Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kontaktverbot rechtens ?


11.12.2010 01:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war längere Zeit krank, derzeit baue ich auf Anweisung meines Arbeitgebers meinen stehengebliebenen Urlaub ab.

Nachdem man mich nach der Krankheit versetzen will und ich mich dagegen gewehrt habe, hat man mir verboten, während der AU bzw. jetzt während dem Urlaub dienstlich Kontakt zu KollegInnen zu haben.

Als ich jetzt der Kollegin, die meine Krankheitsvertretung übernommen hat und meinen Arbeitsplatz künftig dauerhaft einnehmen soll/will, eine e-mail geschrieben habe mit der Information, dass ich gegen die Versetzung klagen werde, habe ich eine scharf formulierte schriftliche Aufforderung von meinem Vorgesetzten erhalten, dies zu unterlassen.

Kann man mir hier tatsächlich ein Mundverbot auferlegen oder wie weit geht das Direktionsrecht des Arbeitgebers in solchen Fällen ?
11.12.2010 | 07:00

Antwort

von


256 Bewertungen
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Ohne den genauen Inhalt der E – Mail zu kennen, ist die Beurteilung schwierig. Generell hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass kein Arbeitnehmer den Betriebsfrieden stört. Vermutlich war Ihre E – Mail hierzu geeignet, daher war ein entsprechendes Anschreiben mit der Unterlassungsaufforderung möglicherweise gerechtfertigt.

Diesbezüglich erlaube ich mir den Hinweis, dass es sich – ohne den genauen Wortlaut der schriftlichen Mitteilung Ihres Arbeitgebers zu kennen – möglicherweise um eine Abmahnung handeln könnte, das heißt dass dieses Verhalten gerügt wurde verbunden mit dem Hinweis, dass bei einem erneuten solchen oder ähnlichen Verhalten eine verhaltensbedingte Kündigung zur Folge haben könnte.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2010 | 08:36

Sehr geehrte Frau Hein,

in dieser E-Mail habe ich meiner Vertreterin nur kurz und sachlich mitgeteilt, dass ich gegen die Versetzung klagen werde.
Im Schreiben meines Vorgesetzten ist eine Kündigungsandrohung nicht enthalten. Ich gehe also davon aus, dass ich dieses Schreiben nicht als Abmahnung verstehen muss.

Wenn das Argument der Störung des Betriebs-friedens nicht greift, ist dann das Mundverbot dennoch rechtens ?
(Ich will meine Vertreterin - dies auch in ihrem eigenen Interesse und auf ihren eigenen Wunsch hin - über das Verfahren auf dem Laufenden halten.)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2010 | 05:25

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Wenn Ihre Vertreterin von dem Prozess und dessen Verlauf in Kenntnis gesetzt werden will, dann bestehen meines Erachtens auch keine Anhaltspunkte für die Störung des Betriebsfriedens. Dann wäre eine Unterlassungsforderung unbegründet.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

256 Bewertungen

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER