Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Korrektes Verfahren Unterhalt (Trennungsphase)


| 17.11.2007 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

bei mir steht bei begonnener Trennungsphase ein Klage bevor, weil die Anwälte sich nicht auf Trennungsunterhalt einigen können.

ANWALT MEINER EX

mein Einkommen (das setzen beide Anwälte gleich an)
- 5%Pauschale
- kürzeste Entfernung zum Arbeitsplatz in km mal 10 Euro
= mein anrechenbares Einkommen

ihr Einkommen wird auf die selbe Art von IHREM ANWALT ermittelt.
Die Einkommensdifferenz teilt er durch zwei, was ca Euro 930 bedeutet

ANWALT VON MIR
mein Einkommen
- Kreditrate Haus
- Kreditrate Auto
- schnellste Entfernung (sind mehr als bei obiger Ermittlung) * 10 Euro
- Unfallversicherung
- Haftpflichtversicherung
- Risikoversicherung
+ Wohnwert 500 Euro
= Mein Einkommen

Die Differenz wird zu 4/7 mir zugerechnet und zu 3/7 ihr.

Hier kommen nur Euro 550 raus.

Unterschiede insbesondere also:
- kürzester oder schnellster (bequemster Weg zur Arbeit)?
- ist Einzelnachweis gemäss meiner RA zulässig
- Darf Kreditrate Doppelhaushäfte 118 qm zzgl Wohnwertvorteil abgezogen werden
- Differenzaufteilung halbe-halbe oder 4/7 zu 3/7 ???

Des weiteren - eine Frage zu Wohnwertvorteil - wie errechnet sich dieser? Ich bin Eigentümer dieser Doppelhaushälfte mit 118 qm - ortsübliche Miete wäre 5,8 pro qm.- Darf bei Einzelnachweis Grundsteuer/Gebäudeversicherung abgezogen werden? was noch ?

Wie gesagt - eine Klage steht bevor, weil die Gegenseite den Einzelnachweis nicht anerkennt.

Darf ich die vorläufige Unterhaltszahlung verweigern, weil der RA meiner EX geforderte Unterlagen nicht einreicht?

Durch Kreditprolongation Haus/Auto ändert sich die Rate etwas. Ab welcher Summe kriege ich ärger wegen Benachteiligung des Ex, wenn diese Änderung sowieso gekommen wäre?

Darf ich neu eine Rentenversicherung abschließen und die Kosten absetzen, da es ja eine übliche Versorgungsversicherung ist. Im Gegenzug die Risikolebensversicherung kündigen. Saldierter Mehraufwand mtl Euro 30

Mich regt das alles auf, weil meine EX während der kurzen Ehe fast TEUR 20 zur Begleichung ihrer Schulden bekommen und auch ein Auto bei Trennung bekommen hat - und nun dermaßen die Hand aufhält. Aber so ist halt deutsche Rechtssprechung.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

der Wohnwertvorteil errechnet sich wie folgt:

Der Wohnvorteil wird wie folgt ermittelt.

Max. beträgt Ihr Wohnvorteil den Mietzins, den Sie für eine vergleichbare Mietwohnung nach Mietspiegel zu zahlen hätten.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Sie in der Regel nicht eine so große Wohnung benötigen würden, sondern eine kleinere. Den Teil, den der Ehegatte mit benutzt hat benötigen Sie eigentlich gar nicht mehr. Dies wird entsprechend berücksichtigt, indem nicht 1 zu 1 der Mietzins Ihres Eigenheims ermittelt wird, sondern einer entsprechend kleineren Wohnung.

Es gibt diebezüglich allerdings keine festen Richtwerte. Nach Ihrer Schilderung gehe ich allerdings davon aus, dass die Ermittlung Ihres Anwalts korrekt ist.

Dieser Wohnvorteil wird dann, wie von Ihnen ja auch bereits geschildert von den entsprechenden Darlehensverbindlichkeiten abgezogen.

Grundsteuer- und Gebäudeversicherung sind hier auch abzugsfähig.

Im Rahmen der Ermittlung des beeinigten Nettoeinkommens kann auch noch die Hausratversicherung abgezogen werden.

Wenn die Gegenseite die Berechnung Ihres Anwalts nicht anerkennt, muss dies gerichtlich festgestellt werden. Allerdings müsste dann Ihr Ehegatte zunächst tätig werden.

Manchmal erledigen sich solche Klagedrohungen auch von selbst, weil die Gegenseite nach entsprechender Überlegung dann doch nicht klagt.

Ob Sie Unterhaltsahlungen verweigern können weil Ihr Ehegatte entsprechende Auskünfte bisher verweigert kann nicht ohne weiteres beantwortet werden.

Damit ein Unterhaltsanspruch besteht, müsste der Ehegatte zunächst seine Bedürftigkeit nachweisen, anhand entsprechender Unterlagen.

Wenn Sie aber relativ genau über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse Ihres Ehegatten im Bilde sind sollten Sie den Unterhalt bezahlen.

Zum einen kann dadurch evtl. eine Klage verhindert werden und im übrigen müssten Sie je nach einschätzung des Gerichts, wenn geklagt wird ansonsten die Kosten der Klage tragen, wenn Ihr Handeln nur der Verzögerung diente. Im übrigen müssen Sie dann auch ohnehin den Unterhalt rückwirkend zahlen.

Bei Ihnen kommt es wohl nicht darauf an, ob Sie Unterhalt zahlen müssen, sondern lediglich wie viel.

Sie sollten die Höhe des Unterhalts, welchen Ihr Anwalt für Sie ermittelt hat daher auch entsprechend zahlen.

Was Ihre Frage zu der Kreditprolongation angeht, so kann ich diese nicht beantworten. Es gibt diesbezüglich keine festen Richtwerte. Es kommt auf Ihre finanzielle Gesamtsituation, die des Ehegatten und die gesamten ehelichen Lebensverhältnisse an. Die kann man daher im Rahmen einer Onlineerstberatung nicht beantworten.

Was die Rentenversicherung angeht, so haben Sie bereits pauschal Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 5% abgezogen, für die Altervorsorge. Mehr ist nicht möglich. Sie können auch nicht die Risikoleben gegen eine Rentenversicherung in der Berechnng einfach austauschen, da es sich um zwei verschieden Vorsorgezwecke handelt. Die Risikoleben dient zwar auch der Vorsorge, aber nicht der Altersvorsorge.

Ich hoffe ich konnte Ihnen soweit weiterhelfen und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2007 | 15:37

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antwort. Sie gehen leider nur auf den unteren Teil meiner Anfrage konkreter ein. Hilft mir insofern nur bedingt weiter.

Kernpunkt meiner kostenpflichtige Anfrage war ja - wir hier der Gerichtsprozess droht - vor allem:

- welcher RA hat Recht bei Ansatz der km?
- welcher RA hat Recht bei Pauschal oder auch Einzelnachweis?
- welcher RA hat Recht bei Aufteilungsmethode Gehaltsdifferenz?

Hierüber bitte ich höflich um konkrete Antwort wie die Rechtsprechung aussieht.

Mit freundlichem Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2007 | 17:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Berechnung Ihres Rechtsanwalts ist korrekt und zwar zu jedem Ihrer angefragten Punkte.

Mir ist allerdings nun aufgefallen, dass nicht Ihr Anwalt sondern der gegnerische Anwalt eine Pauschale von 5% (wofür auch immer) berechnet hat. Ich ging davon aus Sie hätten eine solche Pauschale für Altersvorsorgeaufwendungen veranschlagt. Das haben Sie bisher aber noch nicht.

Sie können bis zu 5% Ihres Nettoeinkommens für Altesvorsorgeaufwendungen zurück legen. Daher können Sie auch eine entsprechende private Rentenversicherung, mit Beitragzahlungen in Höhe von max. 5% Ihres Nettoeinkommens abschließen und entsprechend betragsmindernd beim Unterhalt geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.04.2016 | 15:50


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 07.04.2016 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER