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Korrektur Lohnabrechnung & Lohnsteuerbescheinigung

| 15.03.2012 08:40 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Meine Frau ist Angestellte (pflichtversichert). In 12/2011 hat sie eine betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherung) abgeschlossen. Die Beiträge hierfür (Arbeitnehmeranteil 600 EUR durch Gehaltsumwandlung und Arbeitgeberabteil 720 EUR) wurden noch in 12/2011 an das Versicherungsunternehmen gezahlt. Der Arbeitgeber hat dies jedoch nicht in der Lohnabrechnung 12/2011 berücksichtigt. In der Folge ist auch die Jahreslohnsteuerbescheinigung 2011 fehlerhaft. Stattdessen hat der Arbeitgeber die Beiträge in der Lohnabrechnung 02/2012 berücksichtigt bzw. diese sind in 02/2012 als Nachberechnung eingeflossen. Damit sind wir jedoch nicht einverstanden bzw. wir sehen dies als fehlerhaft an, den schließlich kommt der damit verbundene Steuervorteil (durch Gehaltsumwandlung) nicht in 2011 zum Tragen. Ich hatte mich bereits an das Lohnsteuerbüro des Arbeitgebers gewandt mit der Bitte um Korrektur. Der dortige Lohnsteuermitarbeiter hatte mir nach Rücksprache mit Datev (stellt das Lohnsteuerprogramm) und dem Steuerberater mitgeteilt, das man aus technischen Gründen nicht mehr im Zeitraum 12/2011 buchen oder korrigieren könne. Zudem wurde sich auf § 38 II ESTG bezogen. Eine Korrektur wurde somit abgelehnt. Zur Begründung hieß es weiter, das dem Arbeitnehmer dadurch kein Nachteil entsteht, denn er würde den Steuervorteil lediglich 2 Monate später gewährt bekommen. Dies wäre in allen Lohnsteuerbüros so und könne nicht geändert werden. Auch meine Argumente bzw. Verweise auf die Rechtsnormen des § 108 GewO und § 41b ESTG brachten mich nicht weiter. Man lehnte weiterhin eine Korrektur ab.

Meine Fragen lauten nunmehr:

1. Hat meine Frau einen Anspruch auf Korrektur die Lohnabrechnung 12/2011 bzw. der Jahreslohnsteuerbescheinigung 2011?

2. Aufgrund welcher konkreten Anspruchsgrundlage kann man die Korrektur durchsetzen bzw. verlangen?

3. Entspricht es der beruflichen Praxis in Lohnsteuerbüros, das es technisch nicht möglich ist in einem Lohnsteuerprogramm noch eine Änderung für 12/2011 durchzuführen (also mehr als einen Monat zurück zu korrigieren)?

15.03.2012 | 10:12

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Selbstverständlich ist eine Korrektur der Lohnsteuerabrechnung noch möglich."Eine Korrektur der elektronishc an das Finanzamt übermittelten Lohnsteuerbescheinigung ist zulässig, wenn es sich um die bloße Berichtigung eines zunächst unrichtig übermittelten Datensatz handelt." (R41c.1 Abs. 7 LStR)

Auf diese Lohnsteuerrichtlinie können Sie sich berufen, wenn Sie eine Korrektur wünschen. Allerdings ist Ihre Frau als redliche Arbeitnehmerin geschützt und § 38 Abs. II EstG weist den Arbeitgeber als Schuldner für die Lohnsteuer aus. Das bedeutet, dass dieser für Fehler haftet.

Ob die Korrktur technisch möglich, kann ich Ihnen nicht sagen, das Progamm welches ich kenne, ist dies tatsächlich nicht iunbedingt möglich, wenn die Lohnsteuerbescheinigung ans Finanzamt übermittelt wurde. Hier ist programmseitig eine „Sperre eingebaut, von der ich nicht weiß, ob man sie ausstellen kann. Es besteht aber seitens des Arbeitsgebers oder des Lohnsteuerbüros die Möglichkeit, ein entsprechendes Schreiben aufzusetzen, wo der Fehler berichtigt wird. Dieses können Sie dann Ihrem Finanzamt zusammen mit der Steuererklärung vorlegen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



Rechtsanwältin Maike Domke

Bewertung des Fragestellers 27.03.2012 | 21:10

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Eine sehr ordentliche anwaltliche Leistung und dem Einsatz angemessen. Herzlichen Dank.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.03.2012
4,8/5,0

Eine sehr ordentliche anwaltliche Leistung und dem Einsatz angemessen. Herzlichen Dank.


ANTWORT VON

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