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Kosten für Beheizung des Hauses während der Bauzeit

15.01.2017 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Wir haben unser Haus von einem Generalübernehmer bauen lassen. Nachdem wir jetzt seit bald 3 Jahren in dem Haus wohnen, haben wir jetzt eine Rechnung für die Beizung des Hauses mit einem Heizlüfter während der Bauzeit (in den Wintermonaten) bekommen. Obwohl es ein warmer Winter warm, belaufen sich die in Rechnug gestellten Stromkosten des Heizlüfters auf >2000,- €. Nach der Baubeschreibung bilden die Baugenehmigung, die anerkannten
Regeln der Bautechnik, die VOB (Teil C), die einschlägigen DIN- Vorschriften mit ihren ergänzenden Bestimmungen, die zum Zeitpunkt der Baugenehmigung gelten, die Verordnungen und Richtlinien der Behörden, diese Baubeschreibung sowie die Planung des Architekten die Grundlage der Ausführung des Bauvorhabens.Diesbezügliche habe ich folgende Fragen:

1) In der Baubeschreibung ist festgelegt, dass Bereitstellung von Baustrom und Bauwasser einschließlich Verbrauchskosten in der Leistung des Generalübernehmers inbegriffen sind. Als Bauherren-Leistung ist die Beheizung des Hauses während der Bauzeit festgelegt. Die vom Generalübernehmer in Rechnung gestellten Zeiträume, zu denen der Heizlüfter gelaufen sein soll, beinhalten nicht nur Zeiten, zu denen Arbeiten am Haus stattgefunden haben, sondern auch Samstage und Sonntage. Außerdem lief laut Rechnung der Heizlüfter nach Innen-Verputzung 10 Tage und Nächte durchgehend. Entsprechend stellt sich uns die Frage, ob wir gemäß der Baubeschreibung dafür zahlen müssen, dass der Heizlüfter lief um z.b. den Innenputz zu trocknen und damit die Handwerker es schön warm haben. Wie genau ist "Beheizung während der Bauzeit" in diesem Kontext zu verstehen? Gibt es diesbezüglich irgendwelche Vorgaben, bei welcher Temperatur geheizt werden muss, etc.? Was uns auch etwas verwundert ist die Tatsache, dass die Heizlüfter bei unseren Nachbarn trotz identischer Baubeschreibung nicht in Rechnung gestellt wurden.

2) Der in Rechnung gestellte Strom für den Heizlüfter ist derart berechnet, als ob der Heizlüfter immer auf maximaler Leistung lief. Bei meinen Besuchen auf der Baustelle lief der Heizlüfter aber zumindest 3-mal nur auf halber Leistung. Insgesamt haben wir keinen Beleg darüber bekommen, dass der Heizlüfter tatsächlich lief, auf welcher Stufe und ob er tatsächlich bei uns lief oder bei einem unserer Nachbarn (Teil eines Reihenhauses). Laut Rechnung lief der Heizlüfter z.b. auch über mehrere Wochen jeden Tag für 3 Stunden. Die Zeiten sind aber fingiert. Meine zweite Frage ist, ob ich darauf bestehen kann, einen exakten Nachweis zu bekommen, wann der Heizlüfter genau in unserem Haus und auf welcher Stufe er lief. Der Generalübernehmer wird das natürlich nicht liefern können, genausowenig können wir aber beweisen, dass der Heizlüfter nicht lief.

Für eine zeitnahe Antwort wären wir sehr dankbar.
15.01.2017 | 19:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ob die Beheizung des Hauses im jeweils konkreten Fall erforderlich gewesen ist, lässt sich so einfach nicht sagen, da dieses von den jeweiligen Arbeiten und der Außentemperatur abhängt. Eine bloße Wohlfühltemperatur für Handwerker brauchen Sie allerdings nicht zahlen.

Sie können aber die genauen Abrechnungen, sprich Zählerstande verlangen, gerade wenn Ihnen die Zeiten merkwürdig vorkommen und bei den Nachbarn anders abgerechnet worden ist. Dies dreht dann die Beweislast zu Ihren Gunsten, so dass der Bauunternehmer beweisen muss, wann und unter welcher Erforderlichkeit die Geräte benutzt worden sind.
So dass der Bauunternehmer beweisen muss, wann und unter welcher Erforderlichkeit die Geräte benutzt worden sind. Fordern Sie den Bauunternehmer daher per Einwurf Einschreiben unter Fristsetzung von zwei Wochen auf, die Nachweise beizubringen und erklären dies mit den von Ihnen genannten Abweichungen bei der Berechnungen und den unüblichen Laufzeiten der Geräte.

Sollte er diesen nicht nachkommen, brauchen Sie die Rechnung ist da ein auch nicht auszugleichen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 15.01.2017 | 20:34

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider haben Sie in Ihrer Antwort nicht aufgeführt, in welchen Fällen wir nach der Baubeschreibung für die Beheizung aufkommen müssen. Müssen wir bezahlen, wenn geheizt wird, damit der Putz oder Estrich trocknet oder das Bauwerk keinen Schaden nimmt oder ist das als bautechnische Notwendigkeit Sache des Generalübernehmers? Müssen wir bezahlen, wenn geheizt wird, damit die Bauarbeiter arbeiten können? Die Beantwortung dieser Frage ist wichtig, damit wir dem Generalübernehmer gegenüber entsprechend argumentieren können. Vielen Dank für die erneute Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.01.2017 | 20:44

Sehr geehrter Fragesteller,

nach dem Vertragstext ist der Bauherr generell für die Heizung des Rohbaus zuständig, sprich damit der Estrich trocknet oder die Wände oder auch weitere Arbeiten bei Kälte durchgeführt werden können. Alle vom Heizen unabhängigen Leistungen, wie Maschinenstrom, Licht usw. fallen in den Bereich des Unternehmers.
Dennoch muss der Unternehmer den konkreten Verbrauch nachweisen können und auch die Erforderlichkeit.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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