Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kontaktaufnahme zu meinem neuen Anwalt

| 09.05.2010 14:50 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Guten Tag, ich war mit meiner Änwältin unzufrieden, teilte ihr dies mit, nichts änderte sich und ich habe selbst Dinge unternommen, u.a. den gegnerischen Anwalt angeschrieben. Dieser hat es ihr mitgeteilt, sie Mandat niedergelegt. Ich mir vernünftigen Anwalt gesucht und durch Meldung des Gerichts erfuhr der gegnerische Anwalt davon. Dieser schrieb meinen Anwalt an, u.a. " welche Peron Sie da mit Ihrer Vertretung beauftragt hat" , "haben wir die Kollegin postwendend informiert, dass ihr Mandant hinter ihrem Rücken selbst schreibe." Natürlich kennt mein Anwalt alle Vorgänge persönlich, hält dieses Schreiben nur für unprofessionell. Hat der gegnerische Anwalt irgendwelche Standesregeln oder sonstiges verletzt, macht eine Meldung an die zuständige RA-Kammer Sinn?

Sehr geehrter Fragesteller,

Vorliegend kommt höchstens eine Verletzung des Gebots der Sachlichkeit in Betracht (geregelt in § 43a Abs. 3 der Bundesrechtsanwaltsordnung - BRAO -). Unsachlich ist insbesondere ein Verhalten, bei dem es sich um die bewußte Verbreitung von Unwahrheiten oder solche herabsetzenden Äußerungen handelt, zu denen andere Beteiligte oder der Verfahrensverlauf keinen Anlaß gegeben haben (Satz 2 der genannten Vorschrift).

Das Schreiben des Anwalts der Gegenseite könnte herabsetzende Äußerungen enthalten. Berufsrechtlich relevant sind allerdings nur solche Äußerungen, die gleichzeitig die Schwelle der strafbaren Beleidigung (§§ 185 ff. Strafgesetzbuch) überschreiten. Einen im Sinne des Strafrechts ehrverletzenden Inhalt haben die mitgeteilten Zitate jedoch nicht. Daher kommt auch eine berufsrechtliche Sanktion nicht in Betracht.

Eine Beanstandung bei der Kammer würde also zu nichts führen (und Ihnen abgesehen davon für Ihr laufendes Verfahren in keinem Fall einen Vorteil bringen).


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 10.05.2010 | 10:53

Wenn der gegnerische Anwalt versucht, meinen Anwalt zum Mandatsverzicht durch solche Äußerungen zu bewegen, ist dies rechtens? Und dies einige Wochen vor einem Gerichtstermin???

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.05.2010 | 11:22

Zu Ihrer Nachfrage:

Berufsrechtswidrig sind jedenfalls nur unwahre oder herabsetzende Äußerungen. Diese Schwelle ist hier, wie gesagt, noch nicht überschritten.

Alles Weitere sind Fragen des Stils, die nicht sanktionierbar sind. Wenn der Anwalt der Gegenseite Dinge schreibt, die mit der sachlichen Auseinandersetzung nichts zu tun haben und ihn auch nichts angehen, dann sollte dies am besten ignoriert werden. Es handelt sich in dem laufenden Verfahren sicherlich um einen »Nebenschauplatz«, auf den keine Energie verwendet werden sollte. Es kann nur zu Gelassenheit geraten werden.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.05.2010 | 12:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

alles bestens

"