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Kosten und Gebühren im Erbfall

| 24.07.2010 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:21
Ich habe die Hälfte von 13.000 Euro, also 6500 Euro von meinem Onkel geerbt. Die andere Hälfte ging an einen weiteren Berechtigten im Ausland. In dieser Sache hat das Nachlassgericht einen RA bestellt, um die Erben ausfindig zu machen und das Erbe zu regeln. Da es auch eine Vorverstorbene gab, wurde der RA auch in dieser Sache bestellt (Abwesenheitspfleger). Vom RA wurde ich erstmals vom Erbe in Kenntnis gesetzt. Dieser legt nun eine Vollmacht für die Nachlasssache (Onkel) nach RVG, sowie eine Pauschale für die Kosten als Abwesenheitspfleger vor (500 Euro), sowie für eine Erbenermittlungsfirma (900 Euro) zur Unterschrift vor. Außerdem weist er auf die Erbschaftssteuer hin und teilt mit, dass nach Abzug aller Kosten mir ein Erbe von "etwa" 3400 Euro verbleibt. Muss ich diese Schriftstücke unterschreiben und fallen dann tats. noch weitere Kosten von immerhin 1700 Euro an? Insgesamt wären das ja 3100 Euro Kosten, also fast 50% des Teil-Erbes? Wird der RA nicht von der Landeskasse bezahlt und das Gericht teilt mir dann seine Kosten mit? Steuern fallen doch garnicht an und der Erbschein kostet doch auch nicht soviel?
24.07.2010 | 14:19

Antwort

von


(414)
Kurfürstendamm 167-168
10707 Berlin
Tel: 030 577 057 75
Web: http://www.kanzlei-grueneberg.de
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Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung und unter Berücksichtigung Ihres Ansatzes wie folgt beantworten:

Zur Nachlasspflegschaft:

Der Nachlasspfleger nach § 1960 BGB wird im Interesse der Erben angeordnet und ist auf die Ermittlung der unbekannten Erben und die Sicherung und Erhaltung des Nachlasses bis zur Annahme der Erbschaft gerichtet, soweit diese nicht vom Nachlassgericht auf eine Einzelaufgabe beschränkt wird.
Dieser wird während des Verfahrens vom Nachlassgesricht beaufsichtigt.
Schuldner der Vergütung des Nachlasspflegers ist der Erbe. Eine Zahlung dieser Vergütung durch die Staatskasse käme nur bei mittellosem Nachlass in Betracht, was vorliegend nicht der Fall ist.

Aber: Sie müssen die vorgelgte Abrechnung nicht zustimmen. Sie können Antrag auf Festsetzung der Vergütung beim Gericht stellen. Das Gericht entscheidet grds. nach Zeitaufwand des Pflegers. Die Aufwendungen des Pflegers sind auch zu erstatten.

Bezüglich der Erbschaftssteuer kann ich Ihnen mitteilen, dass Nichten und Neffen grundsätzlich ein Freibetrag iHv 20.000 € gewährt wird. Danach beträge den Steuersatz 30%. (§§ 16,19 ErbStG ). Das Gesetz sieht auch Steuerbefreiungen vor. Ohne nähere Kenntnisse der Erbmasse kann ich keine abschließende Aussage machen.
Der Pfleger war übrigens nach § 31 Abs. 6 ErbStG zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.07.2010 | 17:06

Erst einmal herzlichen Dank für die bisherige Antwort.

Was mir immer noch nicht klar ist, für was zahle ich dann die restlichen 1700 Euro und wie wird diese berechnet? Erbschaftssteuer fällt ja wegen dem Freibetrag offensichtlich nicht an, das können also nur noch Kosten nach dem RVG sein, oder?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.07.2010 | 17:21

Ich schlage vor, Sie kontaktieren den Kollegen und bitten um eine Klärung der Lage. Er muss ohnehin dem Gericht eine nachvollziehbare Abrechnung vorlegen.

Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass ich ohne Sichtung der Unterlagen kaum schätzen kann, wofür die 1700€ in Rechnung gestellt wurden.

Falls Sie sich eine Vertretung zwecks Überprüfung der Forderung wünschen, können Sie mir per E-Mail kontaktieren. Ich lasse dann Ihnen ein Angebot zukommen. Diese Beratungsgebühr werde ich dann selbstverständlich anrechnen.

Bewertung des Fragestellers 24.07.2010 | 18:28

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"Die Antwort war zum Teil ausweichend, ich hatte den Eindruck, dass der befragte RA seinen Kollegen nicht kritisieren wollte. Die Angemessenheit der Kosten blieb völlig offen. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.07.2010
3,2/5,0

Die Antwort war zum Teil ausweichend, ich hatte den Eindruck, dass der befragte RA seinen Kollegen nicht kritisieren wollte. Die Angemessenheit der Kosten blieb völlig offen.


ANTWORT VON

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