Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kosten bei Rücknahme der Scheidung

| 22.09.2015 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich habe letztes Jahr nach mehrjährigem getrenntem Leben die Scheidung eingereicht. Der Streitwert liegt bei ca. 8000,—EU.
Ich habe einen Rechtsanwalt genommen, den ich ganz normal bezahlt habe.
Meine Frau hat ein geringes Einkommen und mit Hilfe ihrer Rechtsanwältin Prozesskostenhilfe beantragt und bekommen.
Nun sind wir beide zu dem Schluss gekommen, dass wir uns doch nicht scheiden lassen wollen. Wir sind uns da einig!

Mein RA hat der RAin meiner Frau mitgeteilt, dass das Verfahren zunächst mal ruhen soll, möglicherweise sogar zurückgezogen werden soll. Das wurde von ihr und meiner Frau auch akzeptiert. Die RAin will aber trotzdem den Zugewinnausgleich regeln.
Man bekommt den Eindruck, dass diese RAin nicht locker lassen will und irgendwie alles dafür tut, Kosten zu verursachen und damit möglicherweise selbst gut zu verdienen (?).
Daher stellen sich eigentlich nur Fragen zu den entstehenden Kosten in den 3 Fällen:

1. Scheidung formal zurückziehen
2. Scheidung ruhen lassen
3. der RAin meiner Frau das Mandat entziehen (duch meine Frau)

Wer muss also was genau bezahlen? (Die Informationen von meinem RA sind leider immer ein wenig spärlich…)

Wie nehme ich die Scheidung zurück, offiziell über meinen Anwalt?
Gibt es dann einen richterlichen Beschluss und entstehen dann Kosten?

1. Wenn ich die Scheidung formal zurücknehme, was genau muss ich machen und dann ggf. an wen zahlen? Die Kosten
mit meinem Anwalt sind geregelt.
- Muss ich die gesamten Kosten für die bewilligte Prozesskostenhilfe meiner Frau nachträglich bezahlen, weil ursprünglich ich
den Scheidungsantrag gestellt habe?
- Bin ich dann verpflichtet, irgendwelche Beträge an die Rechtsanwältin meiner Frau zu zahlen, zB. für vorgerichtliche
Tätigkeiten? Sie fordert in diesem Falle entweder von mir ca. 350,—EU oder von meiner Frau 750,—EU.

2. Wenn wir das Verfahren zunächst mal ruhen lassen wollen, wie genau muss ich dann vorgehen?
- Brauchen wir einen richterlichen Beschluss? Wie kommen wir dann ggf. an diesen richterlichen Beschluss?
- Muss ich dann Geld an die Rechtsanwältin meiner Frau zahlen?
- Kann es sein, dass meine Frau dann Geld an ihre Rechtsanwältin zahlen muss?
- Wie lange darf das Verfahren ruhen und was passiert danach? Muss es dann eine Rücknahme der
Scheidung geben und was genau muss ich bzw. meine Frau an wen bezahlen?
- Kann die Rechtsanwältin meiner Frau die Wiederaufnahme des Verfahrens fordern, obwohl meine Frau
an einer Scheidung ebenfalls nicht interessiert ist?

3. Wenn meine Frau ihrer Rechtsanwältin das Mandat entzieht, wie genau muss sie das machen?
- welche Kosten entstehen dann für sie und vielleicht auch für mich auch ggf. später einmal?
- Kann die Rechtsanwältin meiner Frau dagegen angehen?

Meine Frau hat leider eine gewisse Angst, Ihrer RAin das Mandat zu entziehen.

PS: es eilt nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Sofern Ihre Frau nicht auch einen Scheidungsantrag hat stellen lassen, beendet die Rücknahme das Verfahren. Sie bekommen einen Teil der Gerichtskosten erstattet, müssen aber die vollen Anwaltskosten der Gegenseite erstatten. Außergerichtliche Kosten sind hiervon aber nicht betroffen.

2. Das Ruhen wird durch gerichtlichen Beschluss angeordnet, wenn beide Parteien es beantragen. Das Verfahren kann jederzeit wieder aufgerufen werden. Nach sechs Monaten wird es bei Gericht weggelegt.
Kosten sind erst zu erstatten, wenn das Verfahren auch beendet wurde. Allerdings ist in diesem Fall immer noch die Scheidung anhängig. Daher muss zur Beendigung die Rücknahme folgen.

3. Eine Kündigung des Mandates ist jederzeit möglich, die Anwältin muss dann im Rahmen der PKH noch die Entpflichtung beantragen. Sie kann die Kosten abrechnen, Ihre Frau wird aber ohne guten Grund keinen anderen Anwalt kostenfrei beigeordnet bekommen. Bei Rücknahme werden Sie wieder mit einem Erstattung Anspruch der Staatskasse rechnen müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2015 | 12:11

Danke für die schnelle Antwort.
Offenbar komme ich um die Rücknahme der Scheidung nicht herum. Können Sie aufgrund des Streitwerts von ca. 8000,-EU ungefähr abschätzen, wie hoch dann die Kosten für mich werden?
Danke und Gruß.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2015 | 12:14

Bei einem Gegenstandswert vom 8000 Euro liegen die Anwaltskosten je Partei beim rund 730,00 Euro. Dies unter der Annahme, dass keine Einigung erzielt wurde und keine Besprechung der Anwälte zur Erledigung des Verfahrens geführt und kein Termin abgehalten wurde.

Bewertung des Fragestellers 23.09.2015 | 12:21

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle Antwort mit gut verständlichen Infos.
Auch die Nachfrage wurde schnell und gut beantwortet.
Empfehlenswert."