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Kosten gerichtliches Mahnverfahren

21.06.2008 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller


Hallo,

ich habe einen Kunden der mich einmal für die Renovierung seiner Wohnung beauftragt hat und zum anderen im Namen der Eigentümergemeinschaft für die Treppenhausrenovierung

Betrag der Schlussrechnung für die Wohnung: EUR 2109,50,-
Betrag der Schlussrechnung für das Treppenhaus: EUR 2568,19,-

Beide Rechnungen sind bereits seit 2 Monaten im Rückstand.

Was würde mich nun das gerichtliche Mahnverfahren inkl. der Anwaltsaufwendungen kosten, welches sicherlich wie folgt aussehen wird:

Mahnbescheid => Widerspruch
Klage
Gerichtsverhandlung

Der Schuldner wohnt 1,5 Autostunden von meinem Rechtsanwalt entfernt. Hier würden dann sicherlich auch noch Fahrt- und Abwesenheitskosten meines Anwalts hinzu kommen.

Über eine grobe Auflistung aller möglichen anfallenden Kosten wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Ihre Forderung gegen den Schuldner beträgt 4677,69 EUR.

1. Rechtsanwaltsgebühren des Mahnverfahrens bei Widerspruch des Schuldners nach Mahnbescheid

1,0 Verfahrensgebühr Nr. 3305 VV 301,00 EUR
Post-und Telekommunikationspauschale Nr.7002 VV 20,00 EUR
Zwischensumme 321,00 EUR
19 % Umsatzsteuer, Nr.7008 VV 60,99 EUR
Gesamt also 381,99 EUR

Gerichtsgebühren für das Mahnverfahren fallen in Höhe von 60,50 EUR an.


2. Rechtsanwaltsgebühren nach Widerspruch und Durchführung des streitigen Verfahrens

1,3 Verfahrensgebühr Nr.3100 VV 391,30 EUR
Abzügl. 1,0 Verfahrensgebühr Nr.3305 VV -301,00 EUR
1,2 Terminsgebühr Nr.3104 VV 361,20 EUR
Post- und Telekommunikationspauschale Nr.7002 VV 20,00 EUR
Zwischensumme 471,50 EUR
19 % Umsatzsteuer Nr.7008 VV 89,58 EUR
Gesamt also 561,08 EUR


Gerichtsgebühren für das streitige Verfahren fallen zusätzlich in Höhe von 302,50 EUR (363- 60,50) an.

Wenn es zu einem gerichtlichen Vergleich kommt, erhält Ihr Anwalt noch eine 1,0 Einigungsgebühr Nr.1003 VV.
Darüberhinaus erhält der Anwalt eventuell pro gefahrenen Kilometer 0,30 EUR zuzüglich Umsatzsteuer und eventuell Tage und Abwesenheitsgelder in Höhe von 20/35/60 EUR zuzüglich Umsatzsteuer.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin




Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2008 | 17:59

es handelt sich aber um zwei verschiedene auftraggeber!

einmal um den Auftraggeber(Privatperson) für die wohnung und einmal um den auftraggeber (eigentümergemeinschaft)!

müssen hier nicht zwei verschiedene verfahren angestrebt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2008 | 18:15

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich gern.

Ich bin davon ausgegangen, dass es sich hier um denselben Auftraggeber handelt.

Wenn es sich tatsächlich um zwei Schuldner handelt, dann müssen auch zwei Verfahren angestrebt werden.

Bei der Forderung in Höhe von 2109,50 EUR fallen Anwaltsgebühren in Höhe von 526,56 EUR und Gerichtsgebühren von insgesamt 243 EUR an.

Bei der Forderung in Höhe von 2568,19 EUR fallen Anwaltsgebühren in Höhe von 609,88 EUR und Gerichtsgebührenn in Höhe von 267 EUR.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage beantworten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin

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