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Kontovollmacht versus Versorgungsvollmacht

19.10.2018 18:29 |
Preis: 200,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Schon zu Lebzeiten haben mein Vater und ich die Filiale seiner Bank aufgesucht, um eine Kontovollmacht über seinen Tod hinaus für meine Person zu verfügen. Mein Vater ist nun verstorben, die Bank hat auf Nachlasskonto umgestellt. Meinen Antrag auf Nutzung eines Online-Zuganges verwehrt mir die Bank mit Verweis auf die Vorsorgevollmacht. Die Vorsorgevollmacht definiert inhaltlich Handlungsbefugnisse für meine Person bei Unfähigkeit meines Vaters zur Willensäußerung und Willensbildung vor Ärzten und für Vermögensangelegenheiten, die die medizinische und pflegerische Versorgung gewährleisten. Im letzten Abschnitt haben wir weitere Befugnisse über den Tod hinaus verfügt: "Die Vollmacht gilt über den Tod hinaus. Die Bevollmächtigten sind berechtigt und beauftragt, alle Maßnahmen und Entscheidungen vor Ämtern, Behörden, Institutionen, Personen und weiteren Verpflichtungen vorzunehmen (insbesondere Vertragsbeendigungen)." Antwort der Bank: "Aus der vorgelegten Vorsorge-Vollmacht können wir nicht die Berechtigung zum Abschluss eines Online-Banking-Vertrages herauslesen." Hieraus kann ich keinen rechtlichen Hintergrund ableiten. Das würde bedeuten, dass die bestehende Konto-Vollmacht hinfällig ist und für mich nur deshalb Nachteil entsteht, da ich im Besitz dieser Vorsorge-Vollmacht bin. Unter Betrachtung des Umstandes, dass mein Vater jeder anderen natürlichen Person Konto-Vollmacht erteilen konnte, sehe ich diese Benachteiligung als reine Willkür. Mir jedoch entstehen durch die Verweigerung erhebliche Kosten, da ich nicht am Wohnort meines Vaters lebe und sämtliche Bankgeschäfte aufgrund beruflicher Vollbeschäftigung mit Inanspruchnahme von Urlaub und Reisekosten verbunden ist. Im Besitz einer Bankkarte bin ich leider auch nicht. Demnächst stehen die Beerdigungskosten mit zu erwartenden Mehrfachrechnungen an. Es bliebe mir nichts anderes übrig, als vor Ort die benötigten Beträge abzuheben, auf mein Konto einzuzahlen, um dann die Überweisung vornehmen zu können. Auch die Überwachung des Kontos, die mit dieser Entscheidung der Bank nur über einen Ausdruck eines Kontoauszuges am Wohnort meines Vaters möglich ist, bürdet mir die Bank die Last des Anreisens auf. Die Bank habe ich bereits darauf hingewiesen, dass ich kein Mitbestimmungsrecht seitens der Bank erkennen kann, auf welche Weise das Konto von mir betreut wird. Bei der Beantwortung dieser Frage bitte ich um Hinweise auf gerichtliche Entscheidungen und Quellenangaben zu geseztlichen Regelungen. Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage. Könnten Sie mir hierzu eine Kopie der Vollmacht an kanzlei@recht-doumi.de zukommen lassen. Aus meiner Sicht ist der Wortlaut hier sehr wichtig.

Darüber hinaus müsste ich wissen, ob Sie Alleinerbe des Vaters sind oder ob es andere Erben gibt?

Wären Sie Alleinerbe, so würden Sie mit allen Rechten und Pflichten in die Stellung Ihres Vaters eintreten und das Konto würde in Ihr Vermögen über gehen. In diesem Fall muss die Bank Ihnen einen Online-Zugang dann gewähren, wenn Sie diesen beantragt haben,

Sobald Sie mir diese Frage, gerne an die oben angeführte E-Mailadresse beantwortet haben, kann ich meine Beantwortung abschließen und reiche gerne weiterführende Unterlagen (Urteile etc.) mit.

Mit freundlichen Grüßen

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