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Kosten für Immoblilien nach einer Trennung


10.10.2006 14:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo!

Meine (noch) Frau und ich haben 2002 zu gleichen Teilen ein gebrauchtes Reihenhaus gekauft. Dafür haben wir ein Hypothekendarlehen über 178.000 € aufgenommen. Darüber hinaus sind wir beide zu gleichen Teilen Besitzer einer vermieteten Eigentumswohnung, für deren Unterhalt pro Monat etwa 300€ anfallen.
Anfang 2004 haben wir uns getrennt. Ich blieb mit unserer damals 8jährigen Tochter in unserem Haus wohnen, wo die Tochter ein Zimmer von etwa 18qm bewohnte (von 108qm Wohnfläche). Zunächst war unsere Tochter unter der Woche bei mir, jedes 2. Wochenende bei ihrer Mutter. Damals bot mir meine Frau an, als Unterhalt für die Tochter 249 € pro Monat an mich zu zahlen sowie die Zahlung für die vermietete Wohnung zu übernehmen, wenn ich die Kosten für das Haus komplett übernehmen würde. Damit war ich einverstanden.
Nach etwa einem Jahr kam von Seiten meiner Frau der Wunsch, dass unserer Tochter auch in der Woche 2 Nächte bei ihr sein sollte. Da auch meine Tochter dies so wollte hatte ich dagegen nur geringe Einwände (vor allem, dass das Kind bei ihr kein eigenes Zimmer hat). Die nachschulische Betreuung liegt schwerpunktmäßig bei mir, auch an den Tagen, an denen unsere Tochter bei ihrer Mutter ist.
Vor 2 Wochen informierte mich meine Frau nun darüber, dass sie ab sofort die Zahlung des Unterhaltes einstellen würde, weil das Kind nun zu gleichen Teilen bei jedem von uns leben würde.
Prinzipiell kann ich diese Einstellung nachvollziehen. Allerdings wüsste ich gern, ob in der geschilderten Situation einer von uns dem anderen einen, wie auch immer gearteten, Trennungsunterhalt schuldet.
Dazu einige Einkommens- und Ausgabendaten:

Einkommen Ehemann: 2150 € netto
Finanzierung Haus 1400 €
Nebenkosten Haus 230 €
Mietwert des Hauses ca. 750 € kalt

Einkommen Ehefrau: 1800 € netto
Miete incl. Nebenkosten 500 €
Finanzierung Eigentumswohnung 300 €

Natürlich ist mir klar, dass anhand dieser Angaben keine exakte Berechnung durchgeführt werden kann. Mir wäre aber schon sehr geholfen, wenn ich eine Vorstellung davon bekäme, wie die rechtliche Lage in unserem Fall ist.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

beim Ehegattenunterhalt gibt es, anders als beim Kindesunterhalt, keine Tabellen, aus denen man die Unterhaltshöhe ablesen kann.

Die Höhe des Unterhaltsanspruchs richtet sich allgemein nach den Einkommensverhältnissen beider Ehegatten während der intakten Ehe. Jedem der Ehegatten soll letztlich ca. die Hälfte des Familieneinkommens bleiben. Vereinfacht: zählt man die Einkommen beider Ehegatten zusammen und nimmt hiervon die Hälfte, dann hat man die Summe, die dem Unterhaltsberechtigten insgesamt zum Leben bleiben soll.

In Ihrem konkreten Fall ergibt sich danach folgende - vorläufige und äußerst vereinfachte - Berechnung:

2150 € (Ihr Einkommen)
-1400 € (Hauskreditraten)
= 750 € (zugrundezulegender Restbetrag Ehemann)

1800 € (Einkommen Ehefrau)
- 300 € (Wohnungskreditraten)
=1500 € (zugrundezulegender Restbetrag Ehefrau)

1500 € (unterhaltsrelevantes Einkommen Ehefrau)
- 750 € (unterhaltsrelevantes Einkommen Ehemann)
= 750 € (Differenz der Einkommen zu Ihren Gunsten)

Ihnen steht daher derzeit voraussichtlich ein Unterhaltsanspruch gegen Ihre Ehefrau in Höhe von 3/7 (entspricht der herrschenden Rechtslage) der Unterhaltsdifferenz von 750 € zu, also 321 €.

Die Berechnung ist zwar nur überschlägig ohne Anspruch auf Richtigkeit, doch es sieht alles danach aus, das nicht Sie, sondern Ihre Ehefrau zahlen muß. Ob Ihnen die mögliche Unterhaltsforderung einen weiteren Streit Wert ist, steht selbstverständlich auf einem anderen Blatt.

Setzen Sie sich in jedem Fall mit einem spezialisierten Anwalt in Verbindung, um für die Zukunft rechtliche Nachteile zu vermeiden. Ein Anspruch auf Unterhalt für die Vergangenheit besteht grundsätzlich nicht.

Sollte weiterer Klärungsbedarf bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2006 | 16:13

Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich wüßte nur noch gerne, ob die Mietkosten bzw. der "Wohnwert" des Hauses bei dieser Berechnung prinzipiell nicht berücksichtigt werden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2006 | 16:32

Hinsichtlich des Wohnwertes des Hauses könnte Ihrer Ehefrau ein Anspruch auf Nutzungsentschädigung zustehen, welcher gesondert zu prüfen wäre. Die Höhe der Nutzungsentschädigung richtet sich dann nach dem hälftigen ortsüblichen Mietwert des Hauses. Den von Ihnen genannten Betrag als richtig unterstellt kommt man insoweit auf 375 €.

Da Sie aber wiederum die erheblichen Hauskreditraten (1400 €), welche die für die Wohnung (300 €) weit übersteigen , allein tragen, ist dieser Betrag wieder gegen null zu korrigieren. Vielmehr könnten Sie sogar verlangen, das Ihre Frau einen Teil der Hauskreditraten mitübernimmt.

Die eigenen verbrauchsabhängigen Kosten der jeweils bewohnten Wohnung - also Mietzinszahlungen u.ä. - können dagegen nicht gegeneinander vorgehalten oder sonst mindernd berücksichtigt werden und bleiben in jedem Fall außen vor.

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