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Kontaktverbot gegen Elternteil erwirken

| 06.03.2018 10:46 |
Preis: 48,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Ich möchte einem Elternteil ein Kontaktverbot erteilen aufgrund von Misshandlungen, die noch aus der Kindheit herrühren, aber nie in irgendeiner Weise justiziabel wurden.
Ich möchte einfach keinen Kontakt mehr per Mail/Briefpost/Anruf etc.

Ein persönlicher Kontakt besteht bereits seit über 10 Jahren nicht mehr, wir leben auch mehrere hundert KM weit voneinander entfernt, ich habe den Kontakt völlig abgebrochen, erhalte aber gelegentlich noch z.B. E-Mails zu Anlässen etc. Ich möchte aber auch dies unterbinden.

Gibt es hierfür eine rechtliche Grundlage? Kann ich solch ein Kontaktverbot also rechtsverbindlich erteilen?

Ich bitte um Antwort eines Anwalts/Anwältin der/die dieses Mandat (Schriftverkehr an Elternteil) dann auch übernehmen und die Gebotskosten anrechnen würde.

(Selbst wenn es keine Rechtsgrundlage für mein Anliegen gäbe, so würde ich den Elternteil zumindest gerne anwaltlich anschreiben lassen)

06.03.2018 | 12:30

Antwort

von


(49)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511/1222458
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben.

Sie können dem betreffenden Elternteil jede Art der Kontaktaufnahme zu Ihnen untersagen. Rechtsgrundlage ist nach der Rechtsprechung das Recht zur Selbstbestimmung der persönlichen Lebenssphäre, also das allgemeine Persönlichkeitsrecht, dass sich aus dem Grundgesetz ergibt. Dieses Recht umfasst auch die Entscheidung darüber, ob und in welchem Umfang Sie in Kontakt mit anderen Menschen treten möchten.

Wenn Sie ausdrücklich den Willen äußern, von dem Elternteil in Ruhe gelassen zu werden, ist dieser Wille als Teil Ihres persönlichen Selbstbestimmungsrechtes zu beachten und auch gerichtlich schutzwürdig (s. z.B. LG Oldenburg NJW 1996, S. 62-64). Eine Ausnahme käme nur in besonderen Notlagen in Betracht oder wenn eine Pflicht zur Kontaktaufnahme besteht, denkbar wäre dies z.B. wenn der Elternteil pflegebedürftig würde und Sie u.U. Entscheidungen treffen oder Kosten übernehmen müssten.

Ein Verstoß könnte also auch gerichtlich verfolgt werden, z.B. mit einer Unterlassungsverfügung.

Sollten Sie noch Fragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne übernehme ich auch die Korrespondenz in dieser Sache unter Anrechnung der hier gezahlten Gebühr. Sie können mir auch gerne direkt eine Email schreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt


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