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Kontenauflösung


01.09.2007 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren, Anfang des Jahres ist unser Vater verstorben. Es gibt kein Testament, ein gemeinschaftlicher Erbschein für mich und meine Schwester liegt vor. Unser Vater hatte ein Giro- und ein Festgeldkonto, das Ende 2007 fällig wird. Die Sparkasse verweigert trotz Vorlage des gemeinschaftlichen Erbscheins die hälftige Auszahlung des Guthabens vom Girokonto solange meine Schwester nicht auch die Auflösung schriftlich beantragt hat. Da es bzgl. eines Erbbaupachtgrundstücks noch Differenzen gibt, will sie die Auszahlung nicht beantragen. Von dieser Auseinandersetzung weiß die Bank nichts. Meine Frage:
1. Ist die Sparkasse berechtigt, die Auszahlung zu verweigern?
2. Welche Möglichkeiten habe ich, gegen die Weigerung vorzugehen?
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen Stellung und beantworte diese wie folgt:


1.Ist die Sparkasse berechtigt, die Auszahlung zu verweigern?

Auch bei Vorlage eines gemeinschaftlichen Erbscheins bedarf es zur Auszahlung des hälftigen Guthabens auf Ihr Konto der Zustimmung Ihrer Schwester als Miterbin, da mangels Zuteilung der einzelnen Nachlassgegenstände zu den einzelnen Erben derzeit noch eine sog. ungeteilte Erbengemeinschaft vorliegt.

Bei dieser ist der Nachlass ein in der Gesamthand der Miterben stehendes Sondervermögen, an dem dem einzelnen Erben ein seiner Erbquote entsprechender Anteil zusteht. Über diesen Anteil - nicht aber über einzelne Nachlassgegenstände - kann der Miterbe nach § 2033 BGB verfügen. Über den Nachlass als Ganzes können demgegenüber die Miterben nur gemeinschaftlich verfügen.


2.Welche Möglichkeiten habe ich, gegen die Weigerung vorzugehen?

Da gem. dem BGH-Urteil vom 28.09.2005 – Az.: IV ZR 82/04 - auch Verfügungen über einzelne Nachlassgegenstände wie bspw. die Auflösung des Kontos zu den mitwirkungspflichtigen Verwaltungsmaßregeln der einzelnen Miterben gehören, haben Sie gegen Ihre Schwester einen Anspruch auf Mitwirkung. Dieser ist bei Verweigerung der Schwester grds. im Rahmen einer Erbauseinandersetzungsklage geltend zu machen.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen für etwaige Rückfragen und weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
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