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Kostenfrage, Verhältnismäßigkeit der Mittel in WEG für Fehlverhalten von Handwerker


30.10.2007 17:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Guten Tag,

nach dem Umbau unseres Badezimmers in einer WEG-Wohnung vor 4 Monaten hat der Klempner vergessen, die Heizung im Keller wieder in Betrieb zu nehmen. Dadurch waren die Badezimmerheizungen in den Wohnungen jedes Stockwerks nicht nutzbar, was vor rund 10 Tagen aufgefallen ist (Hausverwaltung und Beirat wurden dann informiert). Alle anderen Heizungen in den einzelnen Wohnungen funktionieren. Leider ist die Inbetriebnahme der Heizung seit Kenntnisnahme des Zustands nicht möglich, da man dazu ein Kellerabteil betreten muss, dessen Eigentümer noch knapp eine Woche im Urlaub ist.

Die Hausverwaltung und/oder Beirat haben sich nun dazu entschlossen, dieses Kellerabteil aufbrechen zu lassen. Die Kosten sollen zunächst wir als verursachende Eigentümer tragen, was ich bisher mit der Begründung abgelehnt habe, dass ein Aufbrechen nicht verhältnismäßig sei, da keine Gefahr in Verzug.

Wie ist hier die Rechtslage?

Danke und Gruss,
Sehr geehrter Fragesteller,

man wird wohl angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit schon davon ausgehen müssen, dass die Inbetriebnahme erforderlich ist, um angemessene Temperaturen zu erreichen und um Frostschäden zu vermeiden. Dies ist jedoch eine Sachfrage, die angesichts der Umstände des Einzelfalls (Wie warm sind die Räume ohne Heizung? Welcher Bewohner legt Wert auf die sofortige Inbetriebnahme?) zu beantworten ist.

Grundsätzlich ist es zutreffend, dass der Veranlasser einer dringenden Maßnahme die Kosten dafür zu tragen hat.
Sie sollten jedoch nachprüfen, ob in der Teilungserklärung oder der Hausordnung geregelt ist, dass diejenigen Eigentümer, in deren Keller sich Einrichtungen befinden, die andere Eigentümer oder die Gemeinschaft betreffen, dafür sorgen müssen, dass im Falle längerer Abwesenheit der Zutritt erlangt werden kann (z.B. durch Hinterlegung eines Zweitschlüssels). Dann wäre der Eigentümer des fraglichen Kellers, dessen Tür aufgebrochen werden soll, für die Kosten haftbar.

Letztendlich wird man aber wohl den Handwerker für die Kosten in Regress nehmen können, wenn ihm ein Versäumnis anzulasten ist, welches einen Schaden verursacht hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de

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