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Kontoguthaben


24.12.2007 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Guten Tag,

mein Bruder und ich haben das Erbe meiner verstorbenen Mutter durch einen Notar schon ausgeschlagen wegen Schulden. Zu Lebzeiten habe ich meiner Mutter aber ein Girokonto zur Verfügung gestellt. Dieses lief auf meinem Namen und meine Mutter hatte eine Vollmacht. Mit diesem Konto wurde der tägliche Lebensunterhalt bewerkstelligt(also Rente, Telefon,Einkäufe,etc.)Laut NOTAR sollte ich nun dieses(mein) Konto auflösen. Muss ich nun das Guthaben an das Nachlassgericht schicken, um nicht doch Erbe zu werden?

Ein Sparbuch, welches auch auf mich lief, wurde von mir und meinem Bruder für Notfälle eingerichtet (also neue Waschmaschine, große Autoreparatur, nicht zum Verprassen). Hierfür hatte meine Mutter auch eine Vollmacht, wenn wir ihr Geld hierfür gegeben haben, welches sie natürlich vorort einzahlen musste.(Wir wohnen beide nicht mehr in unserer Heimatstadt) Muss ich dieses Geld auch abgeben, obwohl das Sparbuch auf meinen Namen läuft?

Vielen Dank und schöne Feiertage!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Wenn Sie die Erbschaft bereits rechtswirksam ausgeschlagen haben, dann werden Sie durch die Einbehaltung des Geldes nicht Erbe.

Wenn dieses Geld tatsächlich und nachweislich Ihrer Mutter zustand, so sollten Sie die Höhe des Betrages dem Nachlassgericht mitteilen und dieses entscheidet, ob eine Auszahlung erfolgen soll und wohin, da sicher noch nicht geklärt ist, wer nun Erbe wird. Eine Auflösung der Konten ist nicht notwendig. Sollten Sie dem Gericht nicht mitteilen, dass Sie für Ihre Mutter Geld verwahrt haben, so könnte dies gegebenenfalls den Straftatbestand der Unterschlagung erfüllen. Die Aussagen gelten für das Girokonto und für das Sparbuch.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung und den besten Wünschen für das Weihnachtsfest

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


Nachfrage vom Fragesteller 31.12.2007 | 00:35

Guten Tag,

in ihrer Antwort sprechen sie von Geldverwahrung. Was das Sparbuch betrifft, so war dies Geld meines Bruders und meines, welches meine Mutter dann aufs Sparbuch eingezahlt hat. Dieses war für unvorhergesehene Notfälle seitens meiner Mutter gedacht. Spielt es nun eine Rolle von wem das Geld stammt und für welchen Zweck? Oder ist alleine der Umstand maßgebend, dass meine Mutter letztenendes über das Geld hätte verfügen können, und ich somit keinen Anspruch mehr auf dieses Geld habe?

Vielen Dank im voraus, mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2007 | 10:35

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Wenn das Geld nicht durch Schenkung in das Vermögen Ihrer Mutter übergegangen ist, dann gehört es nicht zur Erbmasse. Die Verfügungsberechtigung allein ist nicht ausreichend.

Es kommt somit auf Ihren Willen bei der Geldübergabe an. Ob es als Schenkung gedacht war oder als Hilfe für den "Notfall" o.ä. Im letzteren Fall bleibt das Vermögen Ihnen und Ihrem Bruder.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
Rechtsanwältin

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