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Kosten für den Vermächtnisnehmer

28.06.2014 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Der Vermächtnisnehmer soll einen bestimmten Prozentsatz vom Geldvermögen erhalten.Nach inzwischen eineinhalb Jahren ist das Vermächtnis noch nicht erüllt. Begründung des Erben: es müssen erst noch Grundstücke aus dem Erbe verkauft werden. Die Kosten des Verkaufs müssen erst aus dem Geldvermögen beglichen werden. Der Prozentsatz werde erst danach vom verbleibenden Barvermögen berechnet. Ist das rechtens? Falls nicht, was sollte man unternehmen ? Im Testament ist formuliert ..."mein im Zeitpunkt meines Todes vorhanden
Guthaben,... erhalten nach Wegfertigung der von mir herrührenden Nachlaßverbindlichkeiten..."
Gehören o.g. Kosten zu den Nachlaßverbindlichkeiten?
"das angeordnete Vermächtnis ist unverzüglich nach meinem Tod zu erfüllen".

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Problematisch ist bereits, on die Grundstücke zur Berechnung des Vermächtnis herangezogen werden dürfen, da von Guthaben die Rede ist. Ausschlaggebend kann nur der Wille des Erblassers sein. Sind die Grundstücke zur Berechnung des Vermächnis mit einzubeziehen und müssen die Erben aufgrund des Testaments die Grundstücke veräusern, so gehören die Kosten zu den Nachlassverbindlichkeitem. Ansonsten nicht. Sie sollten hier zuächst das Testament prüfen, ob hier die Grundstücke als Berechnungsgrundlage für Ihr Vermächnis mit einbezogen wurden und anschließend eine Rechenschaft für die Berechnung des Vermächnis fordern. Anschließend sollten Sie die Erfüklung des Vermächtnis fordern.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 28.06.2014 | 15:23

Zunächst Danke für Ihre Antwort.
Die Grundstücke gehören nicht zum Vermächtnis. Die Grundstücke müssen wohl unter den Erben aufgeteilt bzw. verkauft werden, um den Erlös untereinander aufzuteilen. Es geht nur um Bar-Vermögen und Bankkonten, Versicherungen zum Zeitpunkt des Todes. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist also unter diesen Bedingungen der vom Erben angegebene Grund für die noch nicht erfolgte Auszahlung nicht relevant ?
Schon jetzt Danke für Ihre nochmalige Antwort.

Rückfrage vom Fragesteller 28.06.2014 | 15:26

Zunächst Danke für Ihre Antwort.
Die Grundstücke gehören nicht zum Vermächtnis. Die Grundstücke müssen wohl unter den Erben aufgeteilt bzw. verkauft werden, um den Erlös untereinander aufzuteilen. Es geht nur um Bar-Vermögen und Bankkonten, Versicherungen zum Zeitpunkt des Todes. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist also unter diesen Bedingungen der vom Erben angegebene Grund für die noch nicht erfolgte Auszahlung nicht relevant ?
Schon jetzt Danke für Ihre nochmalige Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.06.2014 | 19:39

In diesem Fall ist der Verkauf irrelevant. Sie sollten direkt das Vermächtnis einfordern.

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