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Kosten für Erstuntersuchung / Behandlungsplan (Zahnarzt)


30.11.2006 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, folgendes Problem:

Ich habe mich bei einer "konzessionierten, privaten Zahnklinik" bezüglich Einbau von Zahnimplantaten beraten lassen. Die Beratung dauerte ca. 15 Minuten; incl. 1 x röntgen und Warteraum habe ich im Gebäude der "Zahnklinik" etwa 30 Minuten verbracht.

Darauf hin wurde mir ein schriftlicher Behandlungsplan zugeschickt, den ich aufgrund der Höhe nicht annehmen konnte. Somit habe ich die Sache vergessen und beabsichtige, die Behandlung (zum halben Preis) über meinen "Stamm-Zahnarzt" durchführen zu lassen. So weit, so gut...

Heute habe ich die Rechnung der "Zahnklinik" bekommen. Für die Beratung - wie oben genannt - berechnet die Firma sage und schreibe 210 EURO. Quasi für "einmal ins Maul schauen" und ein Röntgenbild ! Dazu meine Fragen:

1. Sind solche Gebühren rechtens, wenn man davon ausgeht, dass ich weder schriftlich, noch mündlich über die "Kostenpflichtigkeit" der Beratung informiert wurde ?

2. Gehört eine solche Erstberatung nicht zur Eigenaquise, die in allen anderen (gesunden) Branchen dieser Welt für den (potenziellen) Kunden kostenlos ist ? Schliesslich stellt mir der MEDIAMARKT-Verkäufer seine Beratung- , Strom- und Mietkosten nicht in Rechnung, wenn ich bei ihm nach der Beratung NICHT gekauft habe. Und ich als Bauingenieur kassiere doch keine Gebühren für Angebote, die nicht Auftrag geworden sind...

3. Wie soll ich mich in diesem Fall verhalten ?


MfG
JK
30.11.2006 | 18:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie nicht auf die Kostenpflichtigkeit der Beratung hingewiesen wurden, so kann die Klinik nicht die Zahlung des Betrages verlangen.

Diese Erstberatung gehört zur Eigenaquise, jedoch ist das für die Beurteilung der Zahlungspflicht unerheblich.

Ich rege an, die Klinik darauf hinzuweisen, daß Sie auf die Kostenpflichtigkeit nicht aufmerksam gemacht wurden und dementsprechend die Zahlungsaufforderung als unbegründet zurückweisen. Gleichzeitig können Sie die Klinik auch auffordern, die Rechnung zu begründen.

Jedoch müßten Sie gegebenfalls beweisen, daß Sie nicht auf die Kostenpflichtigkeit hingewiesen wurden.

Ich weise darauf hin, daß die Beratung in diesem Forum technik-bedingt nur eine summarisch-oberflächliche sein kann und dementsprechend die Konsultierung eines örtlichen Kollegens Ihres Vertrauens nicht ersetzt.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber


Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2006 | 18:33

Hallo, danke für Ihre schnelle Stellungnahme.

"...jedoch müßten Sie gegebenfalls beweisen, daß Sie nicht auf die Kostenpflichtigkeit hingewiesen wurden..."

Liegt die Beweispflicht wirklich bei mir ? Wäre doch so richtig unlogisch: ich kann ja schlecht beweisen, dass ich "nichts" unterschrieben habe. Wogegen könnte der Arzt einfach beweisen, dass ich was unterschrieben hätte (falls ich´s wirklich getan hätte).
Eine mündliche Information gab es auch nicht. Hätte es sie gegeben, dann wäre es unter vier Augen gewesen (Arzt vs. Patient)- wie soll das bewiesen / oder wie Sie schreiben von mir dokumentiert - und damit abgelehnt - werden können ?

MfG
JK

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2006 | 12:42

Werter Ratsuchender,

ich fürchte, mich etwas unklar ausgedrückt zu haben.

Natürlich muß die Klinik beweisen, daß sie (die Klinik) auf die Kostenpflichtigkeit hingewiesen hat.

Der Gegenbeweis von Ihnen müßte nur geführt werden, wenn die Klinik einen entsprechenden Beweis führen kann (z.B. durch Zeugenaussage etc.). Der Sachverhalt war mir nicht bis in das letzte Detail bekannt, so daß ich auf eventuelle kritische Punkte hinwies.

Ich bedaure dieses Versehen.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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