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Konsequenzen einer mögliche Scheidung und vorgenommene Eintragung im Grundbuch


| 01.12.2015 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Zugewinn bei Scheidung.


Hallo,
Folgende Ausgangslage ist vorhanden:

Wir sind ca. einem Jahr verheiratet. Wir leben in einer Zugewinngemeinschaft. Es gibt keinen Ehevertrag.

Wir möchten das Haus der Mutter des Mannes übernehmen. Aus steuerlichen Gründen, soll die Ehefrau nur zu einem geringen Teil oder überhaupt nicht ins Grundbuch als Eigentümerin eingetragen werden. Der Mann und damit der Sohn der Mutter soll zum größten Teil z.B. 9/10tel oder sogar als alleiniger Eigentümer eingetragen werden.

Die Finanzierung wird über einen gemeinschaftlichen Darlehnsvertrag durchgeführt.


Nun zur Frage:


Sollte die Ehe aus irgendwelchen Gründen später in die Brüche gehen, gibt es für die Ehefrau finanzielle Nachteile, weil sich nicht hälftig im Grundbuch steht? Bzw. gibt es überhaupt einen Unterschied oder wird dieses über den Zugewinnausgleich sowieso geregelt? Der Unterschied, dass in diesem Falle der Mann definitiv Eigentümer auch im Scheidungsfall ist und bleibt, ist uns bewusst und auch so akzeptiert.
Für uns stellt sich zum Schluss nur die abschließende Frage, ob die Frau in diesem Fall finanziell benachteiligt werden könnte, als wenn Sie zu 50% im Grundbuch stehen würde und bei Scheidung beide einvernehmlich klären würden, dass der Mann Eigentümer bleiben soll?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine echte Benachteiligung der Ehefrau bestünde nicht, denn wie Sie richtig ausgeführt haben, wäre die Ehefrau durch den Zugewinn geschützt. Das Haus wäre im Fall der Scheidung im Endvermögen des Mannes und über den Zugewinn würde die Frau partizipieren.

Beim Zugewinn kommt es aber immer auf alles Vermögenswerte an, also Aktiva und Passiva. Es kann also passieren das beispielsweise aufgrund von Verbindlichkeiten das Endvermögen des Mannes insgesamt keinen Zugewinn ergibt. Beim Zugewinn betrachtet man nicht jeden Vermögensgegenstand isoliert sondern das gesamte Vermögen.
Dann hätte die Frau auch keinen Anspruch. Miteigentum bedeutet immer auch ein "Druckmittel" selbst wenn rechnerisch kein Anspruch bestehen würde. Allerdings macht Miteigentum die Sache auch immer komplizierter. Daher ist es sicher nicht falsch wenn man hier das Eigentum nur auf einer Seite hat. Wenn es dann einen Anspruch auf Zugewinn gibt erfolgt der Ausgleich in Geld.

Das alles gilt nur, wenn das Haus nicht vererbt oder geschenkt wird, denn dadurch würde es in das Anfangsvermögen fallen und wäre dem Zugewinn entzogen, abgesehen von einer möglichen Wertsteigerung.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2015 | 22:20

Sehr geehrter Herr Wöhler,

vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort.
Auf zwei passagen haben wie bezugnehmend auf unsere ursprüngliche Frage folgende Rückfrage:

1. "Es kann also passieren das beispielsweise aufgrund von Verbindlichkeiten das Endvermögen des Mannes insgesamt keinen Zugewinn ergibt. Beim Zugewinn betrachtet man nicht jeden Vermögensgegenstand isoliert sondern das gesamte Vermögen."

Wäre das nicht bei hälftiger Eintragung im Grundbuch zum Schluß das gleiche Endergebnis im Zugewinnausgleich?

2. "Das alles gilt nur, wenn das Haus nicht vererbt oder geschenkt wird, denn dadurch würde es in das Anfangsvermögen fallen und wäre dem Zugewinn entzogen, abgesehen von einer möglichen Wertsteigerung"


Wäre das nicht bei hälftiger Eintragung im Grundbuch zum Schluß das gleiche Ergebnis für den Teil des Mannes über den Teilschenkungsbetrag?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2015 | 22:55

Sehr geehrter Fragesteller,

ich komme gerne auf die Nachfrage zurück.

1. Ja das ist richtig bei Miteigentum steht die Haushälfte im Endvermögen beider Ehegatten. Bei Miteigentum ist das Haus im Zugewinn neutral.

2. Nicht immer aber im Prinzip. Bei Teilschenkung wäre die Hälfte des Mannes priviligiertes Vermögen und die der Frau im Endvermögen.

Es bestehen keine Bedenken wenn nur der Mann Eigentümer wird.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.12.2015 | 12:19


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