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Konsequenzen des Ladendiebstahl in 2 Fällen


19.12.2006 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Heute bin ich auch "schwachgeworden". Ich stand an einer ewig langen Schlange an der Kasse und dann habe ich mich hinreissen lassen und hab die 3 Bücher mitgenommen ohne zu zahlen. Danach das gleich bei einem Drogeriemarkt, Wert 20 €. Ich hab alles zugegeben. Polizei wurde geholt, alles absolut schlimm und so unnötig. Meine Frage wie wird soetwas geahndet? Wie ist das mit dem polizeilichem Führungszeugnis. Auf was muss ich mich einstellen, wie wird nun vorgegangen? Kann ich vorab schon etwas machen?
Vielen Dank für Ihre Mühe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass Sie über 21 Jahre alt sind und daher Erwachsenenstrafrecht zwingend anwendbar ist.

Gem § 243 StGB wird Diebstahl mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Sind Sie Ersttäter können Sie jedoch idR mit Milde rechnen.

Bei Diebstahl bis ca. € 50 wird meist das Verfahren eingestellt.
Entweder ohne oder mit Auflagen.
Werden Auflagen erteilt, müssen diese erst erfüllt werden bevor das Verfahren endgültig eingestellt wird.
Auflagen könen z. Bsp. Spenden an gemeinnützige Vereine, Hilfsdienste in sozialen Einrichtungen etc.

Wird das Verfahren eingstellt wird dies weder im Bundeszentralregister noch im Führungszeugnis vermerkt.

In das Bundeszentralregister werden rechtskräftige Verurteilungen zu einer Strafe eingetragen.
Auf das Bundeszentralregister haben jedoch nur bestimmte staatliche Stellen Zugriff.

Davon zu unterscheiden ist das Führungszeugnis, in welches nur Verurteilungen von mehr als 90 Tagessätzen Geldstrafe oder mehr als drei Monate Freiheitsstrafe eingetragen werden.

Als vorbeugende Maßnahme sollten Sie sich umgehend bei den Ladeninhabern entschuldigen.

Sie werden, falls noch nicht geschehen, einen Anhörungsbogen erhalten, auf dem Sie Ihre Sicht zu dem Geschehen schildern können. Dies müssen Sie jedoch nicht. Angaben zu Ihrer Person (Vor-, Familien- und Geburtsname, Geburtsdatum, Familienstand, Beruf, Wohnort, Adresse und Staatsangehörigkeit) müssen Sie hingegen machen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2006 | 14:40

Dankeschön für die schnelle Beantwortung. Ja, ich bin über 21 Jahre. Die Drogerie hat mir natürlich gleich Hausrecht erteilt, das andere Geschäft wurde von der Polizei benachrichtig. Was kann ich dann noch erwarten? Hilft es was von Streßsituationen zu "schafeln". Die Polizei hat alles schon aufgenommen. Muß ich meinem Mann berichten, wird er involviert? Bekommt er auch Hausverbot, er ist dort als Kunde registriert. Was bekomm ich von der Staatsanwaltschaft, muß ich dort erscheinen? Verzeihen Sie die vielen Fragen. Ich schäme mich furchtbar und zudem weiß ich, daß ich selbst schuld bin und nix mehr machen kann. Ich bin in Ausbildung zum Heilpraktiker und muß demnächst ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, wird es drinstehen? Dankeschön.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2006 | 15:14

Sehr geehrter Fragesteller,

da es sich um einen geringen Betrag handelt um den es geht und die Polizei, wenn ich Sie recht verstanden habe Ihre Aussage bereits aufgenommen hat, sollten Sie nicht versuchen irgendwelche Gründe zu erfinden, dies ist in jedem Falle kontraproduktiv.

Unter Berücksichtigung des bereits oben gesagten ist nicht zu erwarten, dass das Führungszeugnis einen Eintrag erhält.

Ihrem Mann müssen Sie nichts berichten. Da er mit der Sache nichts zu tun hat, nicht einmal anwesend war ist nicht zu erwarten dass er befragt wird.

Hausverbot hat der Laden nur Ihnen erteilt, Ihr Mann hat damit nichts zu tun.

Von der Polizei werden Sie, wie bereits oben beschrieben, einen Anhörungsbogen erhalten. Eine Vorladung zur Poizei ist unwahrscheinlich.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.

Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76

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