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Kosten für Nebenkosten nach Trennung


04.01.2007 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich benötige etwas Hilfe, bzw. einen juristischen Rat in einer Angelegenheit, bezüglich einer Nachzahlung aus einem beendeten Mietvertrag.
Ich hatte mit meiner Ex-Partnerin eine gemeinsame Wohnung, wir standen beide im Mietvertrag. Im Nachhinein bekam ich von unserem damaligen Stromversorger eine Rechnung über eine Nachzahlung in nicht geringer Höhe, welche aber gerechtfertigt war. Diese Rechnung habe ich inzwischen allein bezahlt, um Mahn-oder sonstige Folgekosten zu vermeiden. Meine Ex-Freundin habe ich mehrfach aufgefordert die Hälfte dieser Rechnung zu übernehmen, leider bisher ohne Erfolg. Da ich nun leider den Eindruck habe mit "freundlichem Bitten" nicht zum Erfolg zu kommen, habe ich folgende Fragen:

1. Habe ich hierbei Möglichkeiten gerichtlich die Hälfte des Geldes einzuklagen, da wir, wie bereits gesagt, beide auch im Mietvertrag standen?

2. Sollte dies möglich sein, wie ist das in diesem Fall mit den für mich anfallenden Kosten, da ich keine Rechtsschutzversicherung habe?

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Beantwortung!
04.01.2007 | 19:15

Antwort

von


106 Bewertungen
Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Wer gemeinsam eine Wohnung anmietet, haftet gegenübr dem Vermieter als Gesamtschuldner gem. § 421 BGB. Lief auch der Vertrag mit dem Stromversorgungsunternehmen auf Ihrer beider Namen, so gilt die gesamtschuldnerischen Haftung auch für diesen und Sie können Ihre Ansprüche gegen Ihre Freundin auf Ersatz des hälftigen Anteils gem § 426 BGB geltend machen.

Wurde der Vertrag mit dem Stromlieferanten nur von Ihnen alleine abgeschlossen, besteht ebenfalls ein Anspruch gegen Ihre Freundin, dann aber über den Ausgleich im Rahmen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gem. §§ 705 ff BGB.

Der Anspruch kann am einfachsten und günstigsten über einen gerichtlichen Mahnbescheid geltend gemacht werden. Die Kosten hängen von der Höhe der Forderung ab und sind im Falle eines Obsiegens von Ihrer Ex-Freundin alleine zu tragen.

ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch


Nachfrage vom Fragesteller 07.01.2007 | 16:35

Sehr geehrte Frau Koch,

zunächst bedanke ich mich ganz herzlich für Ihre sehr interessante Beantwortung meiner Fragen, ich habe jedoch noch eine Nachfrage, welche ich bei der ersten Fragestellung vergessen hatte.
Wie sieht es in solchen Fällen mit der Verjährung aus, da der besagte Mietvertrag und dementsprechend auch der Vertrag mit dem Stromversorger bereits am 31.07.2003 endete.

Vielen Dank nochmal und freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2007 | 19:22

Sehr geehrter Fragesteller,

die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre und beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Maßgeblich ist dafür nicht die Beendigung des Mietverhältnisses sondern der Erhalt der Rechnung vom Stromversorger für die Nachzahlung. Haben Sie dese ebenfalls schon in 2003 bekommen, wäre die Forderung zum 31.12.2006 verjährt.

Wenn Sie nach der Nachzahlung allerdings noch längere Zeit mir Ihrer Ex-Freundin zusammengelebt haben, ohne den Ausgleichsanspruch bei ihr geltend zu machen, könnte die Angelegenheit allerdings auch dann anders zu beurteilen sein, wenn Sie die Rechnung für die Nachzahlung erst in 2004 oder später erhalten haben. Dann könnte man das Ganze evtl. auch als Zuwendung innerhalb der nichtehelichen Lebensgemeinschaft, also als Schenkung betrachten, so dass ein Rückforderungsanspruch ausgeschlossen wäre. Diese mögliche andere Sichtweise hat sich erst durch Ihre Nachfrage ergeben.

Mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch

ANTWORT VON

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