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Konto geplündert


| 27.04.2005 13:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich lebe seit 1 Jahr in Trennung. Am 5.4.2004 habe ich mich von meiner Frau getrennt und bin ausgezogen. Am 7.4.2004 hat meine Ex mein Sparkonto abgeräumt (5000€). Ich war Kontoinhaber, meine Ex hatte Kontovollmacht. Einzahlungen/Überweisungen erfolgten ausschliesslich von meinem Gehaltsgirokonto. Nachweislich hat sie dann am 17.5.2004 einen Bausparvertrag von 5000€ bei der LBS eröffnet. Im Unterhaltsverfahren behauptet sie hingegen, einen Teilbetrag von 3000€ für trennungsbedingte Ausgaben verbraucht zu haben. Auf den Bausparvertrag wurde nicht eingegangen.

Habe ich eine Chance mein Geld wieder zu sehen?

Zu erwähnen wäre noch, daß im Nachhinein belegt werden konnte, dass meine Ex während unserer 5 jährigen Ehe in regelmäßigen Abständen Gelder übertrug von meinem eigenen Sparkonto auf ein eigenes "geheimes" Sparkonto, ohne mein Wissen und Erlaubnis. Auch dieses "geheime" Sparkonto wurde am 7.4.2004 aufgelöst, dürfte ca. 15 bis 20000€ betragen haben. Jetzt beantragt sie zusätzlich Prozesskostenhilfe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

das doch recht dreiste Vorgehen der Ex (einmal vorsichtig ausgedrückt) ist nicht hinzunehmen. Auch wenn die Kontovollmacht vorliegt, darf diese nicht zu treuwidersprechenden Abbuchungen verwendet werden.

Wenn Sie die Abbuchungen und die Verwendung für Bausparverträge wirklich nachweisen können, haben Sie sehr gute Chancen das Geld wieder zu bekommen.

Das alles muss im Unterhaltsverfahren vorgetragen und auch bewiesen werden. Kann dieser Nachweis geführt werden (wovon ich nach Ihrer Darstellung ausgehen muss) sollte auch die UnterhaltsVERWIRKUNG von Ihnen vorgetragen werden.

Dann das Verhalten der Ex erfüllt neben einer Anzahl von strafrechtlichen Komponenten sicherlich auch den Verwirkungstatbestand bezüglich der Unterhaltsansprüche.

Darüberhinas wird hier auch offenbar ein Prozessbetrug begangen, worauf Sie deutlich hinweisen sollten.

Da ich davon ausgehe, dass Sie schon anwaltlich im Verfahren betreut werden, müssen Sie darauf drängen, dass der Kollege dieses alles im Verfahren vorträgt und auch die von Ihnen genannten Beweis vorlegt, um der Ex "das Handwerk zu legen". Denn so geht es nun nicht!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2005 | 14:22

Ich kenne die Bausparvertragsnummer, Datum der Eröffnung und den Betrag da ich anläßlich einer Besprechung mit meiner Ex ein entsprechendes Schreiben der LBS lesen konnte als sie gerade abwesend war und ich die Post nach an mich adressierten Briefen durchschaute. Zudem bin ich im Besitze einer Kopie eines Schreiben der LBS wo die Bausparvetragsnummer aufgeführt ist, hier ist Datun und Betrag nicht ersichtlich.

Kann das genügen oder muss richterlich die LBS befragt werden?

Kann man meine Ex auffordern über den Bausparvertrag Auskunft zu geben wie auch über genanntes "Geheimkonto"? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2005 | 14:44

Das ist schon sehr viel mehr, als man erwarten konnte.

Das sollte vorgetragen und das Schreiben vortgelegt werden. Auch sollte der Mitarbeiter der LBS als Zeuge benannt werden. Sofern der Name nicht bekannt ist, sollte der Sachbearbeiter zu der Vertragsnummer als Zeuge benannt werden; ggfs. reicht es auch aus, sich auf die Auskunft der LBS zu berufen.

Die Ex war schon von sich aus gehalten, Auskunft zu erteilen. Denn wenn Sie Unterhalt fordert, muss sie ihre Bedürftigkeit darlegen, wobei diese Angaben offenbar nicht der Wahrheit entsprochen haben (sogen. Prozessbetrug).

Sie können zwar darüber hinaus noch gesondert Auskunft erfragen, wovon ich aber aus Kostengründen abraten würde; die Ex wird sowieso keine Auskunft wahrheitsgemäss erteilen, so dass Sie dann wieder (teuer) klagen müßten.

GGfs. besteht hier aber die Möglichkeit, diese Werte im Zugewinnausgleichsverfahren (nicht mit dem Unterhaltsverfahren zu verwechseln) mit einzubeziehen, das sollten Sie mit dem Kollegen besprechen.

Denn so, wie Sie es schildern, wird auch die restliche Scheidung zum Rosenkrieg werden, so dass der Zugewinn (kostengünsztiger) mit in den Scheidungsverbung genommen werden sollte. Spätestens dort muss die Ex Auskunft erteilen und ggfs. sogar eidesstattlich die Richtigkeit der Auskunft versichern.

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