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Kosten für die Bestattung meines Erzeugers

| 30.01.2013 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Hallo :-)

Mein Erzeuger ist am 07.10.2012 verstorben.
Herr XXXX, mein Bruder, hat zusammen mit meiner Schwester die Bestattung in Auftrag gegeben.
Ich habe die Erbschaft ausgeschlagen jedoch mein Bruder, Herr XXXX, hat sie angenommen (er hat den Erbschein beantragt, zu dem Zeitpunkt (November' 12), als ich das Erbe ausgeschlagen habe).
Nun verlangt er bzw sein Anwalt, dass ich zu 1/3 die Kosten tragen soll (544,00 €) womit ich nicht einverstanden bin, da der Erbe die Kosten zu tragen hat.
Das Erbe umfasst unter anderem einen Wohnbungalow, ein PKW und diverse andere Dinge.
Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber ich denke, sämtliche Kosten, die mit dem Ableben meines Erzeugers zu tun haben, müssen aus der Erbmasse bezahlt werden, oder ?
Es wäre nett, wenn Sie mir sagen könnten, ob ich das bezahlen muss und wenn nicht, wie ich mich weiter verhalten soll.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben recht, dass der Erbe die Kosten der Beerdigung trägt, § 1968 BGB.

Ausgleichsanprüche bestehen in diesem Fall nur dann, wenn mehrere Erben vorhanden sind. Dann kann der Erbe, der die Kosten der Beerdigung übernommen hat, einen Anteil entsprechend der Erbanteile von den anderen Miterben verlangen.

Ansprüche gegen den Ausschlagenden kommen nur dann in Betracht, wenn gar kein Erbe vorhanden ist. Dies ist nach Ihrer Schilderung nicht der Fall. § 1615 II BGB greift nicht, soweit die Bezahlung der Beerdigungskosten vom Erben zu erlangen ist. Auch die öffentlich-rechtlichen Bestattungsvorschriften sehen keine Zahlung des Ausschlagenden an den Erben vor.

Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn Sie sich gegenüber den jetzigen Erben dazu verpflichtet hätten, einen Anteil der Kosten zu bezahlen. Eine derartige Vereinbarung -die allerdings der Anspruchsteller beweisen müsste- hätte auch nach der Erbausschlagung noch Gültigkeit.

Nach Ihrer Schilderung sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Dies können Sie dem Gegenanwalt mitteilen. Zur "Waffengleichheit" sollten Sie ggf. auch einen Anwalt beauftragen, zumindest dann, wenn gerichtliche Schritte gegen Sie eingeleitet werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.01.2013 | 16:21

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