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Kosten bei doppelter Haushaltsführung

18.07.2010 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Guten Tag,

ich werde ab dem 1.September in eine andere Filiale versetzt.

Diese ist 130 Kilometer entfernt von meinem Hauptsitz.
Da ich mir in meiner neuen Stadt eine Zweitwohnung nehmen werde,
möchte ich gern wissen, wieviel Geld ich vom Finanzamt wiederbekommen kann, da ich noch die Gehaltsverhandlung mit meinem Chef habe.

Gehen wir mal von 300€ (warm)Kosten für die Zweitwohnung aus.
Entfernung beträgt 130 Kilometer von der alten Wohnung zur Arbeitsstelle. Die Entfernung vom Arbeitsplatz zur Zweitwohnung kann man jetzt noch nicht einschätzen. Spielt auch zum jetzigen Zeitpunkt keine Rolle.

Abfahren werde ich am Montag früh.
Heimfahrt am Freitag oder Samstag, je nachdem wie ich arbeiten muss.
1x die Woche (wohl Mittwoch) würde ich gern nach Hause fahren.
und Donnerstag früh wieder hin.

Welche Fahrtkosten kann ich jetzt monatlich geltend machen?

Für mich ist es enscheidend wieviel Geld ich monatlich vom Finanzamt (Freibetrag) wiederbekommen kann, damit ich bei der Gehaltsverhandlung auf jeden Fall meine Kosten drinn habe.

mfg
nkcelle

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

- Sie können nicht nur die Aufwendungen für die Miete absetzen, sondern auch die Kosten für eine Familienheimfahrt wöchentlich - Kilometerpauschale 0,30 Euro pro km , einfache Strecke. Die zweite Fahrt am Mittwoch können Sie nur dann geltend machen, wenn Sie sonst keine Kosten für die doppelte Haushaltsführung absetzen, das kommt bei Ihnen sicher nicht in Betracht. Somit ist diese zweite Fahrt rein privat.

- Zu Beginn der doppelten Haushaltsführung können Sie auch für die ersten drei Monate Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen. Hierbei ist allein die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung am Lebensmittelpunkt maßgebend. Bei einer Abwesenheit von der Hauptwohnung von mehr als 24 h können Sie einen Pauschsatz in Höhe von täglich 24 Euro, bei einer Abwesenheit zwischen 14 h und 24 h Euro 12 und bei einer Abwesenheit von 8 bis 14 Stunden Euro 6 geltend machen. Der Tagessatz von 24 Euro kommt dann in Betracht, wenn Sie dort übernachten und an dem Tag zuvor und danach sich auch dort aufhalten. Die Fahrt am Mittwoch

- Sie können auch Umzugskosten geltend machen, wenn diese tatsächlich angefallen sind, es kann dagegen keine Umzugskostenpauschale in Anspruch genommen werden.

In den ersten drei Monaten können Sie bei wöchentlicher Heimfahrt (135 km x 4 x 0,30 Euro) monatlich ca. € 160,00 geltend machen, dazu Verpflegungsmehraufwendungen von ca. Euro 360,00 pauschal und Euro 300 für die Wohnungskosten, insgesamt Euro 820,00. Bei einem Steuersatz von angenommen 40 % beträgt die Entlastung dabei ca. Euro 330,00.

Nach Ablauf der drei Monate belaufen sich die steuerlich absetzbaren Kosten auf ca. Euro 460,00, die steuerliche Entlastung beträgt ca. Euro 185 monatlich bei einem Steuersatz von 40 %. Liegt Ihr (Grenz-) Steuersatz höher, wirken sich die Werbungskosten entsprechend höher aus.

Der Arbeitgeber kann Ihnen Kosten für die doppelte Haushaltsführung steuerfrei und sozialversicherungsfrei erstatten. Bei Gehaltsverhandlungen ist dies sicher eine günstige Möglichkeit, den Eigenanteil an den Kosten für die doppelte Haushaltsführung zu minimieren. Sollte dabei eine Erstattung durch den Arbeitgeber erfolgen, müssen Sie diese Erstattung bei der Ermittlung der Werbungskosten selbstverständlich abziehen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2010 | 22:01

Es besteht ja auch die Möglichkeit jeden Tag zu fahren.
Welche Vorraussetzungen verlangt das Finanzamt dafür, das jeden
Tag 260 km gefahren werden?

Oder gibt es eine Höchstgrenze?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2010 | 22:29

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Nachfrage. Wenn Sie die Kosten für die
tägliche Anfahrt als Fahrt zwischen Wohnung - Arbeitsstätte geltend machen wollen, ist das grundsätzlich möglich.

Wenn Sie dies in der Steuererklärung angeben, müssen Sie damit rechnen, dass das FInanzamt Nachweise verlangt, dass Sie mit dem Pkw, den Sie nutzen, tatsächlich diese Kilometerleistung erbracht haben. Als Nachweis werden regelmäßig Benzinquittungen oder Reparaturrechnungen verlangt.Auf den Reparaturrechnungen wird üblicherweise der Km-Stand dokumentiert. Für die Kosten dieser Fahrten gibt es keine Höchstgrenze.

Daneben können Sie allerdings keine anderen weiteren Kosten geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

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