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Kosten für Steuer- und Sozialversicherungbeiträge bei Scheinselbständigkeit

10.03.2012 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich bin seit 27 Jahren freiberuflich für ein einziges Unternehmen tätig und jetzt 59 Jahre alt. Ich habe Nachrichtentechnik gelernt, dann studiert und habe zunächst in der Hardware-Entwicklung, später immer mehr Softwareentwicklung durchgeführt.
Von der Umsatzsteuer konnte ich etwa 10% für Fahrzeug, Telefon etc. absetzen.
Die Firma ist nun verkauft worden, meine Position dadurch sehr zweifelhaft geworden. Ich denke über eine Klage auf Festeinstellung nach. Mit welchen Kosten für Steuer- und Sozialversicherungbeiträge müsste ich rechnen? Mein Jahreseinkommen betrug in den letzten 10 Jahren bis zu 80.000 €

Sehr geehrter Ratsuchender,


vorab: Eine genaue Höhe der auf Sie zukommenden Kosten kann nicht benannt werden, da dazu die Sachverhaltsdarstellung nicht ausreicht.


Bei der Feststellung der Scheinselbständigkeit hätte Sie die Möglichkeit vom Arbeitgeber den Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung zu verlangen; dieser Anspruch unterliegt aber der Verjährungseinrede, kann also nur drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden.

Der Arbeitgeber hätte dabei sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge zu übernehmen.

Hinsichtlich der Arbeitnehmeranteile darf der Arbeitgeber dann aber eine Verrechnung für drei Monate vornehmen, da Sie dann ja als Arbeitnehmer weiter tätig werden.

Die Höhe der Sozialversicherungsabgabenwerden ganz grob geschätzt bei 1.000 € pro Monat liegenb, insgesamt also bei 3.000 € - aber das ist wirklich nur eine Grobschätzung, da Familienstand, Kinder etc eine Rolle spielen.


Bezüglich der nachzuzahlenden Lohnsteuer (die für die vergangenen vier Jahre bis zu 80.000 € betragen könnte, was wiederum von weiteren Einzelfaktoren abhängig ist, wie Kinder, Steuerklasse etc), haften Sie und der Arbeitgeber als Gesamtschuldner, so dass ein Ausgleichsanspruch des Vorleistende (der, der also zahlt) besteht.


Zu beachten ist für Sie aber auch noch folgendes:


Der Arbeitgeber kann an Sie ggfs. gezahlte Mehrwertsteuerbeträge auf Honorare/Rechnungen zurückfordern.

Das Finanzamt kann Vorsteuer, die Sie geltend gemacht haben, zurückfordern.


Sie sehen also, dass wirklich anhand aller konkreten Zahlen eine genaue Aufstellung zu erfolgen hat, um ansatzweise das Kostenvolumen berechnen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2012 | 18:15

Danke zunächst, jetzt ist einiges klarer.

Was ich nicht verstanden habe:
Die Umsatzsteuer habe ich doch bereits ans Finanzamt abgeführt. Wieso sollte der Arbeitgeber diese zurückverlangen können?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2012 | 20:10

Sehr geehrter Ratsuchender,


da Sie dann nicht berechtigt gewesen sind, die Umsatzsteuer auszuweisen, besteht dieser Rückforderungsanspruch des Arbeitgebers.

Diese Umstazsteuer wurde dann zu unrecht ausgewiesen, da es keine umsatzsteuerliche Unternehmenseigenschaft gegegeben hat.

Der Arbeitsgeber seinerseits hatte ja zu Unrecht Vorsteuer geltend gemacht, die er an das Finanzamt zurückzahlen muss - und um diesen Rückzahlungsanspruch auszugleichet, hat er dann Ihnen gegenüber seinerseits einen Rückzahlungsanspruch.


Wir können insoweit und auch wegen sicherlich noch anderer zu klärenden Fragen am Montag gerne miteinander telefonieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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