Es ist kein Fehler in der Anlage vorhanden (läuft ja irgendwann) und das Aus- und Wiedereinschalten einer Heizungsanlage ist nicht vorgesehen. (Obwohl ein Ein- Ausschalter vorhanden ist)
Unstrittig in dieser Sache sind die Rahmenbedingungen:
1. Anlage wurde mit Buderus-Komponenten entsprechend den Empfehlungen aufgebaut.
2. Anlage befindet sich in der Garantiephase
3. Fehlermeldung tritt nach dem Einschalten auf.
Auszug aus den Buderus-Garantiebedingungen: „…Kostenlose Behebung der Mängel, die innerhalb der Garantiezeit nachweislich auf Material- und Fertigungsfehler zurückzuführen sind." Ist damit das oben geschilderte Verhalten damit abgedeckt? Wenn in den Bedingungen eine kostenlose Behebung des Fehlers erwähnt wird, muss ich dann auf die Beseitigung des geschilderten Fehlers bestehen?

07.08.2020 | 13:37

Antwort

von


(310)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Im Ergebnis würde ich hier einen Mangel bejahen. Eine Sache ist u.a. frei von Sachmängeln,

- wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst
- wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.

Nun scheint es so zu sein, dass die Heizung sich zwar im Ergebnis für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, da sie ja "irgendwann" heizt. Allerdings weist sie nicht die Beschaffenheit auf, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann. Es ist ja nicht der Normalfall, dass es zu mindestens einem Neustart kommt, bevor die Funktionsfähigkeit gegeben ist. Hinzu kommt die Aussage des Service-Mitarbeiters, der erklärt hat, dass die in der Anlage vorhandenen Komponenten nicht richtig aufeinander abgestimmt sind. Dies würde ich als "Fertigungsfehler" im Sinne der Garantieerklärung werten.

Ich kann also nicht dazu raten, die Rechnung zu begleichen, da Sie hier einen Anspruch auf kostenlose Mangelbeseitigung haben dürften.

Hinzu kommt übrigens, dass sich Ihr Verkäufer nicht einfach seiner gesetzlichen Gewährleistungspflicht (wenn der Fehler noch innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist ereignet haben sollte) durch einen Hinweis auf die Garantie entziehen kann. Hier könnte sich ggf. ein Erstattungsanspruch gegen den Verkäufer ergeben, falls Sie sich mit dem Hersteller nicht einigen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Marie-Juchacz-Str. 17
40470 Düsseldorf

Fon: 0211 / 911 872 43
Fax: 0211 / 911 872 44

www.ra-mauritz.de


Rückfrage vom Fragesteller 07.08.2020 | 14:28

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich habe die Rechnung bereits beanstandet (Argumentation wie in meiner Fragestellung an Sie). Die Fa. Buderus besteht allerdings weiterhin auf Rechnungsausgleich. Wenn ich nicht zahle, wird vermutlich kostenpflichtig gemahnt und dann ggf. ein Inkassobüro oder ein Zahlungsbefehl aktiviert.
Zu welchem Zeitpunkt beauftrage ich einen Anwalt mit der Übernahme der Sache am besten?
Viele Grüße,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.08.2020 | 14:36

Sehr geehrter Fragesteller,

da die außergerichtlichen Kosten einer Rechtsanwältin / eines Rechtsanwalts , so sie / er denn nach RVG abrechnet, immer gleich hoch sind (bei diesem Streitwert 81,43 € brutto), würde ich schon jetzt erwägen, anwaltliche Hilfe hinzuzuziehen, bevor weitere Kosten der Gegenseite hinzukommen, über die man sich dann auch noch streitet. Das Verhaltens des Herstellers könnte durchaus als vertragliche Nebenpflichtverletzung im Sinne von 280 BGB zu werten sein, so dass Sie ggf. einen Anspruch darauf haben, dass Ihnen Ihre eigenen Rechtsanwaltskosten ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Marie-Juchacz-Str. 17
40470 Düsseldorf

Fon: 0211 / 911 872 43
Fax: 0211 / 911 872 44

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