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Kontoauflösung und Geldabhebung nach Todesfall

26. September 2020 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo zusammen,

Unser Vater ist letzten Monat plötzlich verstorben. Unsere Eltern sind verheiratet und lebten zusammen in einer Wohnung. Die Heirat fand im Ausland statt ohne Ehevertrag da es dort nicht üblich ist. Unser Vater war in den letzten Jahren durch seine Krankheit in der Mobilität beeinträchtigt, so dass meine Mutter schon immer seine Geldkarte für ihn nutzte ohne eine vorliegende Vollmacht. Für meine Eltern war es selbstverständlich, dass man in einer Ehe die Karten gegenseitig nutzen kann. Durch ihre sprachliche Barriere und fehlende Rechtskenntnis haben sie sich da drüber nie Gedanken gemacht. Nun ist unser Vater ins Krankenhaus gekommen und innerhalb 1,5 Tagen dort verstorben. Meine Mutter hat darauf hin das komplette Geld von seinem Konto innerhalb einiger Tage abgehoben um die Beerdigungskosten zu zahlen. Sie ging davon aus, dass das Konto von der Bank gesperrt wird und sie dann die anfallenden Kosten nicht zahlen kann. Auf dem Konto ist nur ein minimaler Betrag geblieben und sie wollte nun das Konto schließen. Darauf hin hat man sie in der Bank hingewiesen, dass das nicht geht und ein Erbschein vorgelegt werden muss. Dies hat meine Mutter total verunsichert, weil wir uns alle da drüber gar keine Gedanken gemacht haben. Für uns Kinder (3) und unsere Mutter war es klar, dass alles bei der Mama bleibt und sie davon die Kosten der Beerdigung zahlt. Nun haben wir uns die Gesetze im Interner durchgelesen und sind schockiert. Hat sich unsere Mutter strafbar gemacht, weil sie das Geld vom Konto nach dem Tod abgehoben hat? Wie sollen wir nun vorgehen? Das Geld wurde bereits für die Kosten der Beerdigung ausgegeben. Keiner von uns Kinder erhebt irgendwelche Ansprüche, daher wollen wir eigentlich keine unnötigen Kosten für einen Erbschein ausgeben. Aber das Konto muss ja trotzdem gesperrt werden, weil dort die Kontoführungsgebühren weiter anfallen und ja nichts mehr drauf gebucht wird. Es liegt auch kein Testament vor und keine Vollmacht über den Tod hinaus vor, weil unsere Eltern sich da drüber nie Gedanken gemacht haben.

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn es kein notarielles Testament und keine Vollmacht über den Tod hinaus gibt, werden sie an der Beantragung eines Erbscheins nicht vorbeikommen.

Bevor die Bank das Konto auf Veranlassung Ihrer Mutter auflöst, muss sie sicherstellen können, dass Ihre Mutter zur Auflösung tatsächlich berechtigt ist. Die Bank kann nicht wissen, ob es nicht möglicherweise ein Testament gibt, das nur noch nicht eröffnet oder der Bank nicht vorgelegt worden ist.

Ihre Mutter und die Kinder müssen entsprechend der Erbquote einen Erbschein beantragen und diesen dann der Bank vorlegen. Dann können gegebenenfalls alle Erben gemeinsam das Konto auflösen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Rückfrage vom Fragesteller 26. September 2020 | 18:24

Vielen Dank schon mal für Ihre schnelle Rückmeldung. Sie haben uns schon sehr geholfen. Könnten Sie nur kurz darauf eingehen wie das rechtlich mit dem bereits abgehobenen Geld ist? Könnte meine Mutter nun dadurch Probleme bekommen? Ich hab ja geschildert, dass sie kurz nach dem Tod das Geld von unserem Vater abgehoben hat um die Beerdigung zu zahlen. Muss das Geld wieder auf das Konto zurück?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26. September 2020 | 23:29

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ich rechne hier nach Ihrer Darstellung nicht mit größeren Problemen: Offensichtlich sind nach der gesetzlichen Erbfolge die Ehefrau und die Kinder die Erben. Alle sind in der Sache damit einverstanden, dass das Geld abgehoben und für die Erbfallschulden (Beerdigung usw.) verwendet worden sind.

Problematisch wäre es nur dann, wenn ein Dritter Erbe geworden wäre, der dann vermutlich Ersatz für die abgehobenen Gelder verlangen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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