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Konsequenzen für Fälschung des Semestertickets zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

12.07.2011 23:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

Ich bin letzte Woche im Zug mit einem gefälschten Studentenausweis erwischt worden. Da sich der Kontrolleur selbst unsicher war wurde ein Polizist der sich im Zug befand hinzugezogen, auch der konnte die Fälschung nicht zweifelsfrei als solche identifizieren. Meine Personalien wurden aufgenommen und der Kontrolleur hat sich die Matrikelnummer notiert um die Echtheit zu überprüfen, danach durfte ich den Zug samt Studentenausweis verlassen. Mit welchen Konsequenzen muß ich rechnen wenn sich herausstellt das der Ausweis nicht echt gewesen ist? Bzw. sind überhaupt rechtliche Schritte gegen mich möglich, immerhin ist das Beweismittel in meinem Besitz geblieben und mittlerweile vernichtet.
Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich möchte sie auf der Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Wenn Sie den Ausweis selbst gefälscht haben, um diese zur Täschung zu verwenden oder in Kenntnis der Fälschung durch einen anderen, diesen Ausweis zur Täuschung gebraucht haben, haben Sie sich wegen Urkundenfälschung gem. § 267 Abs. 1 StGB strafbar gemacht. Dieser sieht als Sanktion Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.
Die Tat erfüllt in Ihrem Fall auch den Tatbestand des Erschleichen von Leistungen, § 265a StGB. Dieser sieht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor, würde aber hinter der Urkundenfälschung wohl zurücktreten.

Ob man Ihnen das wird nachweisen können, ist eine ganze andere Frage. Sie sollten zunächst einmal Ruhe bewahren.

Dass der betreffende Ausweis nicht mehr existiert, ist natürlich gut für Sie, da dieses Beweismittel der Strafverfolgungsbehörde dann in einem eventuellen Prozess nicht zur Verfügung stehen wird.
Es wäre jedoch möglich, dass in einer eventuellen Verhandlung der Fahrscheinkontrolleur und der Polizist als Zeugen gehört werden und man auf diese Art und Weise versucht, den Tatnachweis zu führen.

Sollten Sie davon Kenntnis erlangen, dass gegen Sie ein Ermittlungsverfahren geführt wird (in der Regel geschieht dies durch ein einfaches Schreiben der Polizei, in dem Sie zur Beschuldigtenvernehmung geladen werden, sollten Sie sofort einen Rechtsanwalt, der im Strafrecht tätig ist aufsuchen. In jedem Fall sollten Sie den TERMIN NICHT WAHRNEHMEN, KEINEN KONTAKT zur Strafverfolgungsbehörde aufnehmen und auf jeden Fall ZUR SACHE SCHWEIGEN.

Beherzigen Sie auch die Tipps in dem folgenden Ratgeberartikel: http://www.123recht.net/Post-von-der-Polizei---was-tun-__a92177.html

Ich hoffe, Ihnen durch diese Antwort eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Für eine weitere Beauftragung stehe ich gerne zur Verfügung. Sollten Unklarheiten bestehen, bitte ich Sie, die kostenlose Nachfragefunktion in Anspruch nehmen.

An dieser Stelle möchte ich mir noch den Hinweis erlauben, dass die rechtliche Einschätzung ausschließlich auf den von Ihnen mitgeteilten Tatsachen beruht und dass durch das Hinzufügen oder Weglassen von weiteren tatsächlichen Angaben die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen kann.

Auch aus diesem Grunde, kann und soll diese Plattform eine umfassende Begutachtung durch eine Kollegen vor Ort nicht ersetzen, sondern lediglich eine erste Orientierung bieten.

Mit freundlichen Grüßen

Kerem E. Türker
Rechtsanwalt

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