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Kooperationspartner erfüllt seine Marketingleistungen nicht


09.03.2007 11:09 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



hallo,
folgendes problem.
wir veranstalten ein event. aus erfahrungen werden bei erfolgreicher bewerbung des events ca. 6000 bis 10.000 leute erwartet mit angedachten einnahmen von ca. € 50.000,-. für dieses event haben wir bis jetzt eine auslage von ca. € 25.000,-. unser exklusiver partner hat sich verpflichtet, gegen einen betrag xxx divs. marketingleistungen zu erfüllen. diese sind bis jetzt nur zum teil und auch extrem verspätet erfüllt. nun hat unser partner einen anruf von person x bekommen und unser event in frage gestellt. daraufhin hat sich unser partner bei divs. anderen partnern von uns erkundigt und erfragt ob wir ein seriöses unternehmen sind sowie ob ich ein betrüger wäre. diese partner haben mich nun angeschrieben und erfragt, was das für ein geschäftsmann ist, der solche praktiken vollzieht. ein erheblicher image schaden ist hier erfolgt. jedoch das größte problem ist nun, dass unser exklusiver partner vom event sämtliche marketing maßnahmen erst umsetzt, wenn seine vergütung erfolgt. diese ist aber erst in einer woche fällig. wir werden hier erpresst.
um guten willen zu zeigen, habe ich nun 50 % anzahlung geleistet, obwohl wir ja noch gar nicht zahlen müssten. trotz allem sind nun keine weiteren marketing massnahmen erfolgt. wir haben nur noch zwei wochenenden die für unsere werbung sehr wichtig sind. keine redaktionelle unterstützung, sämtliche poster sind bis jetzt umsonst gedruckt. alles ist schriftlich nachzuvolliehen.... was können wir machen? wir haben so lange auf dieses event hinausgearbeitet ... ist eine anzeige möglich? wegen erpressung ? und wie stehen die chancen auf schadenssersatz ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen gern wie folgt beantworten möchte.

Sollten Marketingleistungen nur zum Teil erbracht worden sein, so wäre hier grundsätzlich eine Minderung denkbar. Sollten bestimmte Daten für die Erbringung der einzelnen Marketingleistungen vereinbart worden sein und diese fruchtlos verstrichen sein, so ist auch ein Schadensersatz wegen Verzuges vorstellbar. Im Einzelnen wäre dies jedoch anhand des konkreten Vertragstextes zu überprüfen.

Das Erkundigen über Ihren Ruf in der Branche bei Ihren Partnern deutet zunächst darauf hin, dass hier Verschwiegenheitspflichten aus dem Marketingvertrag verletzt worden sind. Dies wäre allerdings zunächst nur von zivilrechtlicher Relevanz. Unterlassungsansprüche per einstweiliger Verfügung erscheinen hier möglich.

Um die Vorkommnisse strafrechtlich genauer zu eruieren, empfehle ich Ihnen, Ihre Angaben im Rahmen der Nachfragefunktion noch weiter zur konkretisieren. Es kommt entscheidend darauf an, welche Formulierungen im Einzelnen gebraucht worden sind. Hierzu sollten Sie im Übrigen Ihre Informanten genau befragen, das Gesagte schriftlich festhalten und von ihnen unterschreiben lassen.

Bezüglich Person X käme eine Strafbarkeit wegen übler Nachrede oder gar Verleumdung in Betracht, wenn diese unwahre Tatsachen über Sie gegenüber Ihrem Marketingvertragspartner oder auch Dritten geäußert haben sollte, sofern die mitgeteilten Tatsachen geeignet sind, Sie verächtlich zu machen oder Ihren Kredit zu gefährden. Unter Kredit wird hierbei das Vertrauen verstanden, das jemand hinsichtlich der Erfüllung seiner vermögensrechtlichen Verbindlichkeiten genießt.

Was das Verhalten Ihres Marketingvertragspartners betrifft, so könnten je nach gewählter Formulierung bei den Nachfragen gegenüber Ihren Partnern ebenfalls die oben genannten Straftatbestände in Betracht kommen. Wenn dies allerdings nur in Frageform geschehen ist, d.h. nicht Sie faktisch auch als Betrügerin dargestellt worden sind, erscheint dies sehr fraglich.

Wenn die Fälligkeit im Vertrag geregelt ist, müssen Sie natürlich auch erst ab dem Zeitpunkt der Fälligkeit zahlen. Ihr Vertragspartner darf nicht diesen Zeitpunkt einseitig vorverlagern, wenn er vorleistungsverpflichtet ist. Stellt er Ihnen in Aussicht, entgegen dem Vertrag erst dann mit den Maßnahmen zu beginnen, wenn Sie (vor Fälligkeit) zahlen, so dürfte dies zumindest eine Nötigung darstellen. Für eine Erpressung erscheint der Vermögensnachteil fraglich, da Ihr Vertragspartner der Höhe nach offensichtlich den Betrag verlangt, der im Vertrag auch vereinbart worden ist.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Für eine Wahrnehmung Ihrer Interessen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Diesbezüglich können Sie mir gern den Vertrag (am besten per Fax, Nr. einsehbar über meine Kontaktdaten) zuschicken.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben und verbleibe zunächst

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt


www.jeromin-kraft.de
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