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Konzertkarten - Kaufvertrag gültig, ja oder nein? Darf ich das Konzert besuchen?

27.05.2014 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Eine Eintrittskarte für ein Konzert ist eine Inhaberkarte gemäß §§ 807, 793 BGB, die bei Vorlage den jeweiligen Inhaber zum Eintritt berechtigt. Allerdings kann der Verkäufer den zugrunde liegenden sog. Begebungsvertrag anfechten, so dass die Berechtigung nachträglich wegfällt.

Guten Tag,

im Januar 2014 ersteigerte ich, während meines Urlaubs, in einem bekannten Online Auktionshaus 2 Konzertkarten. Die Karten wurden von Privat verkauft. Ich fragte beim Verkäufer der Karten nach Bankdaten zwecks Bezahlung, da keine ausreichenden Daten hinterlegt waren, und gab an, unverzüglich nach Beendigung meines Urlaubs die Überweisung auf den Weg zu bringen.

Als ich nach Urlaubsende zu Hause eintraf, überreichte mir meine Nachbarin die Konzertkarten - der VK hatte Sie schon losgeschickt. Als ich die Überweisung an Ihn ausstellen wollte, musste ich feststellen, das der VK kein registriertes Mitglied im Auktionshaus mehr war und ich auf keinerlei Daten von Ihm zugreifen konnte - da vom Hausherren komplett gesperrt.

Einige Monate später erhalte ich nun von einer Ticketverkaufsstelle eine freundliche "Mahnung"

"Leider ist es bei der Abbuchung von der bei der Bestellung angegebenen Kreditkarte zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Der Zahlung wurde wurde durch die Kreditkarteninhaberin wiedersprochen und Sie hat Anzeige erstattet."

Daraus folgere ich, das der Verkäufer die Konzertkarten unter falschen Namen in dem Auktionshaus verkauft und mit fremder Kreditkarte bei der Ticket-Verkaufststelle bezahlt hat.

Die Ticketstelle fordert nun von mir einen Betrag von ca 320€ (Originalwert), ich habe die Karten allerdings für ca die Hälfte des Wertes ersteigern können. Diesen Wert bot ich der Ticketfirma als Zahlung an, doch Diese besteht auf den Originalwert.

Darf mir das Ticketcenter, mit welchem ICH selbst ja garkeinen Kaufvertrag o.ä. abgeschlossen habe, nun die Karten sperren bzw. mir den Eintritt zu der Veranstaltung verweigern? Laut Ticketcenter befinde ich mich im Besitz von unbezahlten Karten, welche nicht zum Einlass berechtigen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe, ich hoffe das Konzert morgen Abend besuchen zu können.

Freundliche Grüße

27.05.2014 | 16:32

Antwort

von


(568)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Konzertkarten sind grundsätzlich sog. Inhaberkarten im Sinne des § 807 BGB: Inhaberkarten und -marken , so dass Sie als Inhaber der Karten die Leistung nach Maßgabe des Versprechens verlangen können, § 793 BGB: Rechte aus der Schuldverschreibung auf den Inhaber .

Allerdings liegt der Ausstellung der Karte ein sog. Begebungsvertrag zugrunde, der von der Ticketverkaufsstelle möglicherweise wegen Täuschung angefochten worden ist. Offenbar hat sich ja der Erstkäufer der Tickets dort in Ihrem Namen gemeldet, also über seine Person getäuscht. Zudem hat er eine gefälschte bzw. nicht gedeckte Kreditkarte vorgelegt. Die Anfechtung würde dazu führen, dass das Leistungsrecht, also das Recht, das Konzert zu besuchen, nachträglich wieder weggefallen ist.

Hinzu kommt, dass Sie einen Einlass in der kurzen Zeit gerichtlich nicht durchsetzen werden können. Es gibt zwar Eilverfahren bei Gericht, aber eher für existentielle Dinge wie etwa für Gewaltschutzsachen bei häuslicher Gewalt oder im arbeitsrechtlichen Bereich bei fehlender Gehaltszahlung.

Zusammenfassend muss ich Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass der Konzertbesuch am morgigen Abend zu dem mit dem ominösen Verkäufer ausgehandelten Preis bedauerlicherweise schwierig werden wird. Allerdings haben Sie ja immerhin insofern Glück gehabt, dass Sie nicht noch vergeblich den Kaufpreis an diesen bezahlt haben, sondern dieser vorher vom Auktionshaus gesperrt wurde.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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