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Kosten eines Erstgesprächs für eine Therapie

14. November 2017 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Zusammenfassung:


Ich teilte der Therapeutin meine Entscheidung mit und erhielt daraufhin eine Zahlungsaufforderung über ein Beratungsgespräch, welche ich jedoch nicht als Beratungsgespräch empfand. Daraufhin habe ich ihr mitgeteilt, dass ich nicht zahlen werde. Muss die Therapeutin mich nicht über Kosten für diesen Termin vorher informieren? Hat eine Therapeutin nicht eine Auskunftspflicht über anfallende Kosten? Auf der Internetseite der Therapeutin wird nicht auf Kosten für ein Erstgespräch hingewiesen.

Guten Tag,

ich habe zu einer Therapeutin für Legasthenie wegen meines Kindes telefonisch Kontakt aufgenommen. Die Therapeutin nannte mir einen Termin für ein Erstgespräch, um sich gegenseitig kennenzulernen und um ihre Arbeit vorzustellen. Ich nahm den Termin zusammen mit meinem Kind für ca. 50 Minuten wahr. Sie stellte dabei ihre Arbeit vor. Der Therapieraum roch stark nach Zigarettenrauch, so dass ich mich dazu entschloß, die Therapie nicht dort durchzuführen. Mein Kind hatte auch aufgrund einer Allergie Atemprobleme in dem Raum.

Ich teilte der Therapeutin meine Entscheidung mit und erhielt daraufhin eine Zahlungsaufforderung über ein Beratungsgespräch, welche ich jedoch nicht als Beratungsgespräch empfand. Die Therapeutin hatte mir jedoch vor diesem Termin telefonisch als auch während des Termins nicht mitgeteilt, dass Sie dieses Kennenlerngespräch verechnet. Daraufhin habe ich ihr mitgeteilt, dass ich nicht zahlen werde. Nach einer Zahlungserinnerung erhielt ich nun eine Zahlungsaufforderung eines Inkassounternehmens.

Muss ich zahlen? Es gab bei diesem Termin keine Beratung und der Zigarettenrauch war eine Zumutung. Muss die Therapeutin mich nicht über Kosten für diesen Termin vorher informieren? Hat eine Therapeutin nicht eine Auskunftspflicht über anfallende Kosten? Auf der Internetseite der Therapeutin wird nicht auf Kosten für ein Erstgespräch hingewiesen. Auf einer weiteren Internetseite der Therapeutin wird sogar von einem kostenlosen Probeunterricht geschrieben. Auf allen anderen Internetseiten von Legasthenietherapeuten, die ich besucht hatte, wird stets von einem kostenlosem Erstgespräch geschrieben.

Freundliche Grüße

14. November 2017 | 20:27

Antwort

von


(896)
Robert-Perthel-Str. 45
50739 Köln
Tel: 022164009611
Web: http://www.rechtsanwalt-schwartmann.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch wenn das Gespräch lediglich dem Kennenlernen diente, so hat die Therapeutin dafür Zeit aufgewendet, die sie vergütet bekommen darf. Anders wäre es lediglich, wenn sie vor dem Termin versichert hätte, dass dieses Gespräch kostenlos sein würde. Genauso wie ein Erstgespräch bei einem Rechtsanwalt nicht kostenlos ist, auch ein Gespräch bei einer Therapeutin nicht kostenfrei und darauf muss auch vorher nicht hingewiesen werden, denn immerhin haben Sie die Arbeitsleistung der Therapeutin in Anspruch genommen. Sie hat sich und Ihre Arbeit erläutert und dies stellt bereits eine zu vergütende Tätigkeit dar.

Ich empfehle Ihnen daher, die streitige Rechnung zu begleichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 14. November 2017 | 21:09

Guten Abend Herr Schwartmann,

vielen Dank für Ihre Antwort und Empfehlung.
Beim Rechtsanwalt oder beim Zahnarzt gibt es auch eine Gebührenordnung, die ich einsehen kann. Das kann ich nachvollziehen. Für eine Therapeutin für Legasthenie gibt es keine Gebührenordnung, an die sie sich halten muss, da die Tätigkeitsbezeichnungen ungeschützt ist und in Deutschland ohne Erlaubnis geführt werden darf.

Darf dann ein eine Legasthenie-Therapeutin für ein Erstgespräch wirkürlich einen Preis festlegen ohne vorher darüber informiert zu haben? Gibt es für sie keine Auskunftspflicht?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14. November 2017 | 21:52

Sie darf nicht willkürlich einen Preis festlegen. Wenn es keine Gebührenordnung gibt, ist der Preis verhandelbar. Ohne entsprechende Vereinbarung kann die übliche Vergütung verlangt werden. Es wird also darauf ankommen, welche Vergütung besprochen wurde, andernfalls was die übliche Vergütung ist. Das müsste näher geprüft werden, wobei eine solche Prüfung aber für Sie kaum wirtschaftlich sein wird, da diese Prüfung durch einen Anwalt wiederum neue Kosten verursacht.

ANTWORT VON

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