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Kosten des Insolvenzverwalters

| 06.01.2015 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bis zum Eintritt der Insolvenz 2010 war ich einer von zwei Geschäftsführern einer GmbH.
Bis heute hörte ich nichts mehr von dem eingeleiteten Verfahren und seinem Stand. Offensichtlich ist das Verfahren aber wohl beendet. Am heutigen Tag (06.01.2015) wurde mir per Post ein Schreiben des Amtsgerichtes (Datum 12.12.2014) zugestellt mit der Gelegenheit zur Stellungnahme binnen zwei Wochen. Durch die verspätete Zustellung ist diese Frist bereits verstrichen.
Inhalt des Schreibens ist die Aufstellung der Insolvenzverwaltervergütung (ca.10.000€).
Anmerkung: ich habe keinen Kontakt zu meinem ehemaligen GF Kollegen, kenne nicht seinen Wohnort und habe auch keine Telefonnummer, vermute aber, dass er im Ausland (Schweiz) lebt

Meine Fragen lauten:
- soll ich eine Fristverlängerung beantragen?
- was geschieht wenn ich nicht antworte?
- was ist der Hintergrund der Stellungnahme (die Richtigkeit der Kostenaufstellung kann ich als Laie ohnehin nicht prüfen)?
- kann ich zur Begleichung der Vergütung herangezogen werden? Bisher bin ich davon ausgegangen, dass diese Kosten aus der Insolvenzmasse bedient werden
- wenn ich herangezogen werden kann, zu welchem Teil (wir waren ja zwei Geschäftsführer)?

06.01.2015 | 22:26

Antwort

von


(489)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
Web: http://www.kanzlei-fuer-wirtschaftsrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.) "Soll ich eine Fristverlängerung beantragen"

Normalerweise beginnt die Frist hinsichtlich der Möglichkeit zum Widerspruch bzgl. der beantragten Vergütung des Insolvenzverwalters mit Zustellung des Festsetzungsbeschlusses. Sie könnten daher ggü. dem Insolvenzgericht noch fristgemäß Stellung zur Insolvenzverwaltervergütung nehmen.

Sollte die Frist geleichwohl verstrichen sein (diesbezüglich fehlen mir die Angaben, um was für ein Schreiben es sich genau handelt), dürfen Sie durch die verspätete Zustellung natürlich keine Nachteile haben und könnten eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand - auf Grundlage der verspäteten Zustellung - beantragen. In diesem Zusammenhang könnten Sie sodann auch Ihre Bedenken gegen die Verwaltervergütung äußern.

2.)"was geschieht, wenn ich nicht antworte"

Wenn Sie nicht antworten wird die beantragte Verwaltervergütung nach Prüfung durch das Insolvenzgericht, entsprechend der InsVV und den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen zur Vergütung des Insolvenzverwalters, festgesetzt.

3.) "was ist der Hintergrund der Stellungnahme"

Hintergrund der Möglichkeit zur Stellungnahme bzgl. der beantragten Verwaltervergütung ist eine zusätzliche Kontrolle des Insolvenzverwalters durch (vormals) sachnahe Personen sowie die Möglichkeit des Schuldners, sich gegen (zu) hohe Vergütungsanträge des Verwalters zu wehren.

Ich gebe Ihnen recht, dass eine Überprüfung der Vergütung durch den Laien nicht bzw. nur schwer möglich ist. Allerdings bestünde seitens des Schuldners (und hier auch Ihrerseits als GF der Schuldnerin) theoretisch die Möglichkeit, diese durch eine fachkundige Person prüfen zu lassen, um dann Einwendungen gegen die Vergütung des Verwalters vorzubringen. Sachgerecht ist dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, da bei Insolvenzverfahren von natürlichen Personen und vor allem Kleinverfahren die Vergütung vom Schuldner selbst zu tragen ist (wenn die Insovenzmasse die Vergütung nicht deckt).

3.) "kann ich zur Begleichung der Vergütung herangezogen werden? Bisher bin ich davon ausgegangen, dass diese Kosten aus der Insolvenzmasse bedient werden"

Bei einer GmbH ergibt sich die Vergütung des Insolvenzverwalters letzlich aus der verwalteten Masse der Kapitalgesellschaft, vgl. §§ 1,2,3 InsVV. Hieraus wird auch die Vergütung des Verwalters bezahlt. Ihre Annahme hinsichtlich der Bedienung des Verwalters durch die Insolvenzmasse war daher richtig.

Eine Inanspruchnahme der Geschäftsführer hätte im Rahmen des Insolvenzverfahrens durch die Geltendmachung von Geschäftsführerhaftungsansprüche erfolgen müssen. Eine Heranziehung der Geschäftsführer zur Begleichung der Verfahrenskosten am Ende eines Insolvenzverfahrens sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Sofern es in dem vom Gericht an Sie zugestellten Schreiben lediglich um die Vergütung des Insolvenzverwalters geht, empfehle ich Ihnen keine weiteren Schritte zu unternehmen, da sodann das Insolvenzverfahren vollends abgeschlossen wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Traub
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 06.01.2015 | 22:44

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