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Korrekten Eigenbedarf aussprechen nach rd. 18 Monaten Mietzeit


05.12.2016 07:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Guten Morgen,

ich bin Vater zweier Kinder (3 und 5 Jahre) und möchte und muß mich räumlich von meiner Partnerin trennen, da wir uns viel zu häufig vor den Kindern um Nichtigkeiten des Alltags streiten.

Weiter besitze ich ein MFH in dem wir vier selber eine Partei von Vieren (53qm, wir 120 qm, weiter 80qm, 65qm - alle Wohnungen vermietet) sind.

Ich möchte dem Mieter in der Wohnung mit 53qm die Eigenbedarfskündigung für mich selber aussprechen gemäß Frist zum übernächsten Monat, da ich nur durch eine Treppe von meinen Kindern getrennt sein möchte und weiterhin die Nähe zu diesen haben möchte.

Die Fristen sind mir klar, auch die Belehrung nach 574b BGB.

Der Mieter wohnt erst seit dem 01.05.2015 in der Wohnung. Das Verhältnis zu meiner Partnerin läuft aber auch erst seit dem letzten Vierteljahr völlig aus dem Ruder.


Ich baue das Schreiben so auf:

- Ich brauche die Wohnung für mich,
- beschreibe das kürzlich sehr schlecht gewordene Verhältnis zu meiner Frau,
- mein Ansinnen von meinen Kleinkindern nur durch eine Treppe getrennt zu sein, um so Teil ihres Alltags sein zu können (Gemeinsam im Garten, das Bringen zum Kindergarten und Co), was mir an einem anderen Ort nicht möglich wäre,
- weiter spreche ich zum März 2017 gem. Fristen nach seiner Wohnzeit aus,
- Belehre ihn über seinen Widerspruch gemäß 574b BGB,
- begründe die Auswahl seiner Wohnung mit dem geringsten Mietausfall und der noch hohen Zins und Tilgungsleistung, die ich monatlich noch leisten muß. .

Der Mieter ist 49 Jahre, ich wähle diese Wohnung aus, da sie nur 53 qm hat, alle anderen sind deutlich größer im Haus und der finanzielle Schaden ist hier durch die geringste Miete am Kleinsten und die 50 qm reichen mir als Einzelperson.

Habe ich sonst noch etwas zu beachten oder gibt es Stolpersteine?
Sehr geehrter Mandant,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage und das damit verbundene Vertrauen. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Sie haben sich bereits sehr gut vorab informiert und damit die wichtigsten Punkte bereits aufgegriffen.
Wichtig für Sie zu wissen ist insbesondere, dass Sie sich nicht zwangsläufig in einer Notlage befinden müssen, damit eine Kündigung gerechtfertigt ist. Vernünftige, nachvollhiehbare Gründe reichen dabei nach der Rechtsprechung aus.

Da ein Fall der geplanten Eigennutzung vorliegt, ist der Fall besonders einfach. Schwieriger wird es regelmäßig, wenn Sie den Bedarf für Verwandte anmelden.

Da alle Wohnungen vermietet sind und Sie die kleinste Wohnung gewählt haben, liegt auch kein unangemessen groß gewählter Wohnraum vor.

Was ich Ihnen ergänzend noch empfehlen möchte, wären ein oder zwei Sätze dazu, warum eventuell bei dem zu kündigenden Mieter - abgesehen von dem kurzen Vertragsverhältnis - eine besonders geringe Schutzbedürftigkeit vorliegt.
Zwar sind Sie nicht dazu verpflichtet, eine Interessenwahrnehmung vorzunehmen. Allerdings kann der Mieter der Kündigung widersprechen und in diesem Zusammenhang angeben, warum seine Belange nicht ausreichend gewürdigt wurden. Dem können Sie so eventuell bereits vorbeugen.

Ich wünsche Ihnen eine rasche und erfolgreiche Klärung der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin
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