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Kontovollmacht außer Kraft gesetzt

31.05.2018 18:07 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Mein Bruder und ich haben unabhängig eine Bankvollmacht für das Nachlasskonto unserer Mutter. Jetzt hat mein Bruder im Rahmen eines Streites meine Vollmacht außer Kraft gesetzt. Ich habe aber noch eine Generalvollmacht von meiner Mutter, die natürlich auch die Bankangelegenheiten betrifft. Hat diese ein höheres Gewicht? Kann ich damit dann doch Informationen, z.B. Kontoauszüge erhalten? Könnte ich damit sogar die Kontovollmacht meines Bruders außer Kraft setzten? Oder geht das dann nur über einen Rechtsanwalt, den ich mir dann nehmen müsste? Freundliche Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Generalvollmacht umfasst alle Tätigkeiten, also auch diejenige zur Verwaltung von Vermögen und Bankguthaben.

Unklar ist hier folgendes: Ihr Bruder hat die gesonderte Bankvollmacht im Streit außer Kraft gesetzt.

Dazu benötige ich folgende weitere Information über die Nachfragefunktion.

1.) Ist Ihr Bruder mit Ihnen zusammen Erbe oder nur einer Erbe? Wie ist die Erblage grundsätzlich, gab es ein Testament
oder die gesetzliche Erbfolge?

2.) War der Streit gerichtlich und hat es ein rechtskräftiges Urteil wegen der Vollmacht gegeben? Was war der Inhalt dieses
Urteilstenors? Oder war der Streit nur aussergerichtlich und es erfolgte eine "unverbindliche" Kündigung.

Zur Beantwortung Ihrer Fragen müssen Sie bitte noch einmal weiter ausholen und mindestens das Obige klarstellen.
Das wird auch der Grund sein, warum Sie von Kollegen bisher keine Antwort bekommen haben.

Übrigens, der Streit wird wohl unter Anwälten auszutragen sein. Ich lese durch Ihre Schilderungen durch, daß Sie ohne
professionelle Hilfe oder gar die Inanspruchnahme eines Gerichts die hiesige Sach- und Rechtslage nicht mehr hinbekommen werden.

Ich erwarte Ihre Klarstellung, um dann weiter auführen zu können.

Mit besten Grüssen

Fricke
Rechtsanwalt und Diplom Kaufmann

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2018 | 21:21

Der Streit ist folgender: Auf dem Nachlasskonto war noch ein Betrag von knapp 20.000 Euro, den mein Bruder mir und meinen beiden anderen Geschwistern als Erbe überlassen hat (nachdem meine Mutter ihm den größten Teil ihres erheblichen Vermögens zu Lebzeiten zur Verfügung gestellt hat). Es handelt sich also um Geld, das meinen Bruder gar nicht interessiert. Im Rahmen der angestrebten Kontoauflösung machte er als einer von vier Erben seine Zustimmung davon abhängig, dass er weiß, welcher Betrag auf welches Konto von uns drei anderen Geschwistern geht. Es handelt sich dabei um ein reines Machtspiel. Nun habe ich Kraft meiner Bankvollmacht den Hauptteil des Gesamtbetrages auf dem Nachlasskonto anteilig überwiesen auf das Konto meines anderen Bruders, Sparkonto und den Anteil meiner Schwester auf anderes Sparkonto von mir, wo ich es für die Tochter meiner Schwester sparen möchte (was mein Bruder so nicht weiß. Das hat familieninterne Gründe.) Ich habe das Konto aber nicht aufgelöst. Es geht also gar nicht um Geld an sich, um das mein Bruder sich betrogen fühlen könnte. Sei Anwalt hat geschrieben, ich wäre den anderen Erben Rechenschaft schuldig, wofür das Geld verwendet wird. Möglichweise käme sogar der Straftatbestand der Veruntreuung in Betracht. Wie gesagt, ich habe ja eine Generalvollmacht...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2018 | 02:07

Sehr geehrte Nachfragende,

Sie scheinen alle Erben geworden zu sein, so daß hier jeder Erbe gegen die Miterben,
sofern sie Besitz über Erbmasse ausüben, einen Auskunftsanspruch haben. Das ist
prinzipiell auch richtig, damit bei der Erbverteilung auch eine nachvollziehbare Transparenz
vorhanden ist.

Einen Veruntreuungstatbestand kann ich hier zwar nicht erkennen, dennoch wird der Anwalt
nicht Ruhe geben. Sie sollten sich gleichfalls einen Anwalt nehmen und versuchen, die Sache
außergerichtlich zur Einigung zu bringen. Anderenfalls werden Sie in Kürze mit einer Auskunftsklage
überzogen, die Sie nur Zeit und Nerven kosten wird.

Soweit die Erblage unklar sein sollte, wird sich die Erbengemeinschaft auseinander zu setzen haben, um
das Erbe so zu verteilen, daß es den Quoten aus dem Testament oder der gesetzlichen Erblage entspricht.
Ohne einen Rechtsanwalt auf Ihrer Seite werden Sie hier schnell übervorteilt werden, so daß ich zur Vorsicht
anrate.

Sollten Sie meine Hilfe benötigen, können Sie mir dies gerne über meine Kanzlei antragen.

Mit freundlichen Grüßen

Fricke
Rechtsanwalt und Diplom Kaufmann

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