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Kontopfändung trotz Zahlung

10.10.2010 22:46 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt:
am 27.09.2010 Besuch eines Gerichtsvollziehers wg Vollstreckungsbescheid eines Inkasso-Büros, nach Vorlage des bereits ausgefüllten Überweisungsbelegs in Höhe von 334, 85€ war dieser zufrieden und ging wieder. Zahlung erfolgte am 28.09.2010; belegt durch Kto-Auszug. ( es wurde einige Tage zuvor für eine Umschuldung ein persönlicher Kredit aufgenommen, die Bank führte die Überweisungen aus).
Mit Schreiben vom 30.09.2010 wurde seitens des Inkasso-Unternehmens bestätigt, das die eingangs erwähnte Zahlung eingegangen sei, man erwarte allerdings bis zum 10.10.2010 die Restzahlung in Höhe von 101,30 € (Kosten GV usw.)
Am 7.10.2010 wurde bei der Hausbank eine Pfändung erwirkt in Höhe von 426,86€; Folge Kto dicht, Karte logischerweise eingezogen. Der Bank sind die Hände gebunden, auch wenn diese die bereits getätigte Überweisung im Verlauf sieht.

Nun meine Fragen:
1) meines Erachtens ist diese Kto-Pfändung nicht rechtens, da bereits die Zahlung erfolgte und dies auch bestätigt wurde, oder?
2) gibt es eine Möglichkeit das Inkasso-Unternehmen auf Schadensersatz zu belangen, wenn ja, gibt es einen Pauschalbetrag x/pro Tag der anzurechnen ist?
3) kann die Bank trotz des offensichtlichen Beweises, das diese Pfändung hinfällig ist, da bereits gezahlt, den Kredit kündigen?
4) kann man auf ein offizielles "Entschuldigungsschreiben" des Inkassos an die Hausbank bestehen, indem seitens des Inkassos klar der Fehler eingeräumt wird?

Fragen über Fragen, ich hoffe auf Hilfe:-)
Vielen Dank!
Mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Richtigerweise ist die Pfändung unrechtmäßig, da der Eingang der Zahlung bereits bestätigt wurde und die restzahlung bis zum 10.10.2010 geleistet werden sollte. Die Pfändung bzw. der Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und überweisungsbeschluss erfolgte daher vorher und entgegen der schriftlichen Bestätigung.

2. Ein Schadensersatzanspruch besteht, allerdings nur in Höhe eines konkret nachweisbaren Schadens, z.B. in Form von Gebühren für Rücklastschriften oder sonstigen Kosten, die durch die Sperrung des Kontos verursacht wurden.

3. Eine Kündigung des Kredites ist gem. den geltenden AGB´s der Bank möglich, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse verschlechtern, was bei einer Pfändung der Fall ist. Allerdings hat die Bank auch die Belange des Kunden zu berücksichtigen. Da die Pfändung offensichtlich fehlerhaft war, und Sie dies der Bank belegen können, wäre eine Kündigung des Kredites oder der Geschäftsverbindung nicht berechtigt.

4. Sie sollten das Inkassounternehmen auffordern die Pfändung zurückzunehmen und zudem ein Schreiben einfordern, dass es sich um ein Versehen handelt. Begründen Sie diese Forderung mit der Vorlage eines solchen Schreibens bei Ihrer Bank.Im Falle der Weigerung können Sie eine Feststellungsklage erheben, dass die Pfädnung unberechtigt war und ggfs. eine Anzeige bei der zsutändigen Aufsichtsbehörde für das betreffende Inkassounternehmen erstatten.

Für eine Strafanzeige wird jedoch das Vorgehen des Inassounternehmens nicht ausreichen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Nachfragen nutzen Sie bitte die Nachfragemöglichkeit.

Mit besten Grüßen

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